Gefräste Holzschiene statt Edelstahlschiene

  • Hallo,

    Ich habe Liebig-Zander Zargen verschiedener Hersteller. Eine Sorte hat eine Edelstahlschiene als Rähmchenauflage, die anderen nicht. Die Edelstahlschiene steht 5mm über, bei den anderen ist das Holz 5mm höher, so dass die Rähmchen alle auf der selben Höhe sind.


    Da mir die Auflage gut gefällt (weniger Bienenquetschen beim Rähmchen einlegen) habe ich mir gedacht, dass ich einfach mit meiner Oberfräse einen Spalt 5mm tief aus dem Holz wegnehme und nur eine schmale Schiene übrig lasse.


    Hat mit sowas schon jemand Erfahrung gemacht? Frage mich warum das nicht von Haus aus so gemaxht wird. Nutzt sich die Holzschiene vielleicht zu schnell ab?


    Grüße,

    Martin

  • Ich tippe mal darauf, dass eine vergleichsweise dünne Auflage aus Holz zu leicht abbricht, wenn man bei vekitteten Rähmchen mal etwas schwerer locker bekommt...

    In der Natur gibt es weder Belohnungen noch Strafen. Es gibt Folgen.
    (Robert Green Ingersoll)

  • Problem ist, dass bei mehr Auflagefläche auch mehr Kontaktfläche am Rand verkittet werden kann. Damit brauch man dann wieder mehr Kraft beim Lösen...


    Ich habe bei DD nur die Auflageschienen aus Metall und da geht es ganz gut. Bei den Zander-Beuten ist nur eine Holzauflage gefräst und da sind die gerade nach längerem Nicht-Bewegen bis zur ersten Durchsicht im Frühjahr teilweise schon ziemlich fest verkittet worden. Aber du kannst es ja mal ausprobieren und berichten, ob es denn eine gute Option ist.

    In der Natur gibt es weder Belohnungen noch Strafen. Es gibt Folgen.
    (Robert Green Ingersoll)

  • Danke Amape, momentan habe ich halt eine durchgehende Auflage aus Holz bei den Zargen, also ohne Schiene. Und da ist die Auflagefläche halt am größten. Da wird ordentlich verkittet und man kann die Rähmchen schlecht zur Seit über den anderen Kitt schieben. Auch quetscht man gerne Bienen unter den Rähmchenohren wenn man entnommene Rähmchen wieder einsetzt.

  • Die Idee an sich finde ich nicht schlecht. Wie Amape schon sagt, wird es aber evtl. so verkittet, dass das Holz bricht.
    Aufwändig würde es ohnehin werden. Aus Hartholz eine Leiste zu fräsen und diese zu integrieren erfordert zumindest erweiterte Heimwerkerkenntnisse der Holzbearbeitung. Wäre aber reizvoll. Die Auflage der Rähmchen sollte wohl nicht breiter als 2 mm sein.


    BTW, Ich tausche gerade die Polsternägel gegen Pilzköpfe aus Buche, fachlich nicht nötig, aber gefällt mir ...

  • Moin,

    ich nutze bei meinen Segeberger Beuten aus Holz ebenfalls Edelstahlschienen (1mm-2mm Dicke).

    Allerdings habe ich die Nuten vor dem Zusammenbau mit der Oberfräse eingebracht.

    Nachträglich fand ich zu aufwändig, da man ganz schön in die Tiefe gehen muss, um den Absatz für die Freimachung und den Absatz für die Schiene einzufräsen (gut bei Segeberger hab ich auch noch den Falz stehen).

    Ich stelle es mir schwierig vor, nur eine Nut einzufräsen und Holz stehen zu lassen und hätte die oben genannten Bedenken, dass die schmale Leiste bricht, bzw. das Restmaterial wieder zu stark verkittet wird.

    Die Edelstahlschienen, ganz in Anlehnung an Dadant, möchte ich nicht mehr missen!

    Grüße aus HH Andreas


    Man kann sich den ganzen Tag aufregen :evil: ------- Ist aber nicht verpflichtet dazu :cool:

  • Moin Martin,

    ich hätte eine Idee dazu: mit der Oberfräse den ganzen Absatz (auflage) 5mm tiefer fräsen ohne etwas stehen zu lassen (bricht e' weg) und dann von der Innenseite der Beute einen Blechstreifen (VA oder Allu) anschrauben der 5mm übersteht. Auf dem liegen dann die Rähmchen auf.

    Hmm, kann man das nachvollziehen??

    VG Martin

  • mit der Oberfräse den ganzen Absatz (auflage) 5mm tiefer fräsen ohne etwas stehen zu lassen (bricht e' weg) und dann von der Innenseite der Beute einen Blechstreifen (VA oder Allu) anschrauben der 5mm übersteht. Auf dem liegen dann die Rähmchen auf.

    Hi, ja das war mein Alternativgedanke. Die Ami-Schienen im Handel kenne ich, sind halt wieder 3 Euro pro Zarge plus Porto. Ich habe nun mal bei einer Zarge die Nut mit der Oberfräse gemacht (mit dem Försterbohrer vorgebort und mit nem Bündigfräser an der Stirnleiste entlang gefräst), so dass so 3-4mm Holz übrig bleibt. Wenn das brechen soll, fräse ich die Leiste weg und mache eine Ami-Schiene hin.


    Grüße,

    Martin

  • Mein Großvater sagte mal, warum nicht gleich ordentlich Arbeiten?

    Gerade so kleine Holzstege ist nichts für die "Ewigkeit" und wird sich mit erhöhtem Aufwand rächen.


    Liebe Grüße Bernd.

    Pushen wir uns nicht an den Stöckchen dieser Welt, bewegen wir Baumstämme, auf denen wir stehen.

  • Moin Martin,

    mein Vorschlag funktioniert auch ohne AMI Schiene. Ich dachte da eher an einen einfachen Blechstreifen 1-1,5mm dick, 20mm hoch/breit und so lang wie die auflage eben ist

    --> mit ein paar Befestigungsbohrungen.

    Hochkant von innen mit 5mm Überstand anschrauben und gut ist.

    das kann man gut selber machen für unter 3€ :)

    Gruß Martin