Wesensgemäß

  • all' die Zuchtergebnisse des vergangenen Jahrhunderts gehen mit den versterbenden Völkern dahin

    Nein. Die Chance, dass die überlebenden Völker die Eigenschaften haben, ist genauso groß, wie die, dass sie sie nicht haben. Nein die Chance, dass sie sie haben, ist sogar noch erheblich größer.

    Wohin, frage ich ?

    Eventuell nur bis zur letzten Abbiegung. Nicht zwangsläufig zurück auf Null, zum Start.

    Ganz sicher ist es aber auch nicht verkehrt, wenn einige den eingeschlagenen Weg weitergehen.

  • .Hallo Berggeist,

    Du schreibst:

    „Ganz sicher ist es aber auch nicht verkehrt, wenn einige den eingeschlagenen Weg weitergehen.“

    Mir ist nicht ganz klar, welchen. Den „zurück zur Natur“ oder den eben eingeschlagenen ?

    Ist eigentlich egal, solange nicht alle nur DIE eine Richtung kennen und jeder früh genug erkennt wann er die Richtung ändern MUSS.

    Sonntägliche Grüße

    Harald

    Bienenhaltung in modifizierten Warre-Beuten, BR und HR unterschiedliches Wabenmaß, Naturbau im BR und in einzelnen Völkern auch Stabilbau, Einzelaufstellung mit mehreren hundert Meter Abstand an zwei Aufstellungsorten.

  • Die Varroaunempfindlichkeit wurde ihr nich angezüchtet, also nichts mit zurück zur letzten Abbiegung. Die Varroa und die konventionelle Landwirtschaft sind für die Biene absolut neu. Bedeutet, sich an beides anzupassen und Gegenstrategien auf natürliche Art zu entwickeln dauert einige hundert Jahre oder klappt garnicht. Der Natur ist das sowas von egal. Wenn’s nicht klappt, stirbt die Art eben aus, wäre nicht die Erste.

    Viele liebe Grüße

    Wolfgang, über 40, mir bleibt nicht mehr so viel Zeit zum Warten

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.

  • Aber aber, wer wird denn?

    Da sind noch ein paar Jahrzehnte, die Du nutzen kannst. Warten? Auf wen / was?

    Selber machen, wir sind doch arme Leute 😆

    Aber mal Spaß beiseite! Woran arbeitest Du? Welche Richtung gehst Du? Welches Ziel verfolgst Du?

    Bienenhaltung in modifizierten Warre-Beuten, BR und HR unterschiedliches Wabenmaß, Naturbau im BR und in einzelnen Völkern auch Stabilbau, Einzelaufstellung mit mehreren hundert Meter Abstand an zwei Aufstellungsorten.

  • Oh,

    ich arbeite als Reiseleiter für deutsche Touristen in Frankreich, außer dieses Jahr. Also habe ich dieses Jahr wieder mit der Imkerei angefangen. Ich bin der Überzeugung, daß für eine selbstständige Tätigkeit, alle Bedingungen passen müssen, sonst wird das nichts, außer vielleicht Selbstausbeutung oder unentgeltliche Befriedigung des unkurierten Zappelphilippsyndrom. Ich neige dazu, zu zweifeln, ob das hier in der Gegend zur heutigen Zeit anders ist. In einer Zeit, die von Geiz bestimmt ist, in einer Gegend, wo die konventionelle Landwirtschaft dominiert und mit einem Körper, der nicht mehr alles mitmacht, wird es schwer über ein reines, kleines Hobby hinaus, eine Imkerei zu betreiben. Dieses Jahr habe ich Zeit aber ich hoffe im nächsten Jahr nicht mehr so viel Zeit zu haben.

    Also, ich ändere die Welt nicht mehr, falls Dir das als Antwort reicht.

    Viele liebe Grüße

    Wolfgang

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.

  • Der Weg, durch gekonnte Auslese und Zucht die Genetik zu fördern, die mit dem Milb zurechtkommt, wird gar nicht erwähnt. Hier erfolgt mit sehr viel Wissen und Einsatz eine vielversprechende Unterstützung unserer Honigbienen, die ein Weg aus dem o.g. Dilemma aufzeigt.

