Begattete Kö mit Brutwaben einweiseln - jetzt möglich?

  • Servus Schwarmintelligenz,


    Im Titel steht eigentlich schon das meiste. Ich möchte zwei Wirtschaftsvölker umweiseln wozu ich mir Kös vom Züchter besorgt hatte die beide in jeweils einem starken Ableger wohnen.

    Die hätte ich aus diversen Gründen gerne so schnell wie möglich in den WVs.

    Gerade haben wir wieder anlaufende Tracht. Das erste Volk hat schon massiv Drohnen rausgeworfen.


    Die Frage nochmal: Ich möchte mit der Methode Kö zwischen zwei eigenen BW direkt ins andere Brutnest setzen umweiseln. Geht das schon jetzt oder muss ich doch bis zum Spätsommer warten?


    Viele Grüße Roman

  • Umweiseln durch Zusetzen einen anderen Volks geht eigentlich immer.

    Ich würde aber den ganzen Ableger zusetzen und nicht nur zwei Brutwaben.

    Je mehr eigene Bienen die Königin mitbringt, um so besser ist sie vor Übergriffen geschützt.

    Außerdem würde ich das Volk nicht mitten ins Brutnest packen, sondern erst mal auf- oder untersetzen und später zusammenräumen.

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • Guten Vormittag, Roman!


    zwei Wirtschaftsvölker umweiseln wozu ich mir Kös vom Züchter besorgt hatte die beide in jeweils einem starken Ableger wohnen.

    Das bedeutet, beide Königinnen sind auch bereits fest in Eilage und zeigen erste flächig verdeckelte Brut in ihren Ablegern? Falls ja, in welchem Ausmaß?


    Ich möchte mit der Methode Kö zwischen zwei eigenen BW direkt ins andere Brutnest setzen umweiseln. Geht das schon jetzt oder muss ich doch bis zum Spätsommer warten?

    Du meinst 2 eigene BW inkl. ansitzenden Bienen? Könnte (!) aus dem Bauch heraus unfassbare Stecherei zwischen den verschiedenen Volksteilen geben und somit unnötig Unruhe / Bienenverluste.


    Wenn die Königinnen tatsächlich bereits richtig gut stiften und sie sich entsprechend entspannt verhalten, dann würde ich sie aus dem Ableger entnehmen und mit den Altvolkköniginnen tauschen, außer diese sollen weg.

    Tauschen heißt konkret: Königin A aus dem Altvolk raus nehmen, Ablegerkönigin B in Ruhe (!) auf einen OT im Brutnest des Altvolkes setzen und zusehen wie sie ruhig in der Wabengasse verschwindet. Dann nach `ner Woche ca. mal kontrollieren und sich idealenfalls über ein richtig schönes Brutnest freuen.


    Schöne Grüße

    Patrick


    P.S.: Oder du machst es so wie Wolfgang schreibt. :wink:

    Et kütt wie et kütt und et hätt noch immer jut jejange!

  • Aaalso. Über Völkervereinigung umweiseln habe ich in der Vergangenheit immer gemacht. Das Blöde dabei ist, dass die Völker dann auf zwei Zargen sitzen. DAS sollen sie zur Einfütterung ja auch. Allerdings soll der obere Raum aus ausgeschleuderten Honigwaben bestehen. Umsortieren ist hier trachtbedingt leider kaum möglich. Da bleiben dann ein Haufen Altwaben voller Honig über.

    Jetzt wäre in den Bruträumen (1 Zander) wegen der auslaufenden Trachtlücke Platz für zusätzliche BW. Noch dazu fände ich Verstärkung zur Tracht nicht schlecht.

    Die Ableger brüten auf 6-7 Waben Zander. Ca 1,5 Zargen sind gut bienenbesetzt.

    Die Bienenmasse wird halt jetzt sehr schnell sehr groß. Dann bringe ich die Bienen nicht mehr unter.

    Zum Verständnis: Ich habe radikal auf drei Völker reduziert. Und die sollen es auch bleiben. Ist gar nicht so einfach. ;)

  • Soderle, Umweiselung ist vollbracht und es sah/sieht nicht nach Stecherei aus. Ich hatte mir nochmal den Artikel von Bruder Adam durchgelesen und bin dann nach diesem Plan vorgegangen.

