Wieviel Rähmchen gehen in eine "Liebigbeute"?

  • Hallo Imkerfreunde,


    ich habe gestern meine ersten beiden Völker gekauft und in selbstgebaute Zanderbeuten nach Dr. Liebig gesetzt :D ! Dabei ist mir mit Schrecken ( :( )aufgefallen, dass noch sehr viel Platz übrig ist. Nach "Liebig" gehen 10 Zanderrahmen in die Beute. Bei mir ist aber bei einigen Kästen noch Platz für ein elftes! Das Innenmaß meiner Beute beträgt 38 cm, die Seitenteile meiner modifizierten Rähmchen sind zwischen 3,3 und 3,5 cm breit, das macht also zusammen nicht mal 35 cm.
    Wird soviel freier Raum (3-3,5 cm!) von den Bienen nicht zugebaut?
    Was sind eure Erfahrungen? Was ist zu tun?


    Gruß
    Andreas

  • Hallo,


    hier ist nichts zu tun. Dieser Raum ist normal, Du möchtest Deine Waben im Sommer ja auch noch ziehen können, da brauchst Du etwas Platz. Und nach meiner Erfahrung bleibt der Platz nicht, die anderen Rähmchen brauchen mit der Zeit mehr Platz, speziell wenn es sich um Rähmchen mit Hoffmannseitenteieln handelt.



    Gruß
    Franz

  • Hallo Andreas,


    warum sind die Seitenteile deiner Rähmchen zwischen 33 und 35 mm? Das Mass sollte schon einheitlich 35 mm sein (schlampiger Hertsteller?). Ansonsten ists so wie Franz sagte.

  • Jetzt ist genau das eingetroffen, was ich vorher "befürchtet" hatte. An den Seitenwänden, vor der ersten und hinter der letzten Wabe haben die Bienen mit Wildbau begonnen. Muss dieser jetzt sofort von mir entfernt werden, weil dort vielleicht unkontrollierter Drohnenbau entsteht?


    Gruß
    Andreas

  • Hallo Andreas,


    38cm Innenmaß ist etwas viel, 37,5cm wären bei 10 Rähmchen das Übliche. Nun ist also an beiden Seiten Wildbau? Der erste Verdacht - es ist nicht genügend Platz da.
    Was tun? Der Wildbau stört beim Entnehmen der Waben, er sollte besser weg. Der Drohnenbau ansich würde mich nicht stören. Vielleicht rückst Du die Rähmchen (einige sollen ja nur 33mm breit sein) ein winziges bischen auseinander, zur Seitenwand sollte aber ein Platz von 1cm zum Wegrücken der Randwabe bleiben. Platz geben nicht vergessen.


    Grüße, Thomas

  • Wollte gerade eben die selbe Frage stellen und hab diese glücklicherweise mit der Suche finden können.


    Mir ist auch aufgefallen, dass bei 35mm Rähmchenabstand und 10 Rähmchen in der Liebig-Zander-Beute mit 38cm Innenbreite noch ganze 3cm bleiben. Das kam mir auch sehr groß vor. Ich habe die Rähmchen zum Transport mit je zwei Reiszwecken (die mit großen Köpfen) gesichert, damit sie nicht hin und herrutschen. Wildbau hatte ich im Außenbereich allerdings noch nicht.


    Verstehe ich das richtig, dass zwischen Außenrähmchen und Zargenwand noch ein ganzer Bienenabstand Platz sein soll oder doch nur ein halber?

  • Hallo Martin,

    ist schon richtig - die Liebigbeute ist letztlich zu breit. Sorge für einen einfachen Bee-Space seitlich, aber richte die Waben an einer Seite aus. (Den Block nicht vermitteln, dann bauen die Bienen schnell an der Beutenwand an.)

    Häng einfach ein Schied daneben, dann ist der Raum ausgefüllt.


    Gruß

    Ludger

  • die Liebigbeute ist letztlich zu breit.

    Hallo, ist sie nicht, du musst natürlich auch die von L und A propagierten Hoffmannseitenteile nehmen, dann wächst dein Rähmchenpacket Automatisch und es ist alles wieder einfach.

    Bis bald

    Marcus

    48 Völker 32x Segeberger Hartpor 4x Einfachbeute , alle DN 1,5. 6xDadant US und 5x Zander und einmal Warre :O)

  • Auch mit Polsternägeln schiebt der Imker im Laufe der Saison die Rä. nicht immer auf 0,0mm Abstand zusammen. Ich komme mit dem "Spiel" der Hohenheimer Einfachbeute sehr gut zurecht und halte den Wabenblock meist vermittelt bzw. an der dem Imker zugewandten "Arbeitsseite" etwas größer. So läßt sich die erste Randwabe bienenschonend lösen, herausheben, abstellen und bei Bedarf noch mehr Platz für die Wabenkontrolle schaffen. So läßt sich das Rollen und Quetschen von Bienen vermeiden und erst recht Kö.-verluste anläßlich einer Durchsicht.

  • Verstehe ich das richtig, dass zwischen Außenrähmchen und Zargenwand noch ein ganzer Bienenabstand Platz sein soll oder doch nur ein halber?

    Denk mal nach. Warum der so heißt, wofür er gut ist und was Du von den beiden Varianten halten würdest, wenn Du eine Biene wärst.

    Den Bienenabstand hab ich als die doppelte Höhe einer Biene gelernt, 8mm+/-2mm. Die Frage ist halt ob die Bienen nur auf der Außenwabe oder auch auf der Zargenwand sitzen wollen. Beides macht Sinn. Halber Bienenabstand, also eine Bienenhöhe, wäre ja ausreichend. Beim vollem Bienenabstand könnten sich die Mädls halt noch an die Zargenwand setzen um ein Päuschen zu machen oder sich besser überholen. Allerdings ist das bei einer Außenwabe die sowieso nicht so stark besetzt ist, weniger nötig.


    Und bei 3cm/2 sind wir schon 5mm über den Bienenabstand, da könnte ne Biene schon auf die Idee kommen was zu bauen.

  • Bei geraden Rä-Seitenteilen kann man den Abstand der Rä./Wabendicke mit entsprechenden Abstandshaltern einstellen (z.B. Polsternägel 7mm, 7,5mm oder Kufenabstandshalter 10mm usw.).

    Meine modifizierten ZanderRä. haben seit eh und je 28,5 mm Breite. Mit 7,5mm-Polsternägeln komme ich rechnerisch auf 36 mm. Das funktioniert bei mir gut, obwohl ich in den Hohenheimer Einfachbeuten mit 10 Rä. x 36mm = 36 cm rechnerisch noch je 1 cm zusätzlich zum Bienenabstand Platz bis zur Beutenwand habe. Selbst meine ersten Selbstbau-Zargen aus 18mm-Baumarktleimholz -> Innenlichte: 38,4 cm) funktionieren, auch wenn ich da 1 ... 2x jährlich Wachsbrücken oder gar kleinere Wabenanfänge zwischen den Randwaben und der Beutenwand entfernen muß.