Probleme mit Siebkübel

  • Hallo allerseits,


    vielen Dank für die erschöpfenden Erfahrungsberichte, die mich meine Schleudertechnik überdenken lassen :-)

    Während ich ausschließen kann, dass es an der Honigsorte liegt (letztes Jahr war's im Sommer das selbe wie beim Raps), werde ich die Sache mit dem "Vorsieben" bis zur ersten Füllung am oberen Quetschhahn nochmal genauer austesten. Auch der Umweg über die Eimer, die dann in den Siebkübel gekippt werden, ist ein Gedanke wert. Der dritte, tiefere Quetschhahn würde mich tatsächlich am meisten beruhigen (und ich glaube auch, dass der zunehmende Druck durch den höheren Füllstand einen schnelleren Durchlauf ergibt), allerdings fehlt mir da der passende Edelstahlschweißer meines Vertrauens... Eine Heizung unter der Schleuder haben wir in diesem Frühjahr das erste mal ausprobiert, allerdings noch ohne Erfolg. Optimierungsmöglichkeiten gibt's auch da sicher noch (vor allem sollte man vorher daran denken, auch die Laserfolie am Boden der Schleuder zu entfernen - insbesondere, wenn man eine Art antiken Heizstrahler darunterstellt 😨).


    Viele Grüße

    Holger

  • Habe das Teil von Logar mit den beiden Vertikalsieben. Ich lege grundsätzlich ein einfaches Haushaltssieb auf, um die größten Wachspartikel schon mal abzufangen. Wenn das dicht ist, kommt das Nächste drauf oder es wird gereinigt...

    Stau im Siebkübel gab's noch nie.


    Vorsieb ist sehr hilfreich!

  • Überlegt doch mal warum es im Fachhandel kein Siebkübel mit 2 oberen Quetschhähnen gibt. Weil es nicht notwendig ist.

    Ein höherer Druck ist kontraproduktiv weil du dann wieder von oben durch das Sieb drückst und es verstopfst. Ein Siebeimer siebt den Honig nicht oben an der Oberfläche sondern unten im Honig. Deswegen Siebeimer beheizen, damit Wachs usw. schnell nach oben steigen können. Bei mir hängt immer die Heizung vom alten Spitzsieb mit drinne.

    Der Honig läuft dann nachher schön gleichmäßig aus dem Siebkübel in die Eimer...


    Wenn euch der Eimer überläuft ist das Sieb dicht, da könnt ihr noch 5 weitere Quetschhähne reinmachen.. Die erste Ladung sauber vorsieben, danach is geschenkt.


    Gruß Chris

  • Hi.

    Ich habe mir den Aufbau bei Siegerland Schleudern angesehen. Der Hersteller hat auf dem Kübel eine Art doppelten Spitzsieb. Und kein Edelstahl Doppelsieb. Habe es noch nicht im Einsatz gesehen. Sah für mich aber aus, als wenn es funktionieren sollte.

  • Hallo hodihu,


    wenn Du Deinen Schleuderprozess eh überdenkst, empfehle ich Dir, mal in Richtung Klärfass zu überlegen. Ich war anfangs auch in Richtung Siebkübel unterwegs, was einfach nie gescheit funktioniert hat. Die Siebe sind immer gnadenlos verstopft. Habe dann Eimerkaskaden gebaut... Ewig hat das gedauert.


    Dann hab ich hier den Tip gekriegt mit dem Klärfass. Man nehme:

    - 1 Edelstahlfass mit Quetschhahn und einem Volumen, in das der gesamte Honig einer Schleuderung gut reinpasst

    - 2 Eimerhalter (ich empfehle die vom Bienenweber)

    - 2 12,5kg-Eimer


    Das Fass neben der Schleuder so hoch aufstellen, dass Deine Lagergebinde unter den Quetschhahn passen. Den Honig aus der Schleuder ungesiebt in die 12,5kg-Eimer laufen lassen, diese abwechselnd ins Fass kippen und auf den Eimerhaltern auslaufen lassen. Fass mit Honig ein paar Tage im warmen Schleuderraum stehen lassen. Wachs etc. schwimmt oben auf und kann abgeschöpft werden. Dann Honig aus dem Fass in die Lagergebinde füllen. Er ist hier schon erstaunlich sauber. Beim Wiederverflüssigen dann feinsieben, z.B. im Melitherm.

