Anzahl Bruträume

  • Hallo
    habe von einem Imker gehört, der seine Carnica Völker
    in der Frühtracht von 2 auf einen Brutraum DN runterdrückt.


    Schafft die Carnica es in der Sommertrachtzeit nicht beide Räume zu füllen?
    Oder was kann das für Gründe haben?


    mit Gruß

  • zwei Bruträume DNM ist ein unbedingtes Muß in der Magazinimkerei, außer der Imker, den du geschildert hast, hat Trog - oder Hinterbehandlungsbeuten, die können dann in einem Raum bis zu 20 DNM Rähmchen beinhalten.

  • Hallo Zusammen,


    das ist eine Frage, die mich schon lange interessiert. Ich habe mit vier Imkern in meiner Gegend (Mittelfranken - Ansbach) gesprochen und die haben alle nur einen Brutraum (Zander Waben) und einen Honigraum.


    Im Wochenendimker und sonst wo wird emfpohlen mit zwei Bruträumen zu arbeiten. Als Anfänger hab ich jetzt erst mal so gearbeitet wie meine Imkerpaten - bin aber auch am Zweifeln, sonst würde ich hier nicht nachfragen. Wie haltet Ihr das so? Was ist Eure Empfehlung?
    Momentan arbeite ich nur mit einem Brutraum (Erlanger Magazin) und komm damit (meiner Meinung nach) ganz gut klar.


    Danke für die Info.


    Gruesse Janker

  • Hallo Janker,
    einfach testen und vergleichen!
    Zwei Bruträume sind bei Breitwaben (Höhe : Länge etwa eins : zwei) mittlerweile gängige Praxis.
    Einige sind mittlerweile bei drei Bruträumen angelangt.
    Was für (mindestens) zwei Bruträume spricht:
    Genug Platz für Brut, Pollen, Vorräte.
    Längere Zehrwege beim Futter im Winter, damit bessere Überwinterungsmöglichkeit.
    Mehr Platz zum Legen, stärkere Völker.
    (Mittlerweile sind die Bienenvölker daraufhin ausgelesen, mehr Brut zu haben und stärkere Völker aufzubauen).
    Weniger Eingriffe zum Ausgleichen nötig.
    Wie oft muss man bei einräumigen Bruträumen Brutwaben umhängen?
    Wie schnell kommen diese in Schwarmstimmung wegen Übervölkerung?
    Das auf die Schnelle an Argumenten für im Brutraum mehrräumige Völkerführung.
    Der Schritt zur mehrräumig zu Imkern ist doch mindestens vor vierzig Jahren eingeleitet worden,
    wenn nicht schon seit Bruder Adams ersten Vortrag in Deutschland Anfang der Fünfziger Jahre des letzten Jahrhunderts über den "unbegrenzten Brutraum".
    Warum ist der in Deiner Gegend noch nicht angekommen?
    Was Du beschreibst, ist Einheitsblätterstockimkerei übertragen auf Magazine.
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Yepp, die Völker von heute sind nicht mit denen von vor zig Jahren vergleichbar - und die Massentrachten heute auch nicht mehr.
    Für die Bienen wären kleinere Trachten, aber dafür gut übers Jahr verteilt, besser.
    Die Völker sind fast alle auf hohe Kopfzahlen zu einem frühen Zeitpunkt ausgelesen, aber nicht mehr besonders langlebig als Einzelbiene.
    Deshalb sind die Hünglertypen grad bei schlechtem Wetter durchaus in der Lage, im Gesamtertrag mitzuhalten, auch ohne riesige Brutnester (die dann auch mächtig geheizt/ernährt werden müssen).

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Hallo Lothar,


    danke für die Antwort. Ich musste dieses Jahr eingentlich nur einmal Brutwaben umhängen. Zudem habe ich einen Sammelbrutableger gemacht um dem Schwärmen vorzubeugen. Kann man jetzt noch auf zwei Bruträume erweitern um das zu Testen/Vergleichen und dannn auch auf zwei Zargen zu überwintern? Oder sollte man lieber bis zum nächsten Frühjahr warten?
    Ob das in meiner Gegend nicht doch praktiziert wird, kann ich nicht sagen. Ich kann nur aus den Erfahrungen/Betriebsweisen meiner Bekannten bericht. Das kann aber nicht für einen Landkreis gelten...
    Ich selbst bin halt noch am Lernen.


    Gruesse Janker

  • Hallo Janker,
    ich würde da so vorgehen:
    Nach der Haupternte das Absperrgitter weglassen und den Honigraum wieder draufsetzen.
    Dann die Bienen so brütenlassen wie sie wollen und/oder können.
    Beim Einfüttern beide Räume lassen und für reichlich Futter sorgen.
    Faustformel: pro Wabe ein Kilo Zucker.
    Im Frühjahr einfach brüten lassen und den ersten Honigraum frühzeitig aufsetzen, schon vor dem allgemeinen Termin "Beginn der Kirschblüte".
    Lass beim Erweitern das Brutnest zusammen und erweiter nur mit Leerwaben oder Mittelwänden.
    Bei der Varroabehandlung daran denken, das man größere Mengen braucht.
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Hallo Sabi(e)ne,


    heisst das im Klartext, dass es unter Umständen gar nicht so schlecht sein kann nur mit einem Brutraum zu arbeiten?
    So richtige Massentrachten (z. B. Raps gibts bei mir im Umkreis (fast) nicht).


    -- Janker73

  • Moin Janker 73,


    Und wo willst Du das Winterfutter unterbringen?
    Denk an den letzten langen Winter!

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • Hallo !


    Moin Janker 73,


    Und wo willst Du das Winterfutter unterbringen?
    Denk an den letzten langen Winter!


     
    Wir überwintern die Jungvölker (Ableger, Schwärme, Kunstschwärme) aus dem laufenden Jahr in Trogbeuten mit Schied, da sind dann 11...12 Rähmchen DNM drin (also auch nicht mehr als 10 Rähmchen Zander) ... damit kommen die Bienen gut durch den Winter, auch wenn dieser ist wie in 2009/10.


    Ertragsvölker aus dem laufenden Jahr überwintern auf 19 DNM - wintern aber nicht wirlich viel stärker aus als die Ableger und werden dann meist eingeengt !


    Gruß
    B.K.

    Aus der Übertreibung der Warnungen,
    ist die Unterschätzung der Realität geworden.

  • Hallo Radix,


    ich hatte diesen Winter nur zwei Völker. Mein Schwiegervater 11 und ein Nachbarimker ca. 20. Alle haben nur einen Brutraum - ohne Verluste diesen Winter.
    Zugefüttert wurde im Frühjahr auch nicht. Scheinbar gehts.


    Ich will ja nicht behaupten, dass es optimal ist. Ich möchte nur verschiedene Meinungen dazu wissen.


    Danke.

  • Hallo Janker 73,


    danke für die Auskunft.
    Ich habe es aber auch schon bei Kollegen erlebt, das Einzarger verhungert sind.
    Ich weiß natürlich nicht, ob sie proppevoll gefüttert waren.
    Ich habe kleinere Zargen für DN (wie Sabine 8 Waben).
    Da ist 2-zargig notwendig, besser 3.
    Dann kann ich auch ruhig schlafen...:wink:


    Überzähliges Futter bekommen dann die Ableger im nächsten Jahr.
    So geht nix verloren.

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.