Entdeckelungs-Honig

  • Nicht nur, daß die Kleinen Abends nicht ins Bettchen wollen, senile Bettflucht haben sie auch noch. Ich jedenfalls, ich hab mich danach gleich nochmal hingelegt.

    Musst halt bei Trachtlücke dran und nicht grad bei Volltracht ;) (bei Euch sind die Linden ja offen, oder?). Die haben keine Zeit, müssen gerade die Welt retten :D

    HG

    Monika


    Wir sollten immer daran denken: Im wesentlichen sind unsere Bemühungen auf eine vernünftige, fürsorgliche Pflege beschränkt. (Bruder Adam)

  • Das blöde war, das ich überhaupt was geschrieben habe

    Nein absolut nicht blöd. Es ist auch kein Zirkus hier. Ich kann einfach keinen Grund finden, warum der Tropfhonig anders schmecken sollte als der geschleuderte. Wenn mir hier jemand plausible Erklärungen liefern kann, wäre ich froh, sie hier zu lesen.Ich bemerke keinen Unterschied.

    Es ist ja im Normalfall auch nicht mehr Wachs im Honig.

  • vielleicht ist das so wie bei mir so ein "Belohnungseffekt"?


    Mit dem Finger nach dem Ende vom Schleudern oder Abfüllen noch mal die Wände vom Kübel lang ... das schmeckt schon immer besoners gut.


    s.

  • Also,

    Du willst eine Auskunft, warum Du keinen Unterschied schmeckst.

    Vielleicht bist Du keine Nase oder kein Alfons Michelin. Vielleicht ist dein Geschmack nicht so fein justiert. Wachsbeilage, Schleudertrauma, Psychologie, das sind doch schon einige Gründe. Falls Du immernoch keinen Unterschied schmeckst liegt es vielleicht wirklich an Dir. Mach Dir nichts draus, dafür bist Du vielleicht ein leidenschaftlicher und ausdauernder Liebhaber, wer weiß?

    Viele liebe Grüße

    Wolfgang

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.

  • Ich kann einfach keinen Grund finden, warum der Tropfhonig anders schmecken sollte als der geschleuderte. Wenn mir hier jemand plausible Erklärungen liefern kann

    These: Beim Schleudern wird mehr/intensiverer Luftkontakt des Honigs bewirkt (kleinere -> mehr Honigtröpfchen, größerer Flugweg durch die Luft mit höherer Geschwindigkeit). Mglw. werden dadurch bestimmte Inhaltsstoffe im Honig verändert, oxidiert, Enzyme beeinflußt (de-/aktiviert) - was wiederum den Umbauprozeß einzelner Zuckerarten beeinflußt etc.

    Das müßte man wirklich mal wissenschaftlich überprüfen - aber wer treibt diesen Aufwand angesichts der vielen und jährlich schwankenden Zuckerzusammensetzungen einheimischen Honigs?

  • Hallo, bei mir tropft das alles in den Entdeckelungswachsschmelzer und ergibt 10% verkaufsfähigen Honig auf die Gesamtmenge.

    Bis bald

    Marcus


    Hallo zusammen,

    es gibt sicherlich einige bei uns, die einen Entdecklungswachsschmelzer haben.

    Deckt sich euer Erfahrung, dass man damit ca. 10% zusätzlichen Honig gewinnen kann, mit der Abschätzung von Marcus Göbel ? Grobe Schätzung reicht, ich weiß ja, dass jeder anders entdeckelt etc.

    Wäre nicht ganz unwichtig für die eigene Kalkulation oder für die Argumentation im Verein, sich so etwas zusammen anzuschaffen.

    Danke und lg

    Axel

  • es hängt davon ab, ob du beim Schleudern die Zeit zur weiteren Verarbeitung hast- der abgelaufene Entdecklungshonig aus dem Geschirr kommt bei uns entweder wie normaler Honig durch die Siebstrecke, dafür wird das Wachs 2x durchstochen mit Spachtel, es wird aber für ein paar Kunden auch immer wieder ein kleiner Eimer extra gestellt oder gleich in Gläser gefüllt.

    Das restliche Wachs kommt zum Schluß in Hobocks und wird meist im Herbst/Winter als Backhonig aus dem Wachs entfernt- da geht es mir mehr ums Wachs, das extra erfasst wird.

    Mal sehen wie es mit der Zeit nach dem Schleudern aussieht-- ich werde auf jeden Fall noch einen 2.Deckel bauen, das ich 2 GN-EWSnutzen kann.

  • Pauschalisieren würde ich es jetzt nicht.

    Das ist meiner Meinung nach davon abhängig wie entdeckelt wird, mit Messer kommst du unter Umständen schon auf die 10%.

    Rechnen tut sich so ein Gerät aber auf jeden Fall.


    Gruß Chris

  • gerade beim Entdeckeln mit der Gabel muß der Arbeitsplatz bzgl Höhe und Abstand passen, um die Belastung auf die Handgelenke gering zu halten. Da ist das Entdeckelungsgeschirr durch die Größe besser als GN (Gastronorm).

    Momentan sind es noch zuwenig Waben, die ich mit dem Messer entdeckeln könnte, aber ich bin schon am überlegen für das GN-Sieb eine Auflageschiene zu bauen und die wenigen LS-HR mit dem Messer zu entdeckeln. Es braucht ehe eine andere Aufstellhöhe als mit der Gabel.

    Und ich muß neben der 10 oder 14er-DNM-Radial zusätzlich eine 4W-Selbstwendeschleuder nutzen.

  • Wenn ich mit Messer entdeckle wie hier im Forum schon beschrieben und dann das Wachs vorher schon im Endecklungsgeschirr über Nacht abgetropft ist, sind es eher nur so 5%, die ich zusätzlich an Honig gewinnen kann. Mir gehts dabei aber auch darum, möglichst reines Wachs zu gewinnen, ohne viel Honigbrühe wie bei anderen Schmelztechniken übrig zu haben (und entsorgen zu müssen) oder wegen Honigkaramel-Einschlüssen mehrmals umschmelzen zu müssen.

    Den Abtropf-Honig verarbeite ich ganz normal weiter, den aus dem Deckelwachsschmelzer getrennt und nehme den vor allem zum Eigenbedarf, Met nachsüßen usw., obwohl ich (bei der Blindverkostung) keinen Unterschied erkennen konnte und die veröffentlichten Messwerte von Untersuchungen keine Honigschäden gezeigt haben.

    In der Natur gibt es weder Belohnungen noch Strafen. Es gibt Folgen.
    (Robert Green Ingersoll)