Beuteninnenanstrich

  • Mehrere Autoren dieses Forums haben sich für Pigrol Beutenschutzlasur ausgesprochen. Diese Lasur war auch für den Beuteninnenanstrich zertifiziert. Leider wurde dieser Produktbereich vom neuen Investor 2018 eingestellt.

    Mit Leinöl als Innenanstrich habe ich gerade schlechte Erfahrungen gemacht. Schimmel scheint sich darauf schneller auszubreiten, als auf unbehandelten Holz.

    Ich hoffe von euren Vorgehen und den diesbezüglichen Erfahrungen zu lesen, wofür ich mich schon im Voraus bedanken möchte.:)

  • Hallo,


    Mit Leinöl als Innenanstrich habe ich gerade schlechte Erfahrungen gemacht. Schimmel scheint sich darauf schneller auszubreiten, als auf unbehandelten Holz.

    Ich hoffe von euren Vorgehen und den diesbezüglichen Erfahrungen zu lesen, wofür ich mich schon im Voraus bedanken möchte.:)


    Den Innenanstrich dürfen die Bienen selbst übernehmen,

    die haben Ihre eigenen Innenarchitekten und können alle tapezieren ...


    Und BTW:

    Bitte ... man nimmt kein "Leinöl", sondern LEINÖL-FIRNIS,

    Leinöl ist nur sehr begrenzt haltbar und wird unter Wassereinfluß schlecht und ranzig .... soetwas würde ich NIE innen in den Bienenkasten einbringen.


    GdBK

    Aus der Übertreibung der Warnungen,
    ist die Unterschätzung der Realität geworden.

  • Bitte ... man nimmt kein "Leinöl", sondern LEINÖL-FIRNIS,

    Vielleicht machst du dich mal schlau über die Unterschiede der beiden Materialien.

    Man kann durchaus Leinöl verwenden. Es bildet sich im Endeffekt die gleiche Oberfläche. Nur dauert die Aushärtung mit reinem Leinöl erheblich länger, als mit Firnis. Ob die Verwendung der in der Firnis fast immer enthaltenen Lösungsmittel unbedingt notwendig ist, kann man sich ja mal überlegen.


    Aber halt nur für außen an den Beuten. Innen macht der Imker höchstens mal sauber nach Gebrauch.

  • .

    Mit Leinöl als Innenanstrich habe ich gerade schlechte Erfahrungen gemacht. Schimmel scheint sich darauf schneller auszubreiten, als auf unbehandelten Holz.

    Ja logisch. Niemals Beuten aus innen streichen, da hast du alle Vorteile von einer Holzbehausung verloren. Die Bienen verlieren den Halt, Klima und Feuchtigkeitmanagement funktioniert nicht mehr. Die Bienen regulieren es selber und kitten was die verkitten müssen.

  • Bitte ... man nimmt kein "Leinöl", sondern LEINÖL-FIRNIS,

    Vielleicht machst du dich mal schlau über die Unterschiede der beiden Materialien.

    Man kann durchaus Leinöl verwenden. Es bildet sich im Endeffekt die gleiche Oberfläche. Nur dauert die Aushärtung mit reinem Leinöl erheblich länger, als mit Firnis.


    Na dann kläre mich mal auf, denn ich habe mich ....

    ist nicht so das ich mich nicht schon schlau gemacht hätte,

    sonst .... ach egal ....


    Und Leinöl ist nicht das Selbe und wird nicht das Selbe sein wie "gekochtes" Leinölfirnis, bei einer Temperatur von 30-35°C und einer Luftfeuchtigkeit von rund 60%, sind nunmal die Umgebungsbedingungen für Schimmel schnell gegeben und dies kann Leinöl weiter begünstigen.

    Bei oberflächlicher Betrachtung trockener Leinölanstrich wird unter diesen Bedingungen, wieder weich und bildet einen guten Nährboden, den gekochter Firnis nicht (mehr) bieten kann.

    Auf die Ausbildung eines natürlichen Firnis kann man unter diesen Bedingungen länger - viel länger - warten ....


