Was tun bei Wildbau?

  • Die Freude, die so ein Einwabenableger am Anfang macht, kann den möglichen Ärger der nachher kommt nicht aufwiegen.

    Ich habe mich nicht deutlich genug ausgedrückt. Der Einwabenableger ist nicht empfehlenswert, da stimme ich dir voll zu. Das "bashing" bezog sich auf das Nachtreten mit dem Tetrapack. Sowas ist hierbei unnötig und verwirrend.

    Einfach gesagt: Das ist zum Abk...!

    Mancher muss eben so, anders kann er nicht!

    Es wird in jedem Jahr Frühling, nur wann?

  • Na, das ist ja mal ein sehr lehr- und hilfreicher Beitrag, Knecht.

    Wasser auf die Mühlen der unverständigen Anfänger.

    Da muss man sich wieder die Finger wund schreiben, um sowas auszubügeln.

  • Einfach gesagt: Das ist zum Abk...!

    Könntest du bitte mal genau erklären, was du damit meinst ?

    Nachdenkliche Grüße

    Marcus

    Hallo Markus,

    das ist ganz einfach die Art der Äußerung zu dem Sachverhalt „Ableger aus einer Brutwabe“. Die Bemerkung, dass da keine Futtertasche sondern ein Tetrapack reingehört.
    Wozu trägt da jemand bei?

    Es wird in jedem Jahr Frühling, nur wann?

  • Hallo,


    in der ursprünglichen Frage ging es ja auch darum, wie man mit dem Wildbau umgeht und nicht ob diese Art der Ablegerbildung sinnvoll ist oder nicht. Ich hoffe aber, dass auch in den Büchern, die diese Ablegerbildung erklären, der Beespace mal erklärt wird. Wenn zwischen den Waben, die zusammengeschoben sind, solcher Wildbau entsteht, dann stimmt der Abstand nicht. Wenn an der Letzten Wabe dieser Wildbau entsteht, dann hilft ein Schied, Futtertasche, etc. Das gilt auch unabhängig davon, wie der Ableger gebildet wurde. Alles oben schon geschrieben.


    Zur konkreten Frage:

    Ich schwanke jetzt zwischen dem Vorschlag den Wildbau vorsichtig rauszuschneiden und mit Gummis in ein ungedrahtetes Rähmchen zu hängen und dem Vorschlag es einfach weiterlaufen zu lassen und nächstes Jahr die beiden Rähmchen einzuschmelzen. Bin aber noch für weitere Tipps offen.


    Ich habe keinen neuen Tipp, aber möchte diesen hier nochmal unterstreichen:


    Naja, das einzie was man raten kann ist "Wildbau raus, vernünftige Rähmchen/Waben rein und hoffen das bei der ganzen Sauerei die Königin nicht Schaden nimmt" - und aus der Geschichte das richtige lernen... ;-) - Auch dürfte der Sinn eines Schiedes klar geworden sein! :-)

    Meine Erfahrung mit Bienen und Imkern ist: jedes "ich mach mal kurz", "ich versuche mal", "das ist nicht optimal, aber" ist meist schief gegangen und führt zu mehr Arbeit hinten raus. Daher ist meine klare Empfehlung, schafft jetzt eine saubere Basis!


    Grüße

    Mike

  • Hallo Keinimker, weiter oben habe ich schon geschrieben, dass wenn so etwas gemacht wird, dann zu 100%. Ja der Tetrapack war ironisch, und hat am Gelingen 0 Einfluss. Sobald du aber eine andere Kleinigkeit veränderst, schlägt das ganze System um.

    Bis bald Marcus

    40 Wirtschaftsvölker auf DN 1,5, 8 Miniplus, 20 Ableger Dadant, Zander und DN, Waage 401

  • Was tun bei Wildbau?

    Nichts, außer allmählich auffüttern und erst im nächsten Frühjahr (wenn überhaupt) mit dem langen Küchenmesser auseinandersäbeln, oder besser noch: Ohne Absperrgitter nach oben erweitern, bis die verbaute Zarge unten brutfrei geworden ist, was wahrscheinlich erst im Laufe des nächsten Jahres passiert - oder nach und nach vom Rand eine Wabe wegoperieren.

    Meine Völker bauen auch oft so (da ch höchstens Anfangsstreifen verwende), manche quer oder im Zickzack. Das wird erst lästig, wenn ich sie u. a. zur Schwarmvorbeuge und Varroareduzierung teilen will. Bis dahin lasse ich das Brutnest so zusammen, wie sie es selber haben wollten. Aber warum will die Sprecherin im Video unbedingt die Königin finden? Wenn Brut und sogar Stifte da sind, nichts mehr machen als die Kiste schnell wieder zu schließen.

    Aus meiner Sicht rechtfertigt sich ein Eingriff erst im nächsten Mai, wenn Schwarmstimmung aufkommt, d. h. bei Flugwetter im Februar/März noch schnell das Schied setzen, ohne das Brutnest anzutasten. Bis dahin alles so lassen, Flugloch klein und Boden unten dicht, und nur Auffüttern. Das Volk, das ihr da habt, kann sich noch bombig entwickeln, muss aber nicht erstrebenswert sein, da sich proportional die Milben auch bombig entwickeln. Junges Volk, junge Königin, alles gut.

  • Im nächsten Mai sitzen sie wieder auf diesen Waben und wahrscheinlich auf ein paar weiteren wild gebauten. Der Schaden, das dann erst zu richten, ist sowohl vom Zeitpunkt, als auch vom Umfang her wesentlich größer.

    Abwarten macht die Sache nicht besser.

  • Ach... Ist der Geschädigte denn ein Großimker, der alles gerade und glatt haben muss, damit er wirtschaftlich arbeiten kann! oder ist er ein Kleinstimker, der alle Zeit der Welt hat. Man tut ja so als wäre Wildbau eine schlimme Krankheit.

  • Hallo SeBRa ,


    jetzt ist es fast eine Woche, kannst Du uns bitte einmal einen update geben?


    Ich habe mir den Film noch einmal angesehen, es scheint als wäre der Wildbau nur auf 2 Rähmchen. Da kann man ja eine MW an die richtige Stelle setzen, jeder Woche eine und so den Wildbau am Rand halten. Auch kann man beim Wildbau eine doppelte Schicht Wabe pro Rähmchen beseitigen.


    Wie bist Du denn jetzt verfahren? Schönes Wetter dazu hatten wir in dieser Woche ja ;-) ...


    Gruß

    Franz