Stärke Brutscheune

  • Werbung

    Hallo Zusammen,


    Könnt ihr mir mal eure Meinung zu folgenden Voraussetzungen schildern.


    Mitte Juli mache ich die TPE und lasse die Brut nicht Einschmelzen sondern als Brutscheune bestehen, da der Milbenbefall relativ niedrig ist. Wie stark müsste das Volk sein, damit ich nach drei Woche mit OS Behandlung und Eilage der Königin das Volk noch mal auf Mittelwände setzen würde?


    Möchte gern aus einem Volk mit F1 Königinnen zwei machen und gleichzeitig von Zander auf Zadant wechseln. Da würde sich die Waben Erneuerung bei Flugling und Brutling ja anbieten. Zur Not müsste ich dann wieder vereinigen, wenn die Volksstärke im Oktober nicht so groß ist, richtig?


    Könnte das grundsätzlich klappen? Habe leider keine ausgebauten Leerwaben, deswegen Mittelwände für den Neustart in Zadant.

  • Ich rechne so: Aus den Brutwaben von zwei Wirtschaftsvölkern wird Mitte/Ende Juli ein überwinterungsfähiges Volk. Ein Volk wird als Brutspender jetzt nicht mehr reichen.

    Wir haben nicht mehr Mai, die Volksentwicklung geht jetzt nicht mehr nach oben.

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • Also ich habe mal in der ADIZ gelesen dass erfolgreich im September Volker auf MW gesetzt wurden und auch ausgewintert wurden. Zeit wäre also um auch große Brutscheunen zu erneuern. Hängt aber stark vom Wetter und Pollenangebot ab.

  • Könntest Du mal sagen, um wieviele Völker es sich vor der TBE handelt ? Wie WFLP schon erwähnt, lassen sich aus einem SBA im Verhältnis 2:1 Neuvölker machen, wenn die Milbenlast nicht zu groß ist. Es kommt auch auf die Qualität der zugesetzten Königinnen an. Sind diese jung und legefreudig, kann man z.B. auch mit 5 - 6 BW noch ein überwinterungsfähiges Volk aufbauen. Ich mache es so, wie oben erwähnt - Brut 2er Völker ergibt ein Volk mit neuer Königin.


    MW-Neubau lasse ich im August/Sept. nicht mehr machen; diese Einheiten überwintern auf den alten Waben. Im FJ unterziehe ich sie einer TBE im Mai - damit kann ich die Vermehrung der Milben drastisch unterbrechen und es wird freudiger gebaut (auch ohne Füttern)...


    Viel Erfolg!

  • bei mir handelt es sich leider nur um ein Volk. Um genau zu sein ist es ein Flugling aus Anfang Mai. Dieser ist aber auch schon wieder so stark wie ein Wirtschaftsvolk. Die Königin legt sehr gut und ich hätte jetzt quasi aus der Brutscheune eine nachgezogene F1 Tochter. Wie es aussieht, ist die Tracht bei uns bald vorbei und ich könnte schon in der zweiten oder dritten Juliwoche die tbe machen. Das zweite Volk ist ein zwei Brutwabenableger. Ich wäre gern mit drei Völkern in den Justin Winter gegangen...

  • Bei 1 Jungvolk würde ich mir das genau überlegen und evtl. auf andere Methoden umschwenken. Meine heuer gebildeten Jungvölker bekommen auch bis auf wenige Ausnahmen keine TBE.

    Zum Thema wieviel Waben in die Scheune kommen. Ich packe 2 DD Bruträume, bzw. 4 HR übereinander. Je nach dem was ich gerade an Material frei habe.

    Die Scheune(n) besteht somit aus 24 bzw. 20 Rähmchen. Schwach bestückte BW werden geschmolzen - rentiert sich nicht in meinen Augen. Brauchen zu viel Platz.

    Auf jede Scheune wird über den kompletten Zeitraum AS im Nasseheider gesetzt. Somit haben die Milben keine grosse Chance die Völker in der Umgebung zu verseuchen. Nach dem Auslaufen der Brut mache ich je eine Stichprobe, welche im Alkohol gewaschen wird. Sind die Bienen sauber, ist gut. Sind sie noch nicht sauber, gibts nochmal OS verdampft - bei und ja erlaubt. Zwar eine recht "scharfe" Kur, aber ich will weder mir noch benachbarten Kollegen schaden. Wer einschmilzt killt alle und alles ...

    2-3 Tage danach, selbst gezogene Kö suchen, Kunstschwärme bilden, neue Kö hinein. So kann ich je nach Schlupf selber entscheiden wie gross das neue Volk wird, oder wieviel Bienen einem anderen zur Verstärkung gegeben werden. Alle Waben sind neu, bereit für die Einfütterung.


    Ich würde keine Aussage treffen wollen, dass ich 8-10-12 BW für die Scheune und das dann daraus gebildete Volk nehmen möchte. Bei solchen Zahlen unterscheidet sich eine schwache DNM doch recht stark von der Holz/Holz DD oder umgekehrt ...

    Gewogene KS habe eine realistische Grösse ohne imkerliche Fehleinschätzung ;)


    Lg


    PS: Heurige Jungvölker sollten auch noch kein Problem haben, sauber sein und bis zur Winterbehandlung ohne Probleme überstehen können. Wenn die schon ein Problem haben, stimmt die Umgebung nicht oder der hinter der Kiste sollte sich mal einen anderen Weg nach Rom überlegen ... :)

  • Mach das TuB-Verfahren mit der Option einer Rückvereinigung, da kann eigentlich nichts schiefgehen. Ob du rückvereinigst, kannst du im September entscheiden.

    Gruß Ralph

  • Genauso hatte ich es mir ja überlegt. TUB ist ja eigentlich nichts anderes wie TBE ohne Einschmelzen, wenn ich das richtig verstanden habe.


    Ich habe bloß noch keinen zweiten Standort. Will also mit Flugling und Brutling vor Ort bleiben. Hoffe mal dass das so funktioniert. Wird aber bei TUB auch so angeleitet.


    Die Priorität lag bei mir auch in erster Linie auf die Teilung des Volkes und weniger auf der Varroabekämpfung. Brutwabenablegerbildung ist wahrscheinlich jetzt etwas zu spät.

  • das stimmt. Bei der TBE wird aber beispielsweise empfohlen, die Brutscheune an einem 3 Km entfernten Stand zu stellen.. Zum einen wegen dem Verflug der Bienen im Brutling und zum anderen wegen der Milbenbelastung und Reinvasion. Es liegen ja immerhin etwa 20 Tage zwischen den Behandlungen von Flugling X+2 und Brutling X+21