    Dieser Weg ist, fernab jeglicher Ideologie, aus der Praxis entstanden. Dazu braucht man weder die Zuchtbemühungen der vergangenen Jahre, noch die Betriebsweisen oder Beuten,etc. über den Haufen zu werfen......Dies zu erwähnen, ist halt nicht Interessant, da es nichts spektakuläres beinhaltet was die Welt verändern würde.....Wobei eine Veränderung, nicht zwingend eine Verbesserung ist.


    Lg Sulz.

  • Hallo Sulz,

    Du schreibst:


    „.....Wobei eine Veränderung, nicht zwingend eine Verbesserung ist.“


    Allgemein ist das so.

    Wir müssen als Bienenhalter immer an Veränderungen arbeiten.

    Ich nehme an, das Ziel ist klar. Der Weg muss erst gefunden und gegangen werden.

    Suchen wir ohne jegliche Vorbehalte!

    Bienenhaltung in modifizierten Warre-Beuten, BR und HR unterschiedliches Wabenmaß, Naturbau im BR und in einzelnen Völkern auch Stabilbau, Einzelaufstellung mit mehreren hundert Meter Abstand an zwei Aufstellungsorten.

  • ...................... Der Weg muss erst gefunden und gegangen werden.

    Suchen wir ohne jegliche Vorbehalte!

    Ich kenne nun auch schon einige, welche ihren Weg gefunden haben. Auch mein Weg, ist dank den Infos aus diesem Forum für die nächsten paar Jahre schon mal klar.

    Ich kenne auch recht viele, welche mit der heutigen Sytuation recht zufrieden sind, und keinen Bedarf für die Suche nach einer Veränderung haben.


    Und ja: Wer auf der Suche ist, und nicht genau weiss was er sucht, dem kann ich eine vorbehaltlose Suche auch empfehlen......Da empfehle ich; sich darüber im klaren zu sein, dass es sich um eine "Ich suche...." handelt, und nicht um ein "wir suchen...."


    Die Bedürfnisse, und Interessen, sind diesbezüglich verschieden.


    Und alles was nicht gemäss dem Wesen Biene ist, wird nicht funktionieren...


    Lg Sulz.

  • Ich find das schon ganz schön spektakulär :)

    Guten Abend rase .


    Wenn ich bedenke, was alles schon in der Tier- und Pflanzenzucht hinsichtlich der Krankheits- und Parasitenresistenz/Tolleranz schon in der Vergangenheit/Heute gezüchtet/selektiert wurde/wird, so betrachte ich die Zucht auf Varroaresistenz/tolleranz, als erste Wahl.........Ganz Normal. (dem Standart entsprechend)


    Die Selektionskriterien, waren anfänglich zwar noch ein wenig "schwammig", werden aber nun auch immer besser.


    Als "spektakulär" kann ich dies nicht bezeichnen......Eher als eine logische Konsequenz.


    Lg Sulz.

  • Ludger Merkens :

    Vielen Dank für die sachliche Auskunft!


    moniaqua :

    I do believe there is merit in this logic.

    They say if all insects die, we would shortly thereafter follow (about 4 years)

    They say if all life in the soil would die (like worms e.a.) we would follow even faster (about 18 months)

    They say if all bacterial life would now cease to exist we would also cease to exist (about right the same moment)

    So what we are doing with treatments is to kill insects, bacteria and as a side effect life in the soil... Sounds to me will will shortly follow the destruction we serve upon other species...


    Allen anderen recht herzlichen Dank für die recht breit gefächerten Inhalte ...


    Rolf

    Konfuzianer:

    "Man soll ein anständiges Menschenleben führen, aus dem einfachen Grund, weil man ein anständiges Menschenwesen ist."

  • Hole das „naturnah“ Thema mal hier rüber.


    Zitat von Toddybaer aus einem anderen Faden.

    „Zumindest ähnliche Gedankengänge.

    Ich denke auch, daß es für Leute die nur Bienen haben wollen und keinen Honig ernten wollen entsprechende Lehrgänge geben sollte.

    Damit die Leute lernen den Gesundheitszustand ihrer Bienen einzuschätzen. Und dann auch entsprechend handeln können“


    Solche Lehrgänge sind erfreulicherweise schon am entstehen. Die Imkerschule Bad Segeberg bietet z.B. in diesem Jahr diesen an:


    Schulungen LV - Infotag wesensgemäße Imkerei

    Anfängerin 2019, Warré-Beuten, „klassische Magazinbetriebsweise“ mit Absperrgitter im Naturbau, aktuell 5 Völker