Das Sanieren von CPV (Chronischer Paralyse Virus)

  • Oder Korrelationen zu PSM, das wäre dann aber wirklich der Moment, wo man 'Varroa' rufen müßte.


    Es gibt ja eine Studie die Zusammenhang von Neonicotinoide und erhöhte CBPV-Titer in der Biene bestätigen:


    Auszug:

    Um die potentielle Beziehung zwischen akuten Pestizideinwirkungen und Viren aufzudecken, applizierten wir bei erwachsenen Bienen, die primär mit geringen Mengen (4.3 × 10 hoch 5 Genomkopien) des chronischen Bienenparalysevirus (CBPV) infiziert waren, unterschiedliche Imidacloprid - Dosen, um zu beobachten, ob die akute orale Toxizität von Imidacloprid in der Lage war, das Niveau von CBPV zu erhöhen. Hier fanden wir, dass der Titer von CBPV bei erwachsenen Bienen 96 Stunden nach akuter Behandlung mit Imidacloprid bei der höchsten Dosis von 66,9 ng / Biene im Vergleich zu anderen Behandlungen und Kontrollen signifikant erhöht war. Unsere Studie liefert klare Beweise, dass die Exposition gegenüber akut hohen Dosen von Imidacloprid bei Honigbienen, die dauerhaft mit CBPV infiziert sind, einen bemerkenswert negativen Effekt auf das Überleben der Honigbiene haben können. Diese Ergebnisse implizieren, dass akute Umweltstressoren einer der Hauptbeschleuniger sein könnten, der ursächlich zu einer explosiven Virenvermehrung führen kann, die zur Massenvermehrung und -verbreitung fortschreiten und Kolonieverlust verursachen kann.

    Die vorliegende Studie wird dazu beitragen, die Schädlichkeit dieses Pestizids besser zu verstehen, besonders im Hinblick darauf, wie die Toleranz der Honigbiene gegenüber der Virusinfektion durch akute Pestizidbelastung verändert werden könnte."

    Eine frühere Untersuchung von DiPrisco et al hat 2013 (Anhang 2) einen ähnlichen Wechselwirkungseffekt zwischen DWV und Clothianidin beobachtet.

  • Die sachliche Aussage dahinter ist, ...

    ... ist inzwischen geklärt. Denke ich.

    Eingesandte Proben bedeutet für mich erst einmal, ...

    ... dass wissenschaftliche Mitarbeiter darin geschult sind wissenschaftlich korrekt zu arbeiten. Darauf vertraue ich, bis auf weiteres.

    Wenn irgendwo Prozent ohne weitere Angabe steht, sollte die nächste Frage eigentlich sofort sein "Von was?"

    Wenn dich Misstrauen quält, und Fragen umtreiben, dann recherchiere bitte die Quellen, und frage im Zweifel bei den Autoren nach. - Und wenn du methodische Fehler findest solltest, dann rücke die Dinge bitte zurecht. - Ich selber habe ebenfalls nur recherchiert, und habe nichts zu verteidigen.

  • Ich selber habe ebenfalls nur recherchiert, und habe nichts zu verteidigen.

    Meinem Eindruck nach leider weder sauber, noch schaut es so aus, als hättest Du verstanden, was ich gesagt habe. Lassen wir das, ist mir grad zu mühselig, das auseinanderzuklamüsern. Btw. hat hier niemand, wirklich niemand, geschrieben, die Wissenschaftler hätten nicht ordentlich gearbeitet.

    HG

    Monika


    Wir sollten immer daran denken: Im wesentlichen sind unsere Bemühungen auf eine vernünftige, fürsorgliche Pflege beschränkt. (Bruder Adam)

  • Ich selber habe ebenfalls nur recherchiert, und habe nichts zu verteidigen.

    Meinem Eindruck nach leider weder sauber, noch schaut es so aus, als hättest Du verstanden, was ich gesagt habe. Lassen wir das, ist mir grad zu mühselig, das auseinanderzuklamüsern. ...

    Schau mal, moniaqua , das hier ist nur ein Chat, jeder trägt ein Stückchen dazu bei, Informationen, unterschiedliche Sichtweisen, und bestenfalls sind wir alle am Ende ein bisschen schlauer. - Ich verfolge die Diskussion im Stillen interessiert weiter, und was ich bisher nicht verstanden habe, wird vielleicht später klarer. - Also, nichts für ungut.

  • Bernhard Heuvel hat eine spannende Studie ausgegraben:


    Zusammengefasst: es wurden Bienenproben samt zugehöriger Königin auf verschiedene Krankheitserreger (u.a. CBPV) untersucht. Die Königin hatte ein anderes Pathogenprofil als ihre Arbeiterinnen. Hier ließ sich keine Krankheitsübertragung von Arbeiterinnen auf Königin nachweisen.



    https://www.mdpi.com/2075-4450/11/6/382#


    https://doi.org/10.3390/insects11060382

    Anfängerin 2019, Ökotante, Warré, aktuell 9 Völker

  • Zusammengefasst: es wurden Bienenproben samt zugehöriger Königin auf verschiedene Krankheitserreger (u.a. CBPV) untersucht.

    Das relevante Ergebnis der Untersuchung bzgl. CBPV ist: Alle 42 Testvölker waren NEGATIV auf CBPV und DWV-C, deshalb wurden die vergleichenden Untersuchungen nur für entsprechend andere Krankheitserreger durchgeführt. (Seite 4, 2.4 Analysis)

    Zitat

    Colonies were negative for CBPV and DWV-C; therefore, analysis was conducted on ABPV, BQCV, DWV-A, DWV-B, IAPV, LSV, Trypanosome spp., and Nosema spp.

