Das Sanieren von CPV (Chronischer Paralyse Virus)

  • Aus aktueller Sicht absolut kontraproduktiv ist das so viel gelobte bis auf den Boden reichende schräge Anflugbrett.

    Genau das sagte Dr. Wolfgang Ritter in einem Vortrag zu vorbeugender Bienengesundheit. Ich habe

    mich daran erinnert und letztes Jahr bei zwei von CBPV betroffenen Völkern das Flugbrett sofort

    entfernt. Bienen, die das Flugloch nicht mehr finden, haben im Stock nichts verloren . Ich habe die

    Fluglöcher zudem noch etwas eingeengt, damit die Fluglochwachen die Erkrankten, die sich einschmuggeln wollen, besser abwehren können. Es hat relativ zügig geholfen, hielt aber bis zum Spätsommer ab- und anschwellend an.

    Ich sehe das auch so.

    Würden die Bienen ein Flugbrett haben wollen, würden sie sich seit langer Zeit welche bauen ...


    Rolf

    Konfuzianer:

    "Man soll ein anständiges Menschenleben führen, aus dem einfachen Grund, weil man ein anständiges Menschenwesen ist."

  • Was mich generell interessieren würde ist, ob Kollegen welche im Sommer mit AS behandeln auch über Völker mit CBPV klagen. Anders gesagt: Da die AS Dauerbehandlung den ganzen Stock quasi desinfiziert und eine Träufelbehandlung mit OS sich nicht so gravierend auf das Stockklima auswirkt (Vermutung) könnte dies doch auch ein Indiz dafür sein, dass der Trend der CBPV nach oben geht. Die Behandlung mit AS ist ja in den letzten Jahren ein wenig in Verruf geraten und rückläufig. Besteht eine Korrelation zwischen Rückgang der AS-Behandlung und gefühlter Zunahme des CBPV??? 🧐

    „Wenn Bienen den Mindestlohn erhalten würden, würde ein Glas Honig mehr als 132.000 Euro kosten „🤔

  • Würden die Bienen ein Flugbrett haben wollen, würden sie sich seit langer Zeit welche bauen ...

    Müssen sie traditionell nicht selbst bauen - die Struktur unterhalb des Fluglochs der Baumhöhle reicht sogar tiefer als bis zum Boden. (Sorry, OT).

    ... aber senkrecht 🤭

    Unterhalb des Flugloches eine geschlossene Fläche ist auch ein Flugbrett. Aber normalerweise kommt da ja kaum was zum landen.

    Gruß

    Harald

    Es wird in jedem Jahr Frühling, nur wann?

  • die massive Störung der Stockluft durch Ameisensäure beseitigt neben dem Multiplikator Varroa auch geschwächte Bienen, löst aber nicht die Ursache des CPV-Problems?


    Gegen infizierte Weisel hilft nur Thronwechsel. Und die Hoffnung, das mit einem Massewechsel sich eine Gesundung des Biens vollzieht, wenigstens von den äußeren Erscheinungsbild.
    Gibt es Korrelationen mit der Region, Trachten (Umweltgifte) oder Weiselzuchtlinien?

  • eher damit, dass es wenn, nur wenig helfen wird, wenn man nicht alles andere auch tauscht.

    Das teilweise seuchenartige und flächendeckend auftretende Phänomen deutet für mich nach wie vor darauf hin, dass es vor allem eine Sache der Ansteckungswege ist.

    Oder dass eben bisher nur ganz wenige Königinnen eventuell genetisch dagegen besser gerüstet sind. Auch dann würde ein Kg-Tausch nur helfen, wenn man vorher wüsste dass die jeweilige Kg das genetische Rüstzeug besitzt - ich beweifle aber, dass das irgendjemand weiß - denn dazu weiß man ja ganz offensichtlich noch viel zu wenige darüber.

  • Ich behandle mit AS und hab das Problem mit der Wackelei letztes Jahr trotzdem bei einem Volk stark und bei zweien leicht gehabt.

    "Wie stellst du dir das Land vor in dem Milch und Honig fließen?" "Klebrig."

  • Im letzten Juni ein Volk (übliche Behandlungsstrategie: im Sommer AS Säure, im Winter Oxalsäure verdampfen) aufgrund der hohen Varroa-Belastung auf Neubau (Kunstschwarm) gesetzt. Anschliessend Sprühbehandlung mit Oxalsäure durchgeführt.


    Ein Monat später dann CPV. Da war wohl zu viel Stress im Volk. Oder Pollenmangel? In der Folge auch die Königin ersetzt.


    Den Winter nun gut überstanden und bereit für die Tracht.

    Wer aufhört, besser zu werden, hat aufgehört, gut zu sein.

    Philip Rosenthal

  • Kurzer Zwischenbericht: nachdem ein Volk meiner 10e ganz besonders mit CBPV belastet war habe ich das Anflugbrett (bei allen) entfernt, mit jeder Schwarmkontrolle den Boden 15m entfernt abgeklopft (siehe vorheriger Post) und das Flugloch auf Halbmast gestellt. Bei der Kontrolle am besten die KÖ suchen und käfigen, dann kann man ohne bedenken den Boden auf welchem sich die ganzen Walker sammeln weiter weg in die Wiese kippen.

    Ich will nicht sagen, dass es geheilt ist, aber deutlich deutlich besser. Nur noch sehr wenig Totenfall vor dem Flugloch und zumindest vorhin nur einen Walker an der Beutenwand beobachtet. Jetzt mal schauen wie es weiter geht.

    „Wenn Bienen den Mindestlohn erhalten würden, würde ein Glas Honig mehr als 132.000 Euro kosten „🤔

  • Ich habs letztes Jahr ähnlich gemacht. Hatte 2 Völker am Heimatstand mit CBPV. Ich hab dann beim Wässern der neu gepflanzten Bäume den Wasserschlauch immer mal kurz über den Teil der Palette gehalten, der quasi als Anflugbrett dient und die zitternden Bienen weggespült. Bisher alles paletti, keine zitternden Bienen da.


    Bei einem anderen Volk habe ich mal getestet, ob ein Königinnenwechsel was bringt. Kann da aber nichts eindeutiges sagen. Bei dem Volk war das zittern mit der neuen Regentin irgendwann weg. Ich hatte aber die alte Königin zur Beobachtung in ein Mini+ verfrachtet und über den Winter gebracht. Die hat jetzt auch wieder ein großes Volk aufgebaut, wo niemand mehr zittert.