Bernhard Heuvel, Bienen im Kopf

  • Aber Erfahrung zählt ja heute nicht mehr, meinen vor allem die Neulinge.

    Ich als Neuling darf das ja sagen :D: Erfahrung ist schon fein. Aber es gibt Imker, die verwechseln das mit Sturheit, konservativ sein an unangebrachter Stelle, unflexibel sein ("Du musst das so machen weil das bei mir schon immer so geklappt hat.", oder auch Rassenwahn). Und da hört es dann bei mir auf. Auf erfahrene, aufgeschlossene Imker höre ich sehr gerne. Der Göttin sei dank sind bei mir in der Umgebung eher die aufgeschlosseneren zu finden.

    Ja,, daran erkennt man den wirklich erfahrenen Imker: er hört nie auf zu lernen :-).


    Wenn jemand sagt: Das muss so sein, weil das immer so war, dann wechsel ich auch heute noch die Straßenseite. Rassisten mag ich eh nicht. Friedlich und fleißig (in der Reihenfolge) genügt mir.


    Die jungen Wilden haben die Imkerei auch nicht mit Löffeln gefressen.


    Grüße Ralf

  • Zu dem Thema Beestrong kann man verschieden stehen, ich denke schon das es ein gutes Produkt sein kann, halte aber nichts davon. Das Problem bei Bee Strong ist einfach das Preis Leistungs Verhältnis. Man soll pro Volk pro Anwendung etwa 50 ml einbringen, das Entspricht fast 5€ (und das drei mal). Der Proteingehalt liegt bei der 30% also etwa 15 g Protein je Futtergabe, und das soll jetzt den Unterschied machen? Helfen wird es, aber kaum in dem Maße. Was ich aber aus dem Buch mitgenommen habe ist die Idee das Fflüssigfütterung von Pollenersatz interessant sein könnte um eine bessere Verteilung zu erhalten. Also ausprobiert und ich muss sagen das macht einen guten Eindruck, kein Bee Strong aber Flüssigprotein ist jetzt ja kein Hexenwerk, wenn man sich ein wenig mit der Ernährung der Biene beschäftigt hat. Ich werde es mir auf jeden weiter Angucken.



    Ja das mit dem Füttern der Königinnen hab mich auch gefragt, alle 4 Stunden nachfüttern? In jeden Lockenwickler passt genug Futter für 10 Tage. Die Idee Gele Royal statt nur Honig/Futterteig zu verwenden hat auch was, aber chinesisches Gele Royal dazuzukaufen wäre mir dann doch zu wieder.

  • Die Sache ist eher die Abnahme, findet verstärkt statt wenn Brut in der nähe ist, man kann sie aber provozieren indem man den Zuckergehalt anpasst.

    meine nehmen die Reste Eiweißteig die noch in den nicots liegen gerade ab wie blöd

    12er DNM im Warmbau, ab 2021 10er DD

  • Irgendwie hatte ich den Autor als naturnahen Imker abgespeichert, Warre, Bauhöhlen und so. Deshalb hatte ich schon einige Erwartungen an den Inhalt, bin aber nun sehr ernüchtert.


    Im Schweinsgalopp geht es durch verschiedenste Themen. Alles wenig strukturiert oder geordnet. Viel wird behauptet, wenig begründet, oder vertieft. Teilweise widerspricht er sich selbst. Nun gut, wenn man länger imkert, sucht man sich raus was man braucht.


    Was mir richtig gegen den Strich geht, ist die Empfehlung zur Varroabehandlung und die mehrfache unkritische Empfehlung bestimmter Mittel und Hersteller (VarroMed scheint er ja gerade zu "gefressen" zu haben). Immer schön rein mit dem Zeug, am besten bei jeder Durchsicht. Und dann auch noch das hohe Lied auf Amitraz. Ich musste drei mal hinschauen, was er da alles empfiehlt! Dann nochmal das ganze beim Pollenersatzfutter.


    Man kann ja zu jeder Behandlung seine Meinung haben, alles hat Vor- und Nachteile, aber das so ungefiltert und einseitig wiederzugeben ist nicht in Ordnung. Gut, er muss, oder will vom Imkern leben, aber naturnah ist da gar nichts mehr.


    Ich würde das Buch nicht empfehlen.

  • Wann hat er behauptet das er Naturnah (was auch immer das ist?) imkert? Den Wechsel von Warre zu Dadant beschreibt er ja auch sehr ausführlich. ja

    Er ist ganz eindeutig Berufsimler und genau das stellt er auch da und wenn man sich das Buch aus der Sicht anguckt, ist es von der Struktur her sehr gut.


    Gut über die Verwendung des Varomeds kann man jetzt streiten. Aber Amitraz ist definitiv kein Fehler und hat auch einige Vorzüge.