Ableger auf einzargig oder zweizargig überwintern

  • Hi zusammen,


    ich stehe vor der Frage meinen Ende April gebildeten Ableger auf einer Zarge oder auf zwei Zargen zu überwintern. Momentan sitzen die Bienen noch in einer Zarge. Ableger entwickeln sich ja aber auch jetzt noch stark weiter. So wird der Platz langsam aber sicher eng.

    Macht es Sinn bei einem starken Ableger jetzt eine zweite Zarge aufzusetzen mit dem Ziel zweizargig zu überwintern? Ich habe Angst, dass sie mir aus Platzmangel sonst spät im Juli noch schwärmen. Wenn ich sie jetzt kontinuierlich flüssig füttere bauen sie die Mittelwände ja schnell aus und lagern das Futter ein. So haben sie am Ende für den Winter auf jeden Fall genug Vorrat und ich muss mir keine Sorgen machen, dass das Brutnest verhonigt bzw. dass das Futter im Februar/ März ausgeht. Zusätzlich hätte ich dann evtl. überschüssige Futterwaben um Ableger nächstes Jahr damit zu versorgen.


    Was spricht für, was gegen eine Erweiterung?

    Wenn erweitern, dann mit oder ohne Absperrgitter und warum?


    Beute: Zander nach Liebig. Aktuell 10 besetzte Rähmchen, 7,5 mit Brut fast von Rand zu Rand, 0,5 mit viel Pollen und etwas Futter und Brut , ca 1,5 voll mit Futter und noch etwa ein halbes Rähmchen dass aktuell leer ist.


    Danke für eure Antworten

    Viele Grüße Flo

  • Macht es Sinn bei einem starken Ableger jetzt eine zweite Zarge aufzusetzen mit dem Ziel zweizargig zu überwintern?

    Ja. Es wäre nicht klug, ein Volk ohne Not klein zu halten.


    Ich habe Angst, dass sie mir aus Platzmangel sonst spät im Juli noch schwärmen.

    Das wohl kaum.

    Wenn erweitern, dann mit oder ohne Absperrgitter und warum?

    Absperrgitter nur bei Tracht. Das Winterfutter muss man nicht von der Brut trennen.

    So haben sie am Ende für den Winter auf jeden Fall genug Vorrat und ich muss mir keine Sorgen machen, dass das Brutnest verhonigt bzw. dass das Futter im Februar/ März ausgeht.

    Genau so isses. Also nur zu!

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • Würde es auch zweizargig in den Winter führen. Auch ich werde nach dem letzten Schleudern, in ca. 2 Wochen, dem Volk eine zweite Zarge geben damit sie diese für den Winter noch gut ausbauen/einrichten können. Habe im Sommer auch Zander einzargig und auf den Winter zweizargig.

  • Hallo Flotzo,

    wenn der Ableger schon richtig stark ist und die Königin etwas taugt: Absperrgitter und Honigraum drauf, sofern bei Dir noch Tracht ist. Waben ausbauen müssen sie ja sowieso und vermutlich erntest Du noch Sommertracht. Meine April-Ableger haben gestern die dritte Flachzarge Honigraum bekommen, weil zwei Zargen bereits randvoll waren. Habe sehr gestaunt! Tracht (Linde) ist aber auch optimal.

    Auffüttern kannst Du ja auch nach Trachtende / letzter Schleuderung. Die ausgeschleuderten Waben einfach wieder drauf, dann ohne Gitter natürlich, oder die Waben ausgeputzt fürs nächste Jahr einlagern, wenn Du die Möglichkeit hast, und dann halt eine Zarge Mittelwände und dünnes Futter oben drauf.


    Viele Grüße,

    Troll

  • Ein junger Ableger, der jetzt schon eine Zarge besetzt wird die naechsten Wochen noch kraeftig wachsen. 2. Zarge drauf und dann brav ausbauen lassen. Die Volksstaerke nimmt noch nicht ab, und nach dem letzten grossen Tracht gibt es ja noch die Laeppertracht. Wenn es ne starke K ist und das Wetter passt schaffen die Maedels vielleicht auch noch ne 3. Zarge. Wie Du vorhast, wuerde ich auch weiter 1:1 fuettern.

  • vielleicht auch noch ne 3. Zarge.

    Gut das da vielleicht steht, sonst wäre es Imkerlatein.

    ja klar nur "vielleicht"!

    Obwohl ich mal einen Ableger aus einer TBE im Juli hatte, die haben gebaut wie die bekloppten. Es lag scheinbar wie immer an der Kombination der Gene, Wetter, Fuetterung ...

    Aber schoen dass hier wieder mal jedes Wort auf die Goldwage gelegt wird ;-)