Dadant: Boden mit Lochblech oder Gitter?

  • Hallo zusammen,


    nachdem ich seit 12 Jahren mit Zander imkere, möchte ich nächstes Jahr gerne das 12er Dadant (mod.) ausprobieren. Nun lese ich bereits das ein oder andere Buch darüber und schaue auch schon nach entsprechenden Beuten bzw. -Herstellern.


    Dabei ist mir natürlich auch aufgefallen, dass man arg aufpassen muss, weil die Hersteller gerne im Detail eigene Süppchen kochen und dann z. B. die Rähmchen von A nicht in die HR von B passen usw.


    Nun habe ich einen Hersteller gefunden, der mir beinahe komplett zusagt. :) Beinahe, weil er – zumindest standardmäßig – den Gitterboden mit Lochblech anstatt mit einem Edelstahlgitter baut. Das finde ich insbesondere bzgl. der Varroadiagnose problematisch.


    Schön ist schon mal, dass er mir auf Wunsch wohl auch Edelstahl-Streckmetall einbaut. Nun würde mich aber trotzdem interessieren, wie ihr das seht? Soweit ich im Forum gesehen habe, scheint einigen das Lochblech auch nicht zu gefallen. Aber einen Sinn muss es ja haben, dass das verwendet wird? Vielleicht hat das ja Vorteile, die ich bisher übersehen habe?


    Wie seht ihr das? Und seid ihr mit dem Lochblech, sofern ihr das habt, zufrieden?


    Danke und Gruß

    Martin

  • Hallo mdatab ,


    ich habe die Beuten von Bienen Ruck in Verwendung und die haben auch Lochblech in den Böden.

    Bis jetzt hat sich das nicht als nachteilig erwiesen.


    Wenn Du vergleichst, schau Dir auch die Wandstärken an, da gibt es auch Unterschiede...


    Grüße

    Roland

  • Der Boden- offen oder geschlossen ist unabhängig vom Rähmchenformat, was hast du bisher bevorzugt? Mehr Wärme für die Bienen? Wärmebrett?

    Streckmetall mag ich am wenigsten, weil mehr Bienenbeine und Pollen auf den Einschüben liegt, als bei Böden mit Gitter oder Lochblech bei den überwiegend von uns verwendeten Wagner-Böden. Die Schieber oder Wärmebrett sind idR von Januar-September drin, Eigenbauböden haben bisher kein Gitter, alle HB-Beuten sowieso.

    Vielleicht mal YT-Videos von Jürgen Binder oder Rene Schieback ansehen.


    die Varroadiagnose der runtergefallenenen Varroen ist ehe ungenau, wer es genauer möchte nimmt eine Bienenprobe in den Schüttelbecher + Zucker oder Isopropanol oder zählt in der Brut.

  • Lochblech ist genial, würde ich immer dem Gitter vorziehen.


    Zur Diagnose, vergiss die Windel und wasch lieber aus, das ist wesentlich Aussagekräftiger.


    Auch mit Lochblech siehst du ob Milben drinnen sind, wenn ja, dann musst du eh behandeln.

  • Immer Lochblech, das hängt nicht durch, selbst über die Fläche eines Dadantbodens. Streckmetall hängt mal gerne nach ein paar Jahren durch, dann musste das tauschen.

    Ansonten bin ich mittlerweile auch auf den Nicotgeschmack gekommen und muss sagen, lecker.


    Gruß Chris

  • Vielen Dank für eure Rückmeldungen. Ich denke ich probiere es einfach mal mit dem Lochblechboden. So wie es aussieht dürfte ein nachträgliches Umrüsten im Falle eines Falles ja auch kein Problem sein.

  • Ich stelle fest, dass mit dem offenen Boden nicht so weit nach unten ausgebaut wird (bei Anfangsstreifen). Das zeigt, Bienen richten sich nach den Gegebenheiten. Selbst schnelle Änderungen sind meist kein Problem, höchstens wenn man ein Volk vor dem Winter vom geschlossenen auf den offenen Boden umstellt (macht man aber nicht).


    Sollte das Lochblech der einzige Knackpunkt sein, würde ich den bei der Kaufentscheidung wenig gewichten.


    Grüße

    Roland