Varroa 2020

  • ich sag ma so, für Rookies die nich wirklich alles um die Biene verstehen (wie denn auch) taugen Maßnahmen/Behandlungen zur Milbenreduktion, die auch nicht verstanden sind (nich im Zusammenhang) , einfach nix.

    Darunter leidet in Folge der Jungimker und noch mehr die Bienen, besonders wenn sie sterben (die Bienen)

    DAS muß doch nich sein!

    Es gibt zugelassene Behandlungsmittel, von mir Streifen (divers)genannt, die , wenn reingehängt, sicher und einfach vor Milben und Virentot schützen.

    Zur Zeit gibts nichts besseres.

    Rückstande, etwaige, sind mit Grenzwerten behaftet, und die werden bei richtiger Anwendung nicht überschritten, es gibt Gesetze und die sind hier leicht einzuhalten Punkt.

    Grenzwerte in Lebensmitteln sind usus und es gibt die weil etwas was sehr geringfügig vorhanden ist, eben vorhanden ist. Lasst Euren Rapshonig untersuchen (ich weiss es wird vermieden das zu tun;)) so manch einer würde wechschütten oder verdünnen müßen, zu mindest staunen:saint:

    Ich find das scheinheilig, nicht untersuchten Rapshonig unter die Leute zu bringen, aber auf funktionierende und wichtige Tierarznei besonders im Anfängerfall zu verzichten.

    Da wird doch gerne der Zeigefinger erhoben, immer von den gleichen übrigens, es wird gerne Wasser gepredigt aber Wein gesoffen, ist man ehrlich wirst in die Pfuibäh Ecke gedrängt.

    Das von jemand, der versucht Behandlungsfrei über die Runden zu kommen, nur, ich kenne und sehe das Schweigen der Anfänger, die unnötig töten Völker......;(

    ICH kenne die Gefahren eben und mag nich zusehen wie das Unheil mutwillig heraufbeschworen wird.

    Für mich ist der Versuch, Tiere mit nicht beherrschten zt. oft (zu) schwierigen Massnahmen zu behandeln, unnötige Tierquälerrei, sorry!

    Nu kommen wir zu Resistenzen.

    Es mag sie geben (schwierig.., wenn der Wirkstoff nich selber gebastelt und Jährlich gewechselt wird)

    an Resistenzen sterben nach meinem dafürhalten weniger Völker als an Behandlungsfehlern.

    Seid Ehrlich zu euch selber, wenn ihr überfordert seid..... nu, Obriges eben!

    Den Immen zur Liebe

    Das, was du sicher weisst, hält dich vom Lernen ab.


    Hier gibts was Gutes zu lesen

    http://www.pedigreeapis.org

    Eure Pedigrees, könnt ihr ab sofort hier problemlos u. fachlich geprüft im Original eintragen

  • Irgendwie wollte der Anhang nicht mit?

    Dateien

    HG

    Monika


    Wir sollten immer daran denken: Im wesentlichen sind unsere Bemühungen auf eine vernünftige, fürsorgliche Pflege beschränkt. (Bruder Adam)

  • Ein Kompliment für die perfekte Darstellung. Als Ergänzung würde ich hinzufügen, dass der Brutableger natürlich auch mit mehr Waben gebildet werden und die Nachschaffungskönigin im Brutableger nach Möglichkeit durch eine Zuchtkönigin ersetzt werden kann.

    Dunkle Biene Mellifera Schutzgebiet Glarnerland (CH)

    CH Hinterbehandler im Bienenhaus

  • Für mich ja. FranzXR , ribes und Master Tom haben schon erklärt, warum.

    Hallo moniaqua ,


    da hast Du mich leider missverstanden, ich akzeptiere das es zwei Lager gibt. Ich benutze für die Varroabefallskontrolle keine Windel. Für mich ist das was ich dort sehe, bei meinen Bienen, nicht aussagekräftig...


    Gruß

    Franz

  • Grenzwerte in Lebensmitteln sind usus und es gibt die weil etwas was sehr geringfügig vorhanden ist, eben vorhanden ist. Lasst Euren Rapshonig untersuchen (ich weiss es wird vermieden das zu tun;)) so manch einer würde wechschütten oder verdünnen müßen, zu mindest staunen:saint:

    Ich find das scheinheilig, nicht untersuchten Rapshonig unter die Leute zu bringen, aber auf funktionierende und wichtige Tierarznei besonders im Anfängerfall zu verzichten.

    Bzgl. Rapshonig hast Du leider recht. Ich habe nie Raps gezielt angewandert; aber auch von einer Streuobstwiese am Biobauernhof mit viel Löwenzahn drumherum fliegen Bienen zum Raps. Gemäß Pollenanalyse eines Bieneninstituts finden sich dann keine bis wenige Löwenzahn- und u.U. über 80% Rapspollen. Wenn einem sein Hobby wie mir noch einige hundert € mehr wert ist, zeigen Schadstoffanalysen z.B. von Hohenheim (siehe https://bienenkunde.uni-hohenheim.de/jahresbericht ), dass Fungizide in wechselnden Konzentrationen in solchen Frühtrachthonigen häufig sind und auch Insektizide vorkommen können. Ich habe in einem Jahr mit einigem Aufwand zur Rapsblütezeit Völker vom Raps weg an einen urbanen Standort mit Allee und Parkbäumen gebracht. Dort war der Rapspollenanteil deutlich geringer, aber trotz >3km zum nächsten Rapsfeld immer noch nicht 0. Ob mein Rücken und mein Zeitbudget das nächstes Jahr wieder zulassen, weiß ich noch nicht.
    Karl

    Etwa 12 Völker auf Dadant an etwa 4 Standorten. "Bienenrasse":roll:: Bunte Mischung aus Carnica und Buckfast.

  • (Windeldiagnose)...für eine schadschwellenorientierte Behandlung ist es aber zu unscharf.

    Finde ich nicht. Zugegeben, es braucht gewisse Erfahrung, bis man die Windelzählergebnisse richtig ins Verhältnis zu den aktuellen Entwicklungen im Volk setzen kann. Aber über einen längeren Zeitraum beobachtet incl. Gemülldiagnose, kann man durchaus recht präzise den Zeitpunkt bestimmen, zu dem imkerliches Eingreifen das Volk noch retten kann - nicht ohne den Vermerk, solche Genetik an der Weiterverbreitung zu hindern und auszuselektieren mit derselben Konsequenz, wie das die Alten dereinst bei den Stechern gemacht haben.

  • da hast Du mich leider missverstanden,

    I moan ned. Ich hab mich bloß blöd ausgedrückt.


    Windeldiagnose ist nicht nur für Varroa, und da scheinen wir doch einer Meinung zu sein :) :

    Windeldiagnose kann auch andere Dinge aussagen, die nichts mit Varroa zu tun haben. Zum Beispiel kann man daraus lesen wo das Volk sitzt, ob Räuberei im Gange ist, ob Brut gepflegt wird - alles ohne das Volk öffnen zu müssen, das ist vor allem im späteren Herbst oder im Frühjahr interessant...

    HG

    Monika


    Wir sollten immer daran denken: Im wesentlichen sind unsere Bemühungen auf eine vernünftige, fürsorgliche Pflege beschränkt. (Bruder Adam)

  • I moan ned. Ich hab mich bloß blöd ausgedrückt.

    Bassd scho....


    Das Thema ist hier ist ja "Varroa 2020" - ich hatte zwar erwähnt das man die Windeldiagnose für andere Dinge verwenden kann, aber die eigentlihe Frage war ja "Verwendung zur Varroadiagnose" - und da wollte ich sicher stellen das ich nicht falsch verstanden wurde...


    Gruß

    Franz

  • Nö. Aber alle die einen frühen Start hatten, wenig bis keine Schwärme & viel Tracht, die sollten jetzt nicht gierig auf den letzten Tropfen Spättracht schielen. Sonst knallt's irgendwann.

    In wie fern ? Da ich Jungimker bin und die ersten zwei Punkte bei mir zutreffen und bei mir bereits ein drittel wieder verdeckelt ist , würde ich gern mehr erfahren um Fehler evtl. zu vermeiden.Lg. Rene'

  • In wie fern ? Da ich Jungimker bin und die ersten zwei Punkte bei mir zutreffen und bei mir bereits ein drittel wieder verdeckelt ist , würde ich gern mehr erfahren um Fehler evtl. zu vermeiden.

    Jetzt wird es Zeit, Varroen so weit zu mindern, dass die Bienen gesund einwintern können. Die Varroen gehen auf den Fettkörper der Larven, Bienen brauchen aber einen gesunden Fettkörper, um den Winter zu überstehen.


    Die Vermehrung von Varroa ist eine exponentielle Funkion (so, wie das Corona-Dingens). Hastenichtgesehen sind so viel im Volk, dass es richtig übel werden kann. Wenn Bienen schwärmen, bleiben die Varroen zum Größten Teil im Muttervolk, sie sind ja in der Brut. Sowohl Schwarm als auch Muttervolk kann man in der brutfreien Zeit behandeln.


    Bei viel Tracht hänge ich gerade; ich erkläre es mir durch abgearbeitete und damit geschwächte Bienen und viele, viele Varroen, weil entsprechend viel gebrütet wurde.

    HG

    Monika


    Wir sollten immer daran denken: Im wesentlichen sind unsere Bemühungen auf eine vernünftige, fürsorgliche Pflege beschränkt. (Bruder Adam)

  • In wie fern ? Da ich Jungimker bin und die ersten zwei Punkte bei mir zutreffen und bei mir bereits ein drittel wieder verdeckelt ist , würde ich gern mehr erfahren um Fehler evtl. zu vermeiden.


    Bei viel Tracht hänge ich gerade; ich erkläre es mir durch abgearbeitete und damit geschwächte Bienen und viele, viele Varroen, weil entsprechend viel gebrütet wurde.

    Viel Tracht ist nur ein Indiz. Durchgehende Tracht wäre der bessere Ausdruck. Durchgehende Tracht bedeutet auch - wenig Brutlücken bei den Bienen. Wenn die Bienen aber durchgehend brüten konnten, konnten sich auch die Milben durchgehend vermehren.

    Letztlich bedeutet ein früher Trachtbeginn, einen frühen starken Bruteinschlag, ein durchgehendes Trachtband (viel Tracht) bedeutet wenige Aussetzer in der Brut. Je mehr Tage mit Brutgeschäft, umso bessere Voraussetzungen für die Vermehrung der Milben. Umso höheren Befall - jetzt.

    Viel Tracht bedeutet auch - höherer Flugbienenverlust - das Bienenvolk kompensiert und brütet noch mehr ...


    Gruß
    Ludger

  • Windeldiagnose ist nach meinen Erfahrungen aussagekräftig und zuverlässig - wenn sie nicht nur für 3 Tage oder eine Woche lang erfolgt.

    Im Sommer mache ich 2 OS-Behandlungen in brutfreiem Zustand, kümmere mich aber nicht um die gefallenen Milben.

    Ab Oktober verwende ich die Windeldiagnose, um eine Reinvasion erkennen zu können. Völker mit Reinvasion fallen durch sehr starken Milbentotenfall auf, während die meisten anderen Völker des gleichen Standes nur geringen Milbentotenfall haben. Auch achte ich in dieser Zeit verstärkt auf DWV-Bienen.

    Im Spätherbst zähle ich alle nach OS-Behandlungen gefallenen Milben und leite daraus ab, ob weitere OS-Behandlungen erforderlich sind.

    Von Frühjahr bis Sommer kümmere ich mich nicht um gefallene Milben, da die Winterbehandlung mit Varroatotenfall-Auswertung absichert, dass ungefähr weniger als 50 Milben im Volk verbleiben und die Völker daher bis zum Sommer gesund bleiben.

    Gruß Ralph

  • Viel Tracht bedeutet auch - höherer Flugbienenverlust - das Bienenvolk kompensiert und brütet noch mehr ...

    Viel Tracht bedeutet aber auch hohe Austragungsverluste der Varroa, da die Bienen dann nicht lange leben. Deshalb kann die Varroa sich in dieser Zeit nicht so stark vermehren. Die eigentliche Varroaexplosion mit ca. Verdopplung innerhalb von 3 Wochen erfolgt in Trachtlücken und nach Trachtende.

    Gruß Ralph