Tip zum Mittelwandeinlöten bei Flachzargen

  • Hallo liebe Imker(innen),


    ein Tip zum Sparen von MW beim Einlöten in Flachzargen. Die Bienen können ihren angeborenen Bautrieb ausleben und erzeugen dadurch auch rückstandsfreien Naturbau.
    Bruchgefahr beim Schleudern wird durch Verwendung einer Radialschleuder eliminiert.



    Die MW wird in einer Vorrichtung geteilt und in das ungedrahtete Rähmchen eingelötet.



    Die Rähmchen werden dann um 180° versetzt zu einander in die Zarge gehängt.



    Grüße
    Matthias

  • Hallo zusammen, genauso kann man verfahren, wenn man einen Schwarm oder Kunstschwarm einschlägt. Dann natürlich mit Brutraumwaben. Der Schwarm hat dann Platz, sich wieder ungestört zu einer Traube zu formieren. Das erscheint mir viel harmonischer, wie mit störenden ganzen Mittelwänden. Und die in den Ecken evtl. entstehenden Drohnenecken kann man ruhig tolerieren. V.H.w. Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Hallo liebe Imker(innen),


    Ergänzend zu meinem Beitrag muß ich bemerken, daß sich das wechselseitige Einhängen der MW (Dickwaben im HR) nicht (!) bewährt hat, weil der zuerst ausgebaute MW-Teil dicker ausgebaut wird als der spätere Naturbau-Teil. Dadurch werden die Waben ungleichmäßig dick ausgebaut, und es entstehen Probleme beim Entnehmen oder Umhängen. Daher bitte alle MW auf die gleiche Seiten hängen ! Ansonsten klappt die Sache aber prima, keine Angst vor Wabenbruch beim Schleudern.


    Gruß
    Matthias

  • Hallo,


    wieso muss man bei Falchzargen überhaupt Mittelwände einlöten? Die Flachzargen kommen doch in den Honigraum und wenn der durch ein Absprerrgitter vom Brutraum getrennt ist, bekommt man also keine Drohnenbrut.


    Ich habe es noch nicht probiert, aber ich überlege schon länger, ob es überhaupt sinnvoll ist, im Honigraum mit Mittelwänden zu arbeiten. Hat jemand Erfahrung damit?


    Gruß


    Thomas

    Gruß Thomas (Hatte mal vier Jahre lang Bienen. Dann aufgrund einer Bienengiftallergie aufgehört.)

  • Trotzdem:


    Hallo Matthias,


    du hast geschrieben, daß du ungedrahtete Rähmchen für die Honigräume benutzt.
    Das mache ich auch, und es klappt , (fast) kein Wabenbruch.
    Nur beim Einlöten habe ich so meine Schwierigkeiten...


    Wie lötest Du die MW ein?
    Nur oben oder auch an den Seiten?
    Welches Werkzeug benutzt Du?


    Gruß, Erwin

  • Hallo, Erwin,


    bin zwar nicht Matthias...


    Welche Schwierigkeiten hast Du genau dabei?


    Ich hatte anfangs nämlich das Problem, daß sich die MW senkrecht wellte, wenn sie über die ganze Breite oben mit Wachs eingelötet war. Das Problem tritt nicht mehr auf, seit ich weniger Wachs in die Nut gieße und sie folglich nur noch in der Mitte auf ca. 15 cm fixiert ist, links und rechts darf sie sich in der Stockwärme in die Breite dehnen, wie sie Lust hat.


    Viele Grüße in den Süden, Johannes

  • Hallo Erwin,


    ich bin Matthias :D 


    Einlöten nur oben(!) sonst verzieht sich die MW, und wie Johannes schon schreibt: Soviel wie nötig, so wenig wie möglich.
    Zum Einlöten mache ich das Wachs in einer Schale im Wasserbad warm. Die Schale nehme ich mit einer Zange und gieße das Wachs in den Oberträger. Mit etwas Routine geht das recht flott.


    Gruß
    Matthias

  • Hallo,


    Danke für Eure Antworten!
    Schwierigkeiten sinds ja nicht wirklich.
    Meine BR-Rähmchen haben eine Nut, da kann ich mit leben.
    Meine HR- Rähmchen haben keine Nut, ich kann die MW also erstmal nirgens eingießen.Da sehe ich auch "Entwicklungspotential".
    Ich verwende einen Wachsbehälter mit Ausgießer, der in einem temperierten Wasserbad warm gehalten wird (der gesamte Behälter, nicht nur der Ausgießer).
    Und ich löte die MW nur oben ein.
    Diese Technik empfinde ich halt als umständlich
    und es gibt immer eine Sauerei, weil ich Wachstropfen nicht immer vermeiden kann.
    Meine Frau hat mich in die Werkstatt verbannt, Schluchz!
    Ich hab eine gedimmte Heißklebepistole probiert, gleiche Sauerei, nur langsamer.
    Ich habe einen Draht in den BR-Oberträger gelegt, die MW rein gesteckt und den Draht el beheizt: KEINE Sauerei, schnell aber das Drahteinziehen beim Nageln ist umständlich..
    Ich denke gerade an ein "heißes Messer".
    So richtig glücklich bin ich mit keiner Lösung geworden...
    Die Nullösung, also HR-Rähmchen ohne MW, nur mit Anfangsstreifen gibt bei mir Wabenbruch beim Schleudern.
    Das kalte Auspressen der HR-Waben per Obstpresse mache ich nur für den Eigenbedarf.
    Sonst schleudere ich, und nach der Frühtracht brauche ich eben noch ein paar leere Waben für den Sommer.
    Ich frage mich einfach, obs nicht noch was besseres gibt.



    Gruß,
    Erwin

  • Hallo Erwin,


    ich habe, da ich vor gleichem Problem stand, einfach meinen ganzen Rest an selbstgemachten Bienenwachskerzen genommen und mittels deren "Tropfwachs" die MW eingelötet. Wie gesagt, nur oben, und auch nur ein Dreieck, nicht die ganze Wabenfläche.
    War allerdings eine relativ mühsame Art und Weise, aber ich wußte mir an einem Sonntagmittag anders keinen Rat.
    Ich suche auch noch nach dem Goldstandard.
    Übrigens ist mir nur eine einzige Wabe zerbrochen, die ist mir beim Schleudern aus der Hand gerutscht und flach auf dem Fliesenboden gelandet.

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • Hi, Michael,


    ich verstehe das nicht ganz: Du hast doch Dadant-Halbzargen, warum haben die Rähmchen denn keine Nut? Oder sind die von Wagner (wenn Du sie daher hast) immer ohne?


    Wenn ja, dann