    Aber egal:

    Der Innenraum der Beute bleibt den Bienen zur Behandlung überlassen !

    Das darf der Tread-Ersteller gerne mitnehmen.


    GdBK

    Aus der Übertreibung der Warnungen,
    ist die Unterschätzung der Realität geworden.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Bienenknecht ()

  • Und Leinöl ist nicht das Selbe und wird nicht das Selbe sein wie "gekochtes" Leinölfirnis,

    Das habe ich auch gar nicht behauptet.

    Blöd ist dabei, das sowohl das Material zum Auftragen als Firnis bezeichnet wird, als auch die ausgehärtete Beschichtung.

    Die ausgehärtete Beschichtung ist wohl die gleiche.

    oberflächlicher Betrachtung

    Du baust hier einen Fehler ein, den man nicht begehen muss.

  • ist nicht so das ich mich nicht schon schlau gemacht hätte,

    Bin mir grad nicht sicher über den Erfolg...


    Reines Leinöl kann sehr wohl Firnis bilden, es dauert halt nur "ewig". Schneller geht es mit Leinölfirnis, der enthält aber i.d.R. irgendwelche Metallsalze, Sikkative, zur schnelleren Trocknung. Weiß nicht, ob man die unbedingt in den Beuten haben möchte.


    Bis das Leinöl nicht soweit getrocknet ist, verwende ich doch die Beuten nicht (oder sollte das nicht tun), da heißt es halt warten.


    Worüber wir uns aber alle einig zu sein scheinen ist, dass innen nicht gestrichen wird.

    HG

    Monika


    Wir sollten immer daran denken: Im wesentlichen sind unsere Bemühungen auf eine vernünftige, fürsorgliche Pflege beschränkt. (Bruder Adam)

  • Um zur Frage zurückzukommen, ja,

    wir sind uns einig: Innen nicht streichen, nicht tapezieren, auch keine Holz- oder Steinimitattapete, selbst wenn sie abwaschbar ist, kein Parkett, kein Fliesenbelag und auch keine Vorhänge, Stors und auch keine IKEA-Wandbilder. Kein Teppichboden und Zierleisten.

    Viele liebe Grüße an alle unsere kleinen Innenarchitekten

    Wolfgang

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.

  • Wie, einfach das blanke Holz? :eek: Undenkbar!




    ... sagt eine, die in mit blankem, gehobelten Holz verschalten Räumen aufgewachsen ist. ;)

    HG

    Monika


    Wir sollten immer daran denken: Im wesentlichen sind unsere Bemühungen auf eine vernünftige, fürsorgliche Pflege beschränkt. (Bruder Adam)

  • Oh, Du armes Saunakind!

    Beton brut, wie der Architekt sagen würde. Ehrliche, wahre Oberfläche, Schluss mit der 1 mm Lüge. Das gilt auch für Holz. Amerikanische Kirschewurzelholzfurnier am Armaturenbrett, ist out.

    Viele liebe Grüße am Tag der Architektur im LSA

    Wolfgang

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.

  • Mit dem Innenanstrich durch die Bienen selbst ist es nicht so einfach. Allerspätestens im Juni muß die Zarge von den Bienen bewohnt sein, sonst ist die Propolisbeschichtung mglw. unvollständig und es bläut und schimmelt dann im Herbst doch - v.a. bei schwachen Völkern. Stark propolisierende Völker schaffen es in einer Saison problemlos, 3 ... 4 Zargen zu beschichten. Ableger, Schwächlinge oder Völker mit wenig Propolissammlerinnen schaffen nicht einmal eine einzige Zarge.

  • Na und?


    Ich hab noch nie eine Kiste von innen gestrichen, und meine ältesten sind über 30 Jahre alt. Nach dem zweiten ausflämmen sind mir Bläue oder sonstige Verfärbungen sowas von egal, aber ehrlich. Kisten von innen streichen 😂


    Nachdem mich Jörg K. deswegen ausgelacht hat, streiche ich meine HR nichtmal mehr von außen, und was soll ich sagen, er hatte Recht :)

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife