BR mit Anfangsstreifen / Naturwabenbau + Drohnenrahmen im Sommer?

  • Hallo zusammen!


    Bisher hatte ich meinen Völkern immer Mittelwände für BR + HR gegeben. Dieses Jahr habe ich 3 Schwärme gefangen, denen ich nur Anfangsstreifen für Naturwabenbau im BR gegeben habe.

    Wie macht man das bei den Völkern jetzt im Frühjahr / Sommer? Gibt man denen dennoch einen Drohnenbaurahmen, oder benötigen die keinen, weil die sich im Zweifel jetzt schon ausreichend Drohnenzellen anlegen?

    9 Völker Carnica, 1 Volk Buckfast in Segeberger

  • Gibt man denen dennoch einen Drohnenbaurahmen, oder benötigen die keinen, weil die sich im Zweifel jetzt schon ausreichend Drohnenzellen anlegen?

    Wenn überwiegend Naturwabenbau errichtet wird, benötigt man keinen Drohnenrahmen. Der Bien baut sich seine Wohnung dann nach seinen Vorstellungen. In 4 - 5 Wochen werden die dicken Willis ohnehin hinauskomplimentiert - somit ist ein DR jetzt eher überflüssig.

  • Du erweiterst ja je nach Bedarf und Volksstärke mit Anfangsstreifen, auch im Sommer und zur Auffütterung - wenn du nur Naturbau möchtest.

    Im Grund sind das doch alles klassische "Drohnenrahmen", egal ob mit oder ohne Anfangsstreifen. Welche(s) Rähmchen oder Bereiche sie für Drohnenbau, Arbeiterinnenbau oder Speicherzellen nutzen liegt im Ermessen der Bienen. Schwärme machen das meist schön, als Imker oder Imkerin muss man sich nur an ein etwas anderes Wabenbild als mit Mittelwänden gewöhnen.


    LG

    Marieke

  • Der klassische Drohnenrahmen wird normalerweise mit einem größeren Abstand zu den Nachbarwaben (+ 3 mm) eingehängt. Das wird bei der Naturbauweise nicht so gehandhabt, weil die Bienen keinen Grund haben, genau diesen Rahmen als Drohnenrahmen zu verstehen. Wenn sie ihre Drohnenbereiche bauen, macht die Nachbarwabe an der Stelle eine Ausweichwelle oder hat dort eine "Lücke".

    Wenn die neuen Waben zur Sommersonnenwende oder danach dicker ausgezogen werden (Speicherzellen) kann man den Abstand der neuen Rähmchen vergrößern um einigermaßen gerade Waben zu erhalten.


    LG

    Marieke

  • PaBa und Alle Beginner: Nach deinem Eingangspost hatte ich den Eindruck darauf hinweisen zu wollen, daß der Drohnenrahmen nicht dafür erfunden wurde, damit die Bienenvölker genügend Drohnen produzieren. Der klassische Drohnenrahmen ist aber Teil des Varroabekämpfungskonzeptes und das kann man nutzen, solange noch Drohnenbrut produziert werden.

    Für die ganz Neuen: Varroen haben die Tendenz, Drohnenbrut am Rand des Brutnestes zu bevorzugen. Ist der Drohnenrahmen komplett gedeckelt, schneidet man ihn raus und wirft ihn den Hühnern zum Fraß vor. So kann man sich von vielen Varroen befreien. Nicht wenige Imker machen dies permanent. Einen links, dann einen recht, so daß die nacheinander abwechselnd immer wieder rausgenommen werden können.

    Viele liebe Grüße

    Wolfgang

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.

  • Bienenköniggibmirhonig ist ja alles richtig - für Bau auf Mittelwänden. Nur hat PaBa Anfangsstreifen gegeben und da haben die Bienen i.d.R. nicht gelesen, dass die Drohnenwaben nur am Rand sein sollen; man könnt schier meinen, denen seien die Varroen egal.


    Aber, ja, genügend Drohnenwaben bauen die schon. Die Bienen richten sich's schon so, wie sie's brauchen, wenn man sie denn lässt :)

    HG

    Monika


    Wir sollten immer daran denken: Im wesentlichen sind unsere Bemühungen auf eine vernünftige, fürsorgliche Pflege beschränkt. (Bruder Adam)

  • PaBa und Alle Beginner: Nach deinem Eingangspost hatte ich den Eindruck darauf hinweisen zu wollen, daß der Drohnenrahmen nicht dafür erfunden wurde, damit die Bienenvölker genügend Drohnen produzieren. Der klassische Drohnenrahmen ist aber Teil des Varroabekämpfungskonzeptes und das kann man nutzen, solange noch Drohnenbrut produziert werden.

    Für die ganz Neuen: Varroen haben die Tendenz, Drohnenbrut am Rand des Brutnestes zu bevorzugen. Ist der Drohnenrahmen komplett gedeckelt, schneidet man ihn raus und wirft ihn den Hühnern zum Fraß vor. So kann man sich von vielen Varroen befreien. Nicht wenige Imker machen dies permanent. Einen links, dann einen recht, so daß die nacheinander abwechselnd immer wieder rausgenommen werden können.

    Viele liebe Grüße

    Wolfgang

    Ist doch gar nicht die Frage. Beim Naturwabenbau wird es schön passend verteilt. Kein Drohnenrahmen im eigentlichen Sinn nötig und um die Jahreszeit sehr überflüssig.

    Das Drohnenbrutschneiden hat sich doch weitestgehend überholt, als Mittel für die Dezimierung der Varroa. Kann man machen, muss man aber nicht. Und nicht wenige Imker, die es machen, meinen auf sorgfältige Varroabekämpfung im Sommer/Spätsommer verzichten zu können. Dann geht der Schuss nach hinten los.

    Ab und an schneide ich, einfach um zu gucken, was abgeht. Dieses Jahr noch nicht eine Varroa in den Drohnenbereichen gefunden, als Vernichtungsmethode demzufolge hinfällig, als Diagnosemethode sowieso. TBE steht an.

  • PaBa und Alle Beginner: Nach deinem Eingangspost hatte ich den Eindruck darauf hinweisen zu wollen, daß der Drohnenrahmen nicht dafür erfunden wurde, damit die Bienenvölker genügend Drohnen produzieren. Der klassische Drohnenrahmen ist aber Teil des Varroabekämpfungskonzeptes und das kann man nutzen, solange noch Drohnenbrut produziert werden.

    Ja, mir ist bewusst, dass der Drohnenrahmen ein Varroabekämpfungskonzept ist. Aber das Konzept geht nur auf, wenn die Bienen auch Bedarf haben, Drohnen dort haben zu wollen.

    Meine Beobachtung ist, dass wenn die Bienen im Brutraum nur Mittelwände haben, fangen sie ohne Drohnenrahmen an, wild zu bauen. Gebe ich ihnen einen Rahmen, bauen sie dort ihre Drohnenzellen und bauen nicht mehr wild.

    Und nur deshalb geht die Varoabekämpfung mit dem Drohnenrahmen auf. Wenn die Mädels auf den anderen Waben Platz für Drohnen haben (bei Naturbau anders als bei Mittelwänden), dann werden die den Drohnenrahmen wohl wie ein Rahmen mit Anfangsstreifen ausbauen und gemischte Zellen machen.

    9 Völker Carnica, 1 Volk Buckfast in Segeberger