Das Sanieren von CPV (Chronischer Paralyse Virus)

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    Rolf, wie wäre es, wenn du dir unter „wesensgemäße Bienenhaltung“ einen passenden Thread suchst oder erstellst und dort deine Philosophie ausbreitest?

    ... und wozu das?

    Das ist ein Forum.

    Letztlich haben weniger Aktive nahezu die gleiche Meinung. Na das wird (nicht) lustig. Nur das Ende.

    Wird bei solchen Gedanken wie im Zitat darauf spekuliert?

    Es wird in jedem Jahr Frühling, nur wann?

  • Weder Viren noch Milben interessiert irgend eine „Mehrheit” oder „Meinung“.


    Wenn hier noch zwanzig Leute mit merkwürdigen Ansichten aufschlagen, wird es auch nicht besser um die Bienen bestellt sein.


    Aber ihr könnt auch ruhig so weiter machen …


    Grüße Ralf

  • Rolf, wie wäre es, wenn du dir unter „wesensgemäße Bienenhaltung“ einen passenden Thread suchst oder erstellst und dort deine Philosophie ausbreitest?

    ... und wozu das?

    Das ist ein Forum.

    Letztlich haben weniger Aktive nahezu die gleiche Meinung. Na das wird (nicht) lustig. Nur das Ende.

    Wird bei solchen Gedanken wie im Zitat darauf spekuliert?

    Darum geht es nicht. Es geht darum, dass ein Forum übersichtlich in seiner Gliederung bleiben sollte. Vergleiche es mal mit einem praktischen Lehrbuch. Wenn du eine Wand tapezieren willst und das Kapitel zum Thema „Kleister sauber aufbringen“ aufschlägst, ist es furchtbar nervig wenn der Autor erst mal zwei Seiten lang erklärt, warum tapezieren eigentlich blöd ist und man lieber mit Rauputz arbeiten sollte. Das gehört einfach nicht in dieses Kapitel, sondern in ein anderes zum Vergleich verschiedener Methoden der Wandgestaltung.

    Und so ist es für mich auch mit einem Forum. Jedes Kapitel/jeder Faden hat ein Thema und wer sich dafür interessiert, schlägt dort nach. Deshalb sind Diskussionen abseits davon unangebracht.

    Hier in diesem Thema geht es um das „wie“ und nicht um das „ob“. Man kann eine andere Meinung dazu haben ob man Bienenvölker bei Krankheiten überhaupt behandeln sollte. Diese Meinungsäußerung gehört dann aber in ein anderes Kapitel.

    Ich hoffe es ist verständlich geworden was ich sagen wollte.

  • Uns hat es leider auch erwischt, die Dame aus unserem Verein, von der wir unsere ersten Völker bekamen hat überhaupt keine Probleme mit dem Virus, er war ihr auch gänzlich unbekannt. Wir haben zusammen nochmals ihren Stand mit 10 Völkern begangen, es waren wirklich keinerlei Anzeichen zu sehen. An unserem Stand, ich Teile ihn mit einem Freund, hat es zwei Völker erwischt, der Totenfall war enorm ein geschlossener 3cm hoher Teppich aus verendeten Bienen vor den zwei Fluglöchern. Interessanterweise handelte es sich bei den Toten um ~60% Drohnen. Die Völker sind jedoch so stark das es in den Beuten bei der Durchsicht nicht einmal auffiel. Die Kämpfe am Flugloch um die kranken draußen zu halten waren über zwei Wochen sehr stark, wir haben alle zwei Tage den Totenfall entfernt. Ein neu zugekaufter Schwarm wurde an einen anderen Standort verbracht, zwei weitere Schwärme die direkt neben den infizierten stehen wurden dort belassen um das Virus nicht evtl. doch zu verschleppen.

    Ich möchte hinzufügen das wir im Frühjahr auf unseren ersten beiden Völkern, welche dann im Juni krank wurden, jeweils zwei Honigräume aufgesetzte hatten. Von diesen nahmen wir dann jeweils einen und setzten diesen dann den anderen beiden, zu diesem Zeitpunkt recht neu hinzugekommenen aber auch starken Völkern auf, mit denen sie sich den Stand teilten, damit die neuen etwas schneller in wallung kommen, Kontamination vermutlich erreicht... Klasse!


    Nach nun insgesamt vier Wochen ist der Spuk vorbei, beide infizierten Völkern ist nichts mehr an zu merken. Die zwei anderen Völker die wir aus sicherheitsgründen dort beließen zeigen keinerlei Symptome.


    Zu unserem Glück haben wir mehrere Grundstücke im Umkreis von 10km zu verfügung und können nun den Infektiösen Stand erstmal ein Jahr beobachten, an unserem anderen Stand mit nunmehr einem JV und zwei Ablegern ist bisher nichts zu sehen.

    Aktuell ist der Plan mit umweiseln am ersten Stand eingefrohren, wir wollen warten wie sie sich über den Winter entwickeln.


    Rücksprache mit mehreren Vereinsmitgliedern (Altimker/Vorstand) ergab das diese bisher von CBPV noch nie was gehört hatten... Lediglich unser Seuchen und Krankheitswart wusste davon. Die reaktion auf unsere Schilderung des Krankheitsbildes lässt jedoch darauf schließen das es gerne mit der Flügelkrankheit verwechselt wird =O


    Jedoch sagen alle mit denen wir in Kontakt waren, ebenso der hinzugezogene Veterinär, auch Imker im Raum Berlin, das abwarten nicht schaden kann.

    Ich hab mir diesen Faden hierzu durchgelesen, eure Meinungen gehen hier auch sehr stark auseinander. Fakt ist das ich nirgendwo mehr zu diesem Thema gefunden habe als hier, jedoch ist die Krankheit bei weitem nicht erforscht und es gibt nur Hypothesen. Daher denke ich das Abwarten nicht besser oder schlechter ist als die Brutscheunenmethode, umweiseln oder gar abschwefeln. Alles sind m.M. nach Nebelkerzen solange man nicht mehr darüber weiß, als das der Virus wohl in den meisten Völkern zu finden ist, laut Veterinär, jedoch nicht immer zu tragen kommt. Der Vergleich mit Herpes stand im Raum, wenn man den Bien als ganzes betrachtet...


    Ich bin Jungimker, und habe mich, so dachte ich, gut vorbereitet, aber das habe ich nicht erwartet, ich habe damit gerechnet das ich 2-3h die Woche für dieses wundervolle Hobby aufbringen müsste, doch allein die Recherchearbeit frisst ganze Wochen, und einen Königsweg zu finden ist, so glaube ich mittlerweile, nicht möglich.


    Interessante Fußnote:

    Mein Imkerpartner arbeitet komplett auf Mittelwänden während ich im BR nur anfangsstreifen (ca 40mm) verwende, da beide kranken Völker direkt nebeneinander stehen kann ich sagen das es nichts zur Bienengesundheit beigetragen hat, auch nicht bei der Volksentwicklung an sich.


    Gruß

    Alex

    Taunuszanderbeuten Styropor und Holz mit Varioboden

    3 Völker 1JV, 2WV

    BR mit Anfangsstreifen

    HR mit Mittelwänden


    Dabei seit 2020

  • Der CO2 Gehalt in der Luft ist stetig gestiegen. Durch steigenden CO2 Gehalt, sinkt der Proteingehalt im Pollen.

    Bei diesem ganzen Absatz habe ich gedacht, ich lese einen Bernhard H. Vortrag?!

    Gibt es für die These "Mehr CO2 Gehalt = weniger Protein im Pollen" denn eine wissenschaftliche Untersuchung, die das untermauert? Mich interessiert das wirklich und ich weiss es schlichtweg nicht.

    Zu finden unter anderem hier: http://www.klimaretter.info/fo…entration-setzt-bienen-zu


    Der Link zum "Original"

    Rising atmospheric CO2 is reducing the protein concentration of a floral pollen source essential for North American bees


    Oder hier: Pflanzen-enthalten-weniger-Eiweiss.html

  • Ist das Virus im Honig nachweisbar?

    Welcher Virus ist überhaupt im Honig vorhanden?
    Ich denke kein Virus ist im Honig aktiv.

    Nun ja, wäre dem so, hätten wir keine Probleme mehr mit viralen Erkrankungen.

    Wie lange ein Virus ohne Wirt überleben kann, hängt vom Virus ab. Wichtiger wäre die Frage, ob er durch den Honig weiter übertragbar ist.

  • Diese Studie hatte ich oben schon verlinkt.
    Interessant ist für mich die Aussage, dass die Bienen die Qualität von Pollen anhand des Proteingehaltes nicht unterscheiden können.
    Untersucht wurde nicht, ob der geringere Proteingehalt im Pollen einen Einfluß auf die Bienengesundheit hat, wenn ausreichend Pollen vorhanden ist.

    4 Völker, Langstroth Flachzarge / 8 Frame, Honigraum FlowHive