drohnenbrütiges Volk noch zu retten?

  • Auch wenn man 10 mal durchschaut

    und dabei keine Königin findet
    ist man trotzdem nicht sicher

    Da hast du mal ein sehr wahres Wort gesprochen. Ich hatte heute das große Glück dass ein Imker aus dem Verein mit 40 Jahren Erfahrung mit in meine beiden Sorgen-Völker geschaut hat. Schon am Flugloch meinte er die seien nicht weisellos und sehen top aus. Reingeschaut, das Volk das ich für buckelbrütig hielt hatte jetzt flächig schöne Arbeiterinnenbrut in allen Stadien und zwar reichlich Drohnenbrut aber für ihn alles ok. Bei dem Volk mit den mehreren Stiften pro Zelle und der für mich negativen Weiselprobe hat er auf der zweiten Wabe die er in die Hand nahm mittig eine wunderschöne Weiselzelle kurz vor Verdeckelung gefunden und auf meiner Weiselzellprobenwabe noch ne zweite. Er meinte beide Völker sehen richtig gut aus. Von dem einen mit den zwei Weiselzellen haben wir dann auf seinen Rat sogar noch spontan nen Ableger mit der Zelle gemacht und lassen es mit der anderen in Ruhe still umweiseln. Soviel zum Auge des Anfängers! Entschuldigung für die Welle die ich hier geschlagen habe mit meiner Fehleinschätzung.

    Freut mich, dass es deinen Völkern gut geht

  • Wie unterscheidet man dann ein Volk mit einer nicht auffindbaren, fehlbrütigen Königinnen von einem mit Drohnenmütterchen?

    Moin Jaki,


    am Brutnest...


    Eine drohnenbrütige Königin zieht weiter geordnet ihre Kreise. Drohnenmütterchen stiften dagegen wild durcheinander. Teilweise mit vielen Stiften unterschiedlichen Alters in den Zellen. Wenn man den Vergleich hat, dann erkennt man das relativ gut.


    Viele Grüße

    Ron

  • Danke

  • Bin jetzt nochmal mein drohnenbrütiges Volk angegangen, sozusagen der letzte Versuch.

    Da ich gelesen habe das man die Beute eines drohnenbrütigen Volk nicht wieder verwenden soll, wegen dem „Beutenduft“, habe ich jetzt eine Königin im Ausfresskäfig in eine neue Beute eingehängt, diesen quasi als Flugling an den alten Platz gestellt und das Problemvolk so ca. 100 m weiter abgefegt. Ich hoffe das diese Variante jetzt funktioniert und ich das Volk noch retten kann. Habe Flüssigfutter und eine volle Futterwaben als Unterstützung eingehängt. Sonst Leerwaben und Mittelwände.

    Bin mal gespannt ob es gut geht, die Kö sollte ja in 2-3 Tagen ausgefressen sein.

    Da jetzt super Flugwetter ist sollten die sich ja alle zusammen finden, ohne Drohnenmütterchen. :saint:

  • Bin jetzt nochmal mein drohnenbrütiges Volk angegangen, sozusagen der letzte Versuch.

    Wie jetzt, das Volk vom April?

    Die Bevorzugung lokaler Produkte ist weder Nationalismus, noch Faschismus, noch Protektionismus, sondern ist nur ein Symptom von Intelligenz und Umweltverträglichkeit.

  • Ich hab die Tage eine frisch geschlüpfte Prinzessin auf einer Wabe im Dronenbrütigen Volk ausgesetzt. Die ich übrig hatte. Die hat erstmal getutet und ist dann freudig gefüttert worden. Bin mal gespannt ob es klappt. Ich schau in 3 Wochen nochmal rein. Wenn’s nicht geklappt hat wird aufgelöst.

  • Bin jetzt nochmal mein drohnenbrütiges Volk angegangen, sozusagen der letzte Versuch.

    Wie jetzt, das Volk vom April?

    Ja tatsächlich, es ist das besagte Volk. Hatte es zwischenzeitlich auch mal mit abfegen und alte Beute am alten Platz wieder aufstellen versucht, da ich meinte eine Weiselzelle gefunden zu haben. War aber wohl nichts.

    Durch die Wartezeit ob es doch eine Kö ist und Begattungsflug etc. dauerte es etwas bis ich jetzt den in #118 beschriebenen Weg gegangen bin.

    Denke das wird jetzt eher was werden, aber dazu muss ich ja wieder erst 1-2 Wochen warten bis ich nach Brutbrettern schauen kann, oder?

    Werde morgen mal schauen ob die Kö ausgefressen wurde.

  • Entschuldigung, aber das grenzt an (immerhin nicht vorsätzliche) Tierquälerei. Bienen lässt man maximal zwei Stunden hoffnungslos weisellos, wenn es immer irgendwie möglich ist, weil das ist der erbärmlichste Zustand, in dem sich Bienen befinden können. Bei Dir sind es fast schon zwei Monate! Zudem ist da irgendwann ein Schalter umgelegt, der die Bienen dazu bringt, auch eine neue, noch so vielversprechende Königin einfach kurzerhand abzumurksen. Du hättest das «Volk» schon längst auflösen sollen, finde ich. Die neue Königin wäre besser untergebracht in einem kleinen Ableger mit auslaufender Brut und gut gelaunten Bienen.

  • swissmix

    es liegt mir fern irgend eine art von Tierquälerei zu machen, welche du mir quasi unterstellst. Ich hatte nur versucht das Volk zu retten, was das erste mal nicht funktioniert hat obwohl sie eine schlupfreife Weiselzelle hatten.

    Jetzt nur noch die Möglichkeit mit einer begatteten neuen Königin in neuer Beute ohne den Duft der alten Drohnenmutter.

  • Ich schrieb ja: «immerhin nicht vorsätzlich». Meine Antwort sollte nur ein Aufrütteln sein, um zu zeigen, dass Du Dich mit Deinem Vorgehen weit jenseits der guten imkerlichen Praxis bewegst. Ist nicht böse gemeint, sondern im Gegenteil wohlwollend.


    Den Versuch mit der neuen Königin hätte ich nicht gewagt. Merksatz bzw. grobe Faustregel: Wenn mal was nicht geklappt hat, Schlussstrich ziehen, alles auflösen bzw. zurückbauen und ganz von vorne beginnen. Ist für alle Beteiligten, für Dich und die Bienen, am einfachsten und angenehmsten.

  • swissmix

    es liegt mir fern irgend eine art von Tierquälerei zu machen, welche du mir quasi unterstellst. Ich hatte nur versucht das Volk zu retten, was das erste mal nicht funktioniert hat obwohl sie eine schlupfreife Weiselzelle hatten.

    Jetzt nur noch die Möglichkeit mit einer begatteten neuen Königin in neuer Beute ohne den Duft der alten Drohnenmutter.

    Wie sollte denn in einem drohnenbrütigen Volk eine Weiselzelle sein die eine überlebensfähige Königin in sich trägt? Woher sollte das dazu notwendige befruchtete Ei kommen?

    Die Bevorzugung lokaler Produkte ist weder Nationalismus, noch Faschismus, noch Protektionismus, sondern ist nur ein Symptom von Intelligenz und Umweltverträglichkeit.