    Einleitend wurde noch einmal darauf hingewiesen, dass in Käfig-Experimenten nachgewiesen wurde, dass CBPV von Arbeiterinnen auf die Königin übertragen werden kann. (Seite 2)

    Zitat

    CBPV has also been evidenced to be transmitted to queens from workers in cage experiments [29].


    29. Amiri, E.; Meixner, M.; Büchler, R.; Kryger, P. Chronic Bee Paralysis Virus in Honeybee Queens: Evaluating Susceptibility and Infection Routes. Viruses 2014, 6, 1188–1201.

  • Ach ja...eins meiner CBPV Völker ist nun weisellos. So ca. 5-6 Tage schätzunggsweise von der noch restlichen offenen Brut. Einige verdeckelte Weiselzellen mitten auf der Wabe. Dabei dachte ich eigentlich es erholt sich grade. Was nun ? Nachschaffen lassen? Zelle oder begattete rein ? Oder Abschwefeln nach der Honigernte und vorbei der Spuk ? Die Hocken auch noch schön auf alten Waben dnm 1,5 :/+ 2HR dnm.

  • Moin,

    Abschwefeln ist eine sichere Lösung gegen allerlei Krankheiten.

    Wenn man die Reste noch verbrennt, ist das auch sehr hygienisch.


    Es kommt sicher auf den Befallsgrad an. Ich würde mit junger, begatteter Königin einen Flugling in gereinigter Beute bilden.

    Kurz vorher noch mal Schwammtuch drauf, um die freien Milben auszuschalten.


    Der alte Wabenbau kommt in den Dampfwachsschmelzer.


    Somit kann ein Neustart gelingen. Füttern nicht vergessen.


    Viel Glück! Und nicht zu lange zögern - es scheint da auch so einen Point of no return zu geben - hatte voriges Jahr so einen Fall.


    Grüße Ralf

  • Also!

    Bienenmäßig bin ich Anfänger, als Mensch habe ich mittlerweile Ü60 auf dem Buckel und etwas Lebenserfahrung.

    Als erstes würde ich mal nix extra desinfizieren=Gewissensgeruhigung. Was hat die "Cleanheit" gegenüber der Natur dem Menschen beschert? Immunschwäche vielleicht ...

    Denkt an die Bienen=Natur, nicht an Honig und "große Imkerin/großer Imker".

    Ob CBPV, DWV, Varroa, Dingsbums oder wie sie alle heißen ... eingreifen bedeutet immer stören/auch vernichten von Möglichkeiten ...

    Ich will aber nicht alles (pauschal) schlecht reden - bitte nicht so negativ sehen.

    Eigentlich geht es aber nicht um die Imkerei, es geht um die Honigbienen, damit geht es natürlich auch um uns, nein, nicht um die Imker, es geht um die Menschheit!


    Rolf

    Konfuzianer:

    "Man soll ein anständiges Menschenleben führen, aus dem einfachen Grund, weil man ein anständiges Menschenwesen ist."

  • Rolf, wie wäre es, wenn du dir unter „wesensgemäße Bienenhaltung“ einen passenden Thread suchst oder erstellst und dort deine Philosophie ausbreitest?

    Anfängerin 2019, Ökotante, Warré, aktuell 9 Völker

  • Als erstes würde ich mal nix extra desinfizieren=Gewissensgeruhigung.

    Bei einem akuten Ausbruch?! Dann wären wir wieder bei Zeiten von Kindbettfieber. Brauch ich nicht.

    HG

    Monika


    Wir sollten immer daran denken: Im wesentlichen sind unsere Bemühungen auf eine vernünftige, fürsorgliche Pflege beschränkt. (Bruder Adam)

  • Der CO2 Gehalt in der Luft ist stetig gestiegen. Durch steigenden CO2 Gehalt, sinkt der Proteingehalt im Pollen.

    Bei diesem ganzen Absatz habe ich gedacht, ich lese einen Bernhard H. Vortrag?!

    Gibt es für die These "Mehr CO2 Gehalt = weniger Protein im Pollen" denn eine wissenschaftliche Untersuchung, die das untermauert? Mich interessiert das wirklich und ich weiss es schlichtweg nicht.


    ...

    Mehr CO2 Gehalt = weniger Protein im Pollen

    Habe ich auch zum ersten mal hier gelesen und dann etwas im internet gesucht. Es gibt eine amerikanische Studie zu Protein im Pollen. Über die Jahre gibt es immer weniger Protein im Pollen der Goldrute.

    Aber ist weniger Protein im Pollen wirklich ein Problem für die Bienen oder brauchen die Bienen dann einfach nur mehr Pollen?

    Die CO2-Konzentration schwankt im laufe des Tages, Jahres und über die Regionen der Erde stark, teilweise mehr als der Anstieg in den letzten 100 Jahren ist.

    Die Folgen des CO2 Anstieges könnten durchaus eine höhere Belastung für die Bienen darstellen.

    Das Anstieg von CPBV-Fällen in Deutschland als Folge des Anstiegs der CO2-Konzentration, dazu fehlt mir die Fantasie.

    4 Völker, Langstroth Flachzarge / 8 Frame, Honigraum FlowHive

  • Proteine sind die Bausteine allen Lebens.

    Wir essen ja auch nicht mehr, nur weil in den Lebensmitteln weniger Nährstoffe enthalten sind. Resultat ist, daß wir evtl mangelerscheinungen haben oder es erst nach langer Zeit sich durch einen negativen Effekt zeigt.


    Wenn die Bienen weniger Proteine durch den Pollen bekommen, stört das alles essentielle in der weiteren Entwicklung.