    Blöd nur wieder weil auf die Bienen auch kein Verlass ist. Das umzuweiselnde Volk hatte das ganze Jahr hindurch auf nur 6 Waben gebrütet. Sogar der Drohnenrahmen wurde nur zögerlich angenommen. Da sie konsequent fluglochfern einlagern waren die Randwaben auch meist trocken. Da die Honigleistung ganz ok ist wäre das ja ein einigermaßen gutes Volk. Aber leider extrem garstig und nicht wabenstet etc. Also dachte ich ich könne incl Drohnenrahmen 4 Waben raus nehmen und dafür vom Ableger mit Königin auffüllen. Denkste! Jetzt auf einmal 7 vollflächige Brutwaben! Als ob Sie's mir nochmal zeigen wollte. Aber keine Chance. Es kommt ja dazu, dass die Königin aus einem letztjährigen Vorschwarm stammt. Da es kein eigener war weiß ich auch nicht wie alt die schon ist.


    Die Methode ist denkbar einfach. WV abstapeln, zu entfernende Waben aussortieren und Königin raus nehmen. Da Licht auf den Brutraum strahlen soll habe ich kurz eine Folie aufgelegt während ich im Ableger die entsprechenden Waben mit Königin zusammen gesucht hatte.

    Dann einfach die Waben mit Königin rein und gut. Ein paar Minuten soll das ganze noch Licht bekommen und dann wieder zusammen bauen.

    Sah zumindest gut aus. Ich habe das alte Brutnest dazu auf einer Seite zusammen geschoben und auf der anderen Seite die drei Ablegerwaben zugesteckt.

    Mal schauen ob sie jetzt in Schwarmstimmung kommen. ;)

    10 Brutwaben sind schon ne Hausnummer.

    Die restlichen Brutwaben aus dem Ableger hat der zweite Ableger bekommen der komischerweise Nachschafft...... trotz Stiften.... naja der war schon immer etwas komisch....


    Ich werde nochmal Meldung machen ob's letztendlich auch wirklich geklappt hat.


    Viele Grüße Roman

  • Hallo, Leute!


    Umweiseln ist immer ein Risiko. Mindestens tausend tolle Methoden und keine ist sicher. Immer wieder tote Königinnen. Zu schade drum.


    Ich weisle so gut wie garnicht mehr um.

    Wenn ich ein Volk habe, dessen Kö nicht gut ist, löse ich es auf.

    Dazu nehme ich die einzelnen Zargen ein paar Meter weg. Der boden und der Deckel kommen auch weg, so, dass es am alten Platz garnichts mehr gibt.

    Die Heimkehrer müssen sich dann irgendwo einbetteln.

    Die Zargen mit Brut und Bienen nehme ich mit zu meinen Ablegern.

    Dort verteile ich die Bienen auf die Ableger, indem ich sie auf die Flugbretter schüttle.

    Auch die Brutwaben verteile ich. ( auch in Wirtschaftsvölker)

    Die alte Kö suche ich normalerweise nicht. Sie kommt um, weil die anderen sie nicht reinlassen, wenn sie mit einlaufen will.

    Es geht auch so:

    Das Volk wird komplett ein paar Meter weggestellt für ein bis zwei Tage. Die Flugbienen verirren sich dann in andere Völker. Am 2. Oder 3. Tag wird ein guter Ableger an den alten Platz gestellt. Von den Flugbienen finden dann viele den alten Weg wieder und landen dort im Ableger.

    Jetzt suche ich auch die Kö im alten Volk und drücke sie ab.

    Der Ableger bekommt einen 2. Brutraum, obenauf. In den kommen die Brutwaben des Altvolkes. Aber abgeschüttelt auf dem Flugbrett. Die Bienen laufen ein in den neuen Kasten, in dem alles anders riecht.

    Dann noch ein Absperrgitter und einen Honigraum.

    In den Honigraum die abgeschüttelten Honigwaben des Altvolkes.

    Die weisellosen Bienen des Altvolkes sollen sich einbetteln müssen, nicht den Chef spielen.

    So bekommst Du ein sofort funktionierendes Wirtschaftsvolk.

    Geht auch mit Kunstschwarm statt mit Ableger.

    Und richtig funktionieren tut das alles nur, wenn man einen entfernt liegenden Sommerstand für die Ableger hat und wenn man alles auf dem normalen Standmass hält.

    Kein Miniplus oder so. Ein zweites Wabenmass nimmt Dir jede Menge Möglichkeiten.

    Deswegen habe ich auch keine flachzargen. Braucht man absolut nicht.


    Gruss RS

  • Hallo, Leute!

    (...)

    Deswegen habe ich auch keine flachzargen. Braucht man absolut nicht.

    Ist der der Honigraum zu schwer, bist Du zu schwach!


    Der Verband der Chiropraktiker und Krankengymnasten dankt für nie ausgehende Arbeit 👍


    :(

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Lass mal, da gibt eben noch richtige Naturen!

    Bienenhaltung in modifizierten Warre-Beuten, BR und HR unterschiedliches Wabenmaß, Naturbau im BR und in einzelnen Völkern auch Stabilbau, Einzelaufstellung mit mehreren hundert Meter Abstand an zwei Aufstellungsorten.

  • Ich hatte das anfangs auch wirklich unterschätzt.....:huh:

    Ein voller Honigraum 12er Liebig……

    Mein lieber Scholli !!

    Die muss man ja auch zwischendurch durch die Gegend wirbeln, nicht nur zur Ernte.

    Und ich würde mich nicht als schwach einstufen....8)


    LG

    Hulki

  • Ich hatte das anfangs auch wirklich unterschätzt.....:huh:

    Ein voller Honigraum 12er Liebig……

    Mein lieber Scholli !!

    Ja, dachte ich am Anfang auch 😂 aber wenn das nicht an einer handlichen Stange ist, und man es über die Brust hebt mit verdrehtem Rücken und öfters und mit Bienen drin 😂

  • Ich hatte das anfangs auch wirklich unterschätzt.....:huh:

    Ein voller Honigraum 12er Liebig……

    Mein lieber Scholli !!

    Ja, dachte ich am Anfang auch 😂 aber wenn das nicht an einer handlichen Stange ist, und man es über die Brust hebt mit verdrehtem Rücken und öfters und mit Bienen drin 😂

    Dachte beim ersten mal, what t.... f.... ?!

    Wer hat die Zargen verschraubt ?!

    :D

  • Hallo, Gewichtheber!


    Ich hab 9 - Waben Zander. Die schaff ich noch.

    Aber erlich: Insgeheim habe ich, für den fall, dass ich nicht mehr kann, folgendes vor:

    Ich schneide alles ab. Zargen und Rähmchen. Die Rähmchen mitsamt den Waben, so, dass ich einen neuen Unterträger draufnageln oder schrauben kann.

    Weil ich absolut keine zweierlei Wabenmasse will, würde ich alle auf Zander 3/4 hoch reduzieren.

    Diese Höhe passt noch gut für 2 Bruträume und für 2-räumiges überwintern.

    Seit Langem überlege ich mir, ob es richtig wäre, Dieses Mass Anfängern zu empfehlen, besonders denen, die nicht nach Gewichthebern aussehen.

    Später auf Zadant Betrieb umzustellen wäre preisgünstigst zu machen. Indem die beiden Bruträume verschraubt werden und Rähmchen 1.5 zugekauft werden. (2 mal 3/4 = 1,5)


    Manche Langstrothimker machen es seit Jahren vor: Sie haben abgesägt und verwenden ausschliesslich Langstroth 2/3, was kaum länger ist als Zander 3/4, aber deutlich niedriger.

    Zander 3/4, nur 9 Waben breit, sind händelbar und ein guter Kompromiss was die Anzahl der notwendigen Waben angeht.

    Auch klein genug, um reifen Honig, auch Sortenhonig zu bekommen.

    Schwaches Volk, schwache Tracht, zuviel Honigraum aufeinmal, kanns geben. Dafür empfehle ich, Waben herauszunehmen und stattdessen leere Futtertaschen einzuhängen, die den leeren Platz versperren und Wildbau unterbinden.

    Z.B. links u rechts je 1 Futtertasche in der Breite zweier Waben.

    Dann bleiben 5 Waben für den Honig. Bei Kaltbau wird die mittlere Wabe zuerst reif, dann die beiden daneben. So lässt sich schwache Tracht bei schwachem Volk ernten, ohne extra besonders flache Zargen u Waben unterhalten zu müssen..

    Und wenns doch besser honigt, Platzversperrer raus, normale Waben rein.

    Anstelle der Futtertaschen verwende ich auch 60 mm dicke Styrodurklötze, die einen 60 mm breiten Oberträger aufgeleimt haben. (mit PU leim)

    Ach ja: Schied im Obergeschoss funktioniert nicht. Der Leerraum wird wild verbaut.

    Drum Futtertasche oder Klotz, die den ganzen Platz versperren.

    Futtertaschen nicht einwabenbreit.

    Man kommt nicht rein zum Saubermachen und man sieht schlecht hinein zu Futterkontrolle.

    Lohnt sich auch nicht zu hantieren.

    Zu wenig Inhalt beim Futtern, Nur eine Wabe als Platzversperrer.

    Reichts?

    Gruss RS