Entdeckelungs-Honig

  • ...Der ist unverkäuflich. Den bekommen nur wenig Leute, die dem Imker besonders verbunden sind, Wiederverkäufer und ja, auch die Nachbarn. Schließlich handelt es sich um Tropfhonig ohne Schleuder- oder Preßtrauma...

    Hallo eines,

    ein solches Trauma fehlt meinem Honig in jedem Fall.

    Er tropft grundsätzlich!


    Und schonmal Honig von nur einem Volk abgefüllt? Da ist jede einzelne Ernte anders.

    Es wird in jedem Jahr Frühling, nur wann?

  • Hm. Geschäftsidee... Bei Whiskey gibt es Einzelfassabfüllungen, wird Preislich durchaus honoriert. Wie wäre die Abfüllung einzelner Waben... Gut die das Schleudern und die Logistik....

    Oder einzelne HR. Jeweils ein kleiner Eimer. Hat das schonmal jemand gemacht?

  • Ja, die Idee gab es hier schon mal. Das heißt dann Single-Hive-Honey.

    Google liefert dazu eine Menge Treffer.

    Tja: "Wer kann was Dummes, wer was Kluges denken, das nicht die Vorwelt schon gedacht." (Joethe war jut!)

    Das Gleiche gilt für Single Comb Honey.

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • Wenn mir ein Honig schmeckt, will ich den wieder kaufen können. Da will ich nichts von Einzelzargenabfüllung und ist doch toll, jedes Glas ist anders hören.


    Ein gutes Produkt sollte über längere Zeit gleichbleibend erhältlich sein.
    Wer würde Bier kaufen, welches bei gleichem Etikett immer anders schmeckt.


    Gruss

    Ulrich

  • Ja, ein Dilemma. Jeder möchte lokale Produkte, am Besten von dem einen Weinberg, natürlich von dem einen Jahr. Das Steak, das von dem einen Stier stammt, der am besten mit Namen bekannt ist, Fridolin heißt er.

    Das andere Extrem ist eben gemischter Wein, Cuvées, aus Merlot und Grenasch, oder was weiß ich, wie bei den Burgern von MD, jedes Jahr, immer und überall gleich schmeckt.

    Auch ein Dilemma für mich. Ich liebe zwar diese authentischen Produkte, unvermischt und echt, aber ich vermisse auch den Straßburger Wurstsalat von meinem Lieblingskoch in meiner Lieblingsgaststätte. Auf diesen Wurstsalat habe ich mich immer gefreut. Schöne Grüße n Fam. Schröder aus dem Schwabenland.

    Vielleicht sollte es beides geben, das wäre doch toll.

    Viele liebe Grüße

    Wolfgang

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.

  • Also beim Whiskey stehe ich auf Abfüllungen die anders sind. Kaufe eigentlich nix anders mehr...
    Finde das toll, das jedes Fass anders ist....
    Chargen sind dann halt echt krass klein. Muss ich aber mal im Hinterkopf behalten....

  • OT: Ich bin ja der festen Überzeugung, dass die Geschmacksschwankungen EINER der Gründe ist, warum wir hier in Oberfranken noch so wahnsinnig viele Brauereien haben. ^^^^ Jede siebte Brauerei in Europa ist aus unserem Regierungsbezirk. Da muss man gelegentlich auch mal wechseln, wenn der Bräuer sich hat scheiden lassen oder neue Angestellte hat. ;-)

    Die schmecken übers Jahr alle a weng anders aber immer gut (und auf jeden Fall besser als das, was sich die meisten gleichbleibend von den Großen antun)...


    Beim Honig schleuder und füll ich die festen Stände mittlerweile auch einzeln ab. Kommt bei der Direktvermarktung gut an..


    Tropfhonig läuft aus dem Bodenhahn der Entdecklungswanne in einen Hobbock und von da aus dann in den Siebkübel. Wachs-Honig-Gemisch und kristallisierte Waben in den Entdecklungswachsschmelzer...

  • Das andere Extrem ist eben gemischter Wein, Cuvées, aus Merlot und Grenasch, oder was weiß ich,

    Da bringst Du jetzt was durcheinander. Auch große Weine bestehen vielfach aus Mischungen von Rebsorten. Teils gehört das sogar zur DOC-Definition, z.B. bei Chianti. Was natürlich gar nicht geht, ist das Mischen von ausgebauten Weinen, teils sogar verschiedener Jahrgänge.

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • Das Mischen verschiedener Dinge muss übrigens nicht schlecht sein und auch nicht immer einen Einheitsbrei ergeben. Es gibt beim Wein Cuvées oder beim Whiskey Blends die eben kein Einheitsbrei sind. Kenne Whiskeys die es nur als Blend gibt und die immer Unterschiedlich im Charakter sind. Die machen denn 1-2 Serien Pro Jahr, aber immer anders.

    Aber das ist eher die Seltenheit. Normalerweise wird das gemacht um ein Produkt über Jahre in gleichbleibenden Eigenschaften zu erhalten.


    Mich reizt aber der Gedanke an kleinen "speziellen" Batches. Muss mal Schauen, ob und wie sich das in die Honig-Produktion einbauen lässt, ohne das die Logistik ausartet. Das fängt ja schon beim Management der Honigräume auf den Völkern an.... Hmmm... :/

  • Hallo, bei mir tropft das alles in den Entdeckelungswachsschmelzer und ergibt 10% verkaufsfähigen Honig auf die Gesamtmenge.

    Bis bald

    Marcus

    Ich besitze weder einen Entdeckelungswachsschmelzer noch so einen Mellidingsbums. Vielleicht sollte ich auf meinen Honig "kalt geschleudert cremig gerührt und direkt ins Glas abgefüllt" schreiben, um mich von den deutschen und chinesischen "Honigkochern" abzuheben. 😉

    Ich erwarte Euren Proteststurm und den Hinweis, dass eine solche Deklaration unzulässig ist.

    Karl

    Etwa 12 Völker auf Dadant an etwa 4 Standorten. "Bienenrasse":roll:: Bunte Mischung aus Carnica und Buckfast.