Varroa 2020

  • Oder man gibt sie neuen Jungimkern im Verein, in dem man eh ist, als Startvolk.

    HG

    Monika


    Wir sollten immer daran denken: Im wesentlichen sind unsere Bemühungen auf eine vernünftige, fürsorgliche Pflege beschränkt. (Bruder Adam)

  • Guten Morgen in die Runde!


    Könnte man bei Ablegern nicht auch an eine Thymovar-Behandlung ohne vorhergehende AS-Behandlung denken?

    Könnte man sicherlich. Mangels jeglicher eigener Erfahrung mit Thymovar kann ich da aber nichts zu sagen.


    Wie kurz hintereinander würdest Du sie machen? Oder lieber 1 mal und dann etwas länger

    Auch hier kann ich mangels Erfahrungen mit Langzeitverdunstern nichts zu sagen. I´m sorry.

    Ameisensäure-Schwammtuch würde ich bei den genannten Ablegern gefühlt 2x im Wochenabstand machen. Dann hätten die danach noch Zeit satt zum Weiter-Erstarken.


    Gruß

    Patrick

    Et kütt wie et kütt und et hätt noch immer jut jejange!

  • ... mag ich nicht verkaufen ... 8o8)

    Damit fängt's an!


    Schön entwickelte Völker, die den Winter gut überstanden haben, mag man nicht verkaufen. Denn man weiß, welches Potenzial drin steckt.


    Und dann sammeln sich diese Potenziale und entfalten sich und die Rennerei nimmt kein Ende. Dann schwört man sich, nächstes Frühjahr wird drastisch reduziert!


    Und dann ist es wieder Frühling ...


    Das nennt sich dann "circulus vitiosus" (Teufelskreis).

  • Meine Bienen sind echt "spitzer"!


    Rolf

    ?

    Habe wohl nicht alles gelesen 😔

    Das bezog sich nur auf:

    "ja, der Randy ist echt spitze."

    Er hat aber auch manche "gute imkerliche Praxis" probiert, die bei ihm na ja, nicht so lief ...

    Habe ich aber nur mit "Google" übersetzt!


    Rolf

    Konfuzianer:

    "Man soll ein anständiges Menschenleben führen, aus dem einfachen Grund, weil man ein anständiges Menschenwesen ist."

  • Freu Dich über eine Kiste, die Du gedanklich streichen kannst. Das Glas ist immer auch halbvoll.

    Man merkt, wo du mal gewohnt hast ...

    Danke!


    Rolf

    Konfuzianer:

    "Man soll ein anständiges Menschenleben führen, aus dem einfachen Grund, weil man ein anständiges Menschenwesen ist."

  • Ich habe mal eine Frage zur Zählweise.


    Ich habe drei Völker mit Windeln. Diese habe ich gestern gereinigt, heute Milben gezählt. Auf einer 0, auf einer 8, auf einer 10.


    Nun habe ich zuletzt mit Ameisensäure am 29.07. behandelt (Schwammtuch, entfernt am 30.07.). Ich las mal, dass man 12 Tage danach erst wieder den "natürlichen" Totenfall ablesen kann. Der Totenfall nach der Behandlung war sehr niedrig.


    Nun sind in den Völkern seit 09.08. Thymovarplättchen drin. Gibt es da auch so eine Regel, ab wann ich von einem natürlichen Fall ausgehen kann?


    Mein Gedankengang: 10 Milben die bei Behandlungserfolg fallen sind ja nicht viel. 10 Milben die natürlich fallen sind viel zu viel. Aber wovon kann ich nun ausgehen? Oder habe ich einen grundsätzlichen Gedankenfehler?


    Danke für eure Meinungen dazu.


    Noch eine Frage zu Thymovar. Tötet dieses die Milbe oder lässt es sie nur verwirrt herabfallen?

  • Kurzer Erfahrungsbericht bisher:

    Die Brutscheunen fallen schneller und heftiger zusammen als in den Vorjahren und es gibt auch Totalschäden. Kannte ich bisher so nicht.

    Die mit OXS behandelten Fluglinge sehen so aus wie die Vorjahre auch, sollte also irgendwie funktionieren.

    Die Windeln der mit OXS behandelten Brutscheunen waren schwarz.


    Ich frage mich jetzt, ob das die Spätfolgen der letztjährigen VarroMed Behandlung sind, oder weil ich die TBE 3 Wochen später als sonst gemacht habe.

    Ich habe auch ein Volk Ende Juli durch die Varroa verloren, in einer Rasanz, die mir auch neu war.


    Es hat sich gerächt, dass ich es das erste mal nicht geschafft habe, schon irgendwann im Mai, Juni zuverlässig den Milbenstatus zu ermitteln.

    Ich hatte ja große Pläne und eine große Fresse, einmal im Monat auszuwaschen (Randy lässt grüßen), aber da war zeitlich nicht dran zu denken. Dafür habe ich jetzt die Quittung bekommen.


    Mit zunehmender Völkerzahl steigen sicherlich auch die Ausreißer, aber vor allem schwindet die Zeit für die notwendige Sorgfalt, und Routine und Erfahrung ist noch nicht genügend da.

  • Das sind bisher meine Fallzahlen bei der Blockbehandlung.


    Varroabefall 30 juli nach ox Verdampfung

    Volk links 7, 23, 6

    Volk rechts 1, 2, 10

    Volk mitte 8, 10, 12


    Varroabefall 2 august nach ox verdampfung

    Volk links 55, 80, 77

    Volk rechts 18, 19, 17

    Volk mitte 18, 18, 9


    Varroabefall 5 august nach ox verdampfung

    Volk links 62, 45, 246

    Volk rechts 14, 8, 56

    Volk mitte 12, 2, 28


    Varroabefall 8 august nach ox Verdampfung

    Volk links 101, 62, 227

    Volk rechts 20, 30, 26

    Volk mitte 15, 32, 141

  • Die Windeln der mit OXS behandelten Brutscheunen waren schwarz.


    Ich frage mich jetzt, ob das die Spätfolgen der letztjährigen VarroMed Behandlung sind, oder weil ich die TBE 3 Wochen später als sonst gemacht habe.

    Ich habe auch ein Volk Ende Juli durch die Varroa verloren, in einer Rasanz, die mir auch neu war.


    Es hat sich gerächt, dass ich es das erste mal nicht geschafft habe, schon irgendwann im Mai, Juni zuverlässig den Milbenstatus zu ermitteln.

    Unzureichende Behandlung gg. Varroa rächt sich m.E. spätestens im Folgejahr. Insofern würde ich das noch der VJ-Behandlung zurechnen.


    3 Wochen später macht einen Brutsatz aus. Bei durchschnittlichem Vermehrungsfaktor von 1,5 wären aus z.B. 200 Milben 300 geworden. Das macht den Kohl nicht fett. Da muss vorher schon der Befall überdurchschnittlich gewesen sein.

  • Die Brutscheunen fallen schneller und heftiger zusammen als in den Vorjahren und es gibt auch Totalschäden. Kannte ich bisher so nicht.

    Brutscheunen sind dieses Jahr ganz übel bis mäßig - je nach Standort.

    Die Brutscheunen eines Standes konnte/musste ich komplett auflösen. Bei denen der anderen Stände geht es noch, sieht aber alles andere als rosig aus. Annahme der Königinnen, Begattungserfolg, Räuberei, alles spielt einem entgegen. Aktuell habe ich ein Verfahren aus 3-4 mach 1. Nicht schön...und die Varroen der ausgeräuberten Brutscheunen sind ja jetzt irgendwo anders.


    Aktuell habe ich kein gutes Gefühl.


    Ursache: Klar 2 Wochen früher wäre besser gewesen. Hätte, hätte Fahrradkette...
    Restentmilbung?

    Früher kontinuierlicher Brutbeginn bei Bienen und Milben?

    ...


    Völker und Brutscheunen aus Völkern mit Brutpause durch Königinnenableger/Schwärme/vorweggenommene Schwärme stehen deutlich besser da. Vielleicht sollte ich in die Richtung etwas umswitchen. Quasi Trachtlücke mit Brutpause kombinieren.

  • U.a. sollten auch der "Winter" 19/20 und der "Frühling" 20 bei den Situationsbetrachtungen berücksichtigt werden.

    Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen! (Kant)

    Ich weiß, dass ich nicht weiß. (Sokrates)

  • Trachtlücke mit Brutpause kombinieren.

    Das (bzw. der brutzyklusgerechte zeitliche Vorlauf) ist imkerliches Geschick: 2 Wochen vor Massentrachtende: TBE o.a. Brutpausenbeginn, um den Einbruch im Arbeiterinnenbestand in die Trachtlücke zu verlegen.

    In diesem Jahr hat es hier scheinbar gut gepaßt: Totale Brutentnahme (TBE) mit weiselrichtigem Brutsammler (nach Kleingartendrohn ) zu Beginn der Winterlindenblüte -> Brutspender und -sammler milbenarm (Sammler 1x mit FangW-Entnahme saniert und mit OX kontrollbehandelt < 10 Milben behandlungsbedingter Totenfall). Selbst der Sammler vom Sammler (SaSa; mit den FangW der Brutsammler) hat seine Milben scheinbar bereits selber entsorgt ggf. unterstützt durch die jüngste Hitzewelle (Hyperthermieeffekt, da der SaSa bis 10.08. Flugloch verschlossen hatte und so trotz beigefügter WasserW nur eingeschränkte Kühlungsmöglichkeiten für die Bienen bestanden). Im SaSa (Zandermaß mit 20 FangW, davon 5 fast vollständig von Holz zu Holz mit Brut, alle anderen nur mit noch nicht geschlüpfter Restbrut) allerdings ca. ein Honigglas voll toter Bienen nach Öffnung des Fluglochs, noch vorhandene einzelne Restbrut größtenteils verkrüppelt. Trotzdem weniger als 10 Milben innerhalb von 3 Tagen nach OX-Kontrollbehandlung bei absoluter Brutfreiheit.

  • Wenn der behandlungsbedingte Milbentotenfall am Tag 3 nach der BeOXung nicht deutlich gegenüber dem Maximum am Tag 2 zurückgeht, dürfte noch ein erheblicher Teil der Milben in der Restbrut sitzen (und sich vermehren). Ich kenne Kollegen, die die Blockbehandlung erst beenden, wenn der behandlungsbedingte Milbenfall am Tag 3 mindestens um 1/3 niedriger ist als am Tag 2 und absolut unter 10 Milben am Tag 3 (24h-Wert) gesunken ist.