    Keine Siebe, die verstopfen und die man reinigen muss. Kein Flaschenhals nach der Schleuder. Kann das nur jedem empfehlen.

  • Der Vorschlag war nicht für zwei ober Quetschhähne, sondern einen tieferen, um etwas Puffer zu schaffen. Der obere wird halt dann überflüssig. Ich habe zwar sein Eimersieb nicht gesehen, aber vermute, dass dieses auch oben einen Rand aus Edelstahlblech hat. Somit wird nicht ein cm Siebfläche hergeschenkt. Es ist lediglich der Honigspiegel auf die Auslaufunterkante abgesenkt und im Sieb noch zusätzlicher Stauraum geschaffen. Für den Fall des Falles, ist halt das zur Verfügung stehende Volumen dann nicht ganz so stark auf Kante genäht. Man hat ja in der Regel niemand da stehen, der ununterbrochen das Sieb beobachtet.


    Hallo Holger,

    Da könnte ich Dir einen Empfehlen, Du müsstest den Kübel halt einpacken und schicken, bei Interesse kann ich Dir die Adresse zukommen lassen. Hier im Forum (rechte Seite) gibt es doch auch in der Werbung Firmen die Edelstahlarbeiten anbieten, ist da nichts dabei?

    Ach ja, der Eimer hat vermutlich einmal vorne, einmal hinten einen Hahn. Den zusätzlichen würde ich um 90° versetzt anbringen lassen. So kannst Du jeden, je nach Anwendung, auch wirklich nutzen.

    Viel Erfolg

    Man kann ohne Bienen leben, aber wie halt.

  • black.peterle

    Natürlich verschenkst du Siebfläche wenn du den Eimer ein paar cm niedriger füllst.

    Je größer die Sieboberfläche im(!) Honig ist, desto besser.


    Den Quetschhahn niedriger setzen ist Symptombekämpfung, die Ursache liegt woanders.

    Ich muss auf mein Sieb auch kein Auge halten, das siebt mehr oder weniger fleißig vor sich hin, halt so wie es befüllt wird.


    Gruß Chris

  • Hallo Chr!s,

    letzter Versuch, ich will nicht Dich zu irgendwas bekehren, sondern Holger meine Meinung als Möglichkeit einer Variante sein Problem zu lösen vorstellen. Anhand meiner Erfahrungen in dieser Richtung, bin ich mir sicher, dass ich da keinen Käse verzapfe. Bin mir auch im klaren, dass es da sicher auch andere Meinungen geben kann. Lass doch Holger entscheiden was er für plausibler hält.

    Wenn wie oben von mir geschrieben, sein Siebkübel oben rum so aussieht wie das Kegelsieb im Bild unten, dann ist mir nicht eingängig, warum die Siebfläche kleiner werden soll, nur weil der Honigspiegel ein Stück niedriger ist. Sogar wenn nicht, ist das Volumen auch nicht verloren. Sondern kommt zum Tragen wenn sich das Sieb doch zusetzt.

    Dann hat man noch ein bisschen Vorlauf um zu reagieren, um die Schleuder zu schließen.

    Ich finde das wesentlich angenehmer, als immer gleich wegen der kleinsten Unpässlichkeit am Sieb den Schleuderraum putzen zu müssen.

    Wir machen das eh schon lange anders, aber das war ja nicht Holgers Frage.

    Wir machen erst den Honig sauber mit einem Wachsseparator, lassen ihn sicherheitshalber noch durch ein Spitzsieb und dann sauber ins Klärfass. Dort wird nur noch abgeschäumt. Wachs und sonstiges gibt es dort nicht mehr. Aber jeder nach seiner Fasson und Betriebsgröße.

  • Muss wohl an meinem Honig liegen, aber ich filtere mit Grobsieb und konischen Feinsieb im CFM-Siebkübel wie oben beschrieben. Wenn der zweite Eimer der durch den oberen Hahn gefüllt ist einigermaßen voll ist, schütte ich ihn in einen extra feinen Nylonspitzsieb wo er dann in den nächsten Eimer tropft. Letztens mit so 44kg Honig in einen Aufwasch. Da hat nichts verstopft und der Honig ist so rein, er möchte mir auch nach vier Wochen nicht anfangen zu kristallisieren, damit ich rühren kann.

  • Martin, wenn die 44 kg korrekt sind, ist das doch kein Indiz dafür, dass da irgend etwas funktioniert.


    black.peterle, ich sehe das genau so wie Du, dass der oberere Auslauf viel zu hoch ist. Der Honigdruck auf diesen Auslauf ist gleich Null. Meine eigene Erfahrung bekräftigen mich in dieser Aussage.

    Die günstigste und effektivste Lösung ist, Haushaltssieb, Eimer, grosser Klärkübel. Ist ja schon beschrieben worden. Honigsumpf empfehle ich nicht.
    Für viel Geld kann man das ausbauen mit Honigpumpe, Seperator usw.


    Gruss

    Ulrich

  • Muss wohl an meinem Honig liegen, aber ich filtere mit Grobsieb und konischen Feinsieb im CFM-Siebkübel wie oben beschrieben. Wenn der zweite Eimer der durch den oberen Hahn gefüllt ist einigermaßen voll ist, schütte ich ihn in einen extra feinen Nylonspitzsieb wo er dann in den nächsten Eimer tropft. Letztens mit so 44kg Honig in einen Aufwasch. Da hat nichts verstopft und der Honig ist so rein, er möchte mir auch nach vier Wochen nicht anfangen zu kristallisieren, damit ich rühren kann.

    Hallo Martin,

    darum animpfen, um einen feinen Startkristall in die Honigernte einzubringen. Dann funktioniert auch das cremig rühren.

    Die Siebproblematik stellt sich bei diesen Mengen tatsächlich noch nicht. Wer ein Problem mit verstopften Sieben hat, hat in der Regel schon einiges mehr an Honig zur Verarbeitung anstehen.

    Es liegt somit nicht an Deinem Honig, sondern an der Menge Deines Honigs... ;)

    Grüße

    Peter

    Man kann ohne Bienen leben, aber wie halt.

  • Ok, verstehe, dass die Menge das Problem macht. Bei den 68kg letztes Jahr hatte ich auch mehr Probleme mit dem Grobsieb. Aber der konische Feinsieb sollte ja im Honig schwimmen und nicht so schnell verstopfen. Zur Not halt den normalen Feinsieb unter dem Grobsieb den man dann bei Gelegenheit austauschen kann.

    [...] der oberere Auslauf viel zu hoch ist. Der Honigdruck auf diesen Auslauf ist gleich Null.

    Der Honigdruck muss ja auf die Siebfläche wirken und nicht auf den Auslauf. Ich sehe das wie bereits anderweitig gesagt so, dass ein tieferer Ablauf das Problem nicht beheben würde. Wenn dann ist der verstopfte Sieb das Problem, nicht der Ablauf.3

  • Moin hodihu,

    ich verwende das Teil von Logar.

    ich hatte eigentlich die gleichen Probleme. Ich habe dann ein Grobsieb "vorgeschaltet" aber der Honig lief immer noch nicht so richtig. Danach hab mir einen billigen Honigwärmer (flache Spirale)zusammen mit einer thermostatgesteuerten Steckdose gekauft und halte die Temperatur des Honigs damit auf 30° damit gehts bei mir dann sehr gut. Auf den Honigwärmer könnte man wohl verzichten wenn man den Honig "Beutenwarm" schleudern kann -->bei mir ist es der nächste Tag

    Vorher hatte ich einen Siebkübel von Holtermann mit zwei vertikalen Sieben das fand ich suboptimal

    da die Siebfläche doch eher klein ist und sich eben doch zusetzt. Das Sieb tauschen macht in dem zusammenhang auch Probleme weil ein ganzer Teil von dem "Wachsschmodder" beim Sieb ziehen im Honig bleibt.

    Gruß Martin