Oxalsäure sprühen - Honig ernten

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    Zulassung und Anwendungsvorschrift von Oxuvar 5.7 und Varromed im Original lesen!

    Dein Wunsch, auch wenn er äußerst rüde und unhöflich geäußert wurde, wäre mir doch glatt beinahe Befehl gewesen. Ich hoffe inständig, die Webpage von Andermatt tut es für dich auch, ich gehe jetzt einfach mal davon aus, dass die in ihren Beipackzetteln nicht weltbewegend anderes schreiben:


    Oxuvar 5,7% ist eine konzentrierte Lösung für die Sommerbehandlung der Varroose. Einfach in der Flasche mit Trinkwasser verdünnen. Die neu zubereitete Sprühlösung für die Sommerbehandlung enthält jetzt 3,0% Oxalsäure-Dihydrat zum Besprühen von Schwärmen, Ablegern und brutfreien Wirtschaftsvölkern.

    Extra für dich, damit du es auch siehst, die 3% rot markiert :)

    Und rein vorsichtshalber habe ich nochmal in den Betreff und Orgininalpost hier geschaut: Ja, es geht tatsächlich um sprühen!


    Und nun sage mir bitte in vernünftig und höflich, wenns geht, wo mein Denkfehler liegen soll. Danke.

    HG

    Monika


    Wir sollten immer daran denken: Im wesentlichen sind unsere Bemühungen auf eine vernünftige, fürsorgliche Pflege beschränkt. (Bruder Adam)

  • Ihr Lieben,


    Bitte nicht soviel Aufregung, im Grunde ist es doch geklärt. Die Zulassung hat OS zum Sprühen, und wenn man nach der Behandlung HR aufsetzt, insbesondere bei einem bauenden Schwarm, kommt da schon vom Bauchgefühl kaum etwas davon im Honig an. Ich habe in meinem Fall gerade mal fünf Waben/Mittelwände (Und natürlich die Beutenwand!) besprühen müssen. Schon rein rechnerisch ist das nicht relevant.


    Sprühende Grüße


    Peter

  • Er hat es, soweit ich das beurteilen kann, selbst durcheinander gebracht...

    Er war rechnungstechnisch bei 0,13 mg pro g und vergleicht diese mit einer Tabelle, welche in mg/kg angegeben ist.

    Moniaqua hat recht, bei diesem "worst-case-szenario" landet man am Ende bei 130 mg/kg. Je nach Honig wäre das nachher immerhin doppelt so viel, als er natürlicherweise haben sollte.

    Aber wie auch angemerkt: 2g werden nach dieser Zeitspanne niemals nicht im Honig landen.

    Das mag etwas verwirrend dargestellt sein, doch sowohl die 0,13 mg/g als auch die 130 mg/ kg sind richtig und die Aussage

    Das ist unterhalb der natürlich im Honig vorkommenden Größenordnung (https://www.lebensmittellexikon.de/o0000170.php#4).

    ist damit auch nicht falsch, auch wenn ich vielleicht eher innerhalb statt unterhalb sagen würde. Die Grundaussage, dass der Honig mit diesen Mengen OXS bedenkenlos konsumierbar ist, gehe ich auch voll mit.

  • Oxuvar 5.7- die Infos vom Booklet sind im kleingedruckten der website

    "Wartezeit: Honig: 0 Tage für korrekt behan-delte Völker. Behandlung ohne aufgesetzte Honigräume ausführen......

    Nicht auf Waben sprühen, die für die Honigproduktion im laufenden Jahr verwendet werden."


    varromed-epar-product-information_de.pdf

    "VarroMed sollte nicht während der Tracht oder wenn Honigräume aufgesetzt sind angewendet

    werden....


    4.11. Wartezeit(en)

    Honig: Null Tage. "

  • Dass 0,13 mg/g und 130 mg/kg dasselbe sind, ist mir bewusst. Aber anhand der Ausformulierung von beemax muss man davon ausgehen, dass der Vergleich so nicht gemeint war. Denn 130 mg/kg sind keinesfalls "unterhalb der natürlichen im Honig vorkommenden Grössenordnung". Je nach Honig ist es eben drüber. Und das ist ja die Menge, welche zu dem "natürlich vorkommenden" noch obendrauf kommt.

    Also in diesem "worst-case-szenario" ist das eben genau nicht wirklich so toll... Also ja, der Honig wird immernoch "unbedenklich" konsumierbar sein. Aber streng genommen eben (messbar) verändert und deshalb eigentlich nicht mehr "Honig".


    So ist eben auch diese "0 Tage Absetzfrist" anzuschauen. Sprühen und gleich wieder aufsetzen dürfte wahrlich kaum ne gute Idee sein.

    Aber so ne Woche nach Behandlung dürfte wohl kaum noch all zu viel oben im Honigraum ankommen.

  • Vielleicht kommen wir mal zum Ausgang zurück. Worum ging es Honey Bee?

    Dieses Jahr hatte ich nun einen starken Schwarm, den ich nach einer Woche mit Oxalsäure (Sprühbehandlung) behandelt habe. Drei Wochen später war das Volk so kräftig, dass ich ihm einen Honigraum aufsetzen musste, der jetzt recht gut gefüllt ist.

    Meine Frage: Kann man diesen Honig ganz normal ernten?

    Also:

    - Ableger behandelt

    - 3 Wochen gewartet, HR aufgesetzt

    - x Tage tracht

    - Honig ernten?


    3 Wochen nach der Sprühbehandlung HR aufgesetzt, da dürfte ein großer Teil der behandelten Bienen schon nicht mehr im Volk sein. Zusammen mit der Wartezeit von 0 Tagen lt. Produktblatt können wir davon ausgehen, dass der Honig hier im beschriebenen Fall unproblematisch zu ernten und verzehren ist.


    Warum arten alle Threads hier so aus, und schweifen vom Thema ab?

    4 Völker Carnica in Segeberger (eine rote, drei grüne Königinen), Ziel für dieses Jahr: mit 6 Völkern in den Winter gehen.

  • Laves: schreibt vom "vorhandenem Honig" und BEI der Behandung, vorhandenem Honig.


    Also ich habe meinen frühenm, starken Ablegern, auch Nach der Behandlung, einen HR aufgesetzt.

    Wenn etwas rauskommt, werde ich es ernten. Vielleicht separat verkosten!? Und dann normal verarbeiten.

    Ich hatte ein WV, in Brutpause durch Kö futsch, da wa ich auch am überlegen, ob ich eine Zwischebehandlung mache. Dahabe ich aber Abstand von genommen, da ich schon eingetragene HR´s drauf hatte.

  • Ich würde den Honig nicht ESSEN. Was ich eklig finde, würde ich niemals meine Kunden anbieten. Ob der Honigraum nun 3 oder 4 Wochen später nach der Behandlung raufkommt wäre egal. Es befindet sich im Volk und verteilt sich dort. Auf den Waben und den unten gelagerten Honig Kränzen. Selbst wenn es als bedenkenlos zwecks Rückstände sein soll, bezweifle ich das.

  • Ich würde den Honig nicht ESSEN. Was ich eklig finde, würde ich niemals meine Kunden anbieten. Ob der Honigraum nun 3 oder 4 Wochen später nach der Behandlung raufkommt wäre egal. Es befindet sich im Volk und verteilt sich dort. Auf den Waben und den unten gelagerten Honig Kränzen. Selbst wenn es als bedenkenlos zwecks Rückstände sein soll, bezweifle ich das.

    Hi,


    Steht dir natürlich frei. Mich würde dann wiederum interessieren, ab wann du es nicht mehr eklig findest. Und warum ab dann erst.


    Beste Grüße


    Peter

  • Das mag etwas verwirrend dargestellt sein, doch sowohl die 0,13 mg/g als auch die 130 mg/ kg sind richtig und die Aussage [..unterhalb..]

    ist damit auch nicht falsch, auch wenn ich vielleicht eher innerhalb statt unterhalb sagen würde.

    Naja, hm,bei 4 von den 7 aufgeführten Honigen wär's dann halt doch a bisserl mehr.

    Die Grundaussage, dass der Honig mit diesen Mengen OXS bedenkenlos konsumierbar ist, gehe ich auch voll mit.

    Da bin ich ja auch dabei.

    Wartezeit: Honig: 0 Tage für korrekt behan-delte Völker. Behandlung ohne aufgesetzte Honigräume ausführen......

    Ah, das meintest Du. Bleibt immer noch die Honigverordnung, nach der man dem Honig nichts - nada, niente - zufügen darf. Da steh ich nun, ich armer Tor, und bin so schlau als wie zuvor... Da windet sich meinem Verständnis nach auch die Laves ziemlich rum.

    Zitat

    Das löst sich jedoch

    schnell auf, wenn man dem Grundsatz folgt, dass nach einer Behandlung mit einem

    Varroazid grundsätzlich im selben Jahr kein Honig mehr geerntet wird – sofern zum

    Behandlungszeitpunkt Honig bzw. Futtervorräte im Bienenvolk vorhanden ist.

    kann man so oder so interpretieren. Ich wette, für nicht so wohlmeinende Advokaten ist es ein Leichtes, zu argumentieren, dass ja immer Futtervorräte im Bienenvolk vorhanden sind und somit sind wir wieder bei nicht ernten. Auch wenn faktisch nichts passiert.

    Ich würde den Honig nicht ESSEN.

    Es zwingt Dich auch niemand :). Eklig ist relativ. Es gibt auch Leute, die finden frittierte Heuschrecken eklig. Ich hatte noch nie die Chance, welche zu probieren. Mein Mann sagt, die schmecken gut. Drohnenlarven habe ich schon mal probiert. Etwas zu säuerlich für meinen Geschmack, aber ich könnte sie mir gut in gefüllten Paprika vorstellen. Leider schneiden wir keine Drohnenbrut :).


    Oxalsäure ist eine natürlich in z.B. Sauerklee vorkommende Säure. Da ist chemisch m.W. nichts anders. Warum ist es eklig, wenn sie technisch hergestellt wurde? Das kommt mir gerade ein bisschen so vor wie "Jetzt auch in Zitronen Desoxyribonukeinsäure äh, sorry, meinte (5R)-5-[(1S)-1,2-Dihydroxyethyl]-3,4-dihydroxy-5-hydrofuran-2-on gefunden" oder die Gefährlichkeit von Dihydrogen-monooxid. wiki ist geil, ich hätt mich mindestens 5 mal vertippt


    Magst Du Rhabarber oder Spinat? Oder Waldhonig?

    HG

    Monika


    Wir sollten immer daran denken: Im wesentlichen sind unsere Bemühungen auf eine vernünftige, fürsorgliche Pflege beschränkt. (Bruder Adam)

  • Ich würde den Honig nicht ESSEN. Was ich eklig finde, würde ich niemals meine Kunden anbieten. Ob der Honigraum nun 3 oder 4 Wochen später nach der Behandlung raufkommt wäre egal. Es befindet sich im Volk und verteilt sich dort. Auf den Waben und den unten gelagerten Honig Kränzen. Selbst wenn es als bedenkenlos zwecks Rückstände sein soll, bezweifle ich das.

    Naja,


    wenn es nur um "eklig" geht.

    OX Säure ist auch im Rhabarber ( haste recht: iihhh !) und auch Petersilie ( lecker !) drin.

    Evtl. dort konzentrierter als nach drei Wochen im Volk.

    Steiger dich da nicht zu sehr rein.

    Wenn du wüsstest, wo/auf was die Bienen überall rumkrabbeln und dann mit den Füssen über die Waben latschen......^^


    DAS könnte schonmal "eklig " sein...


    LG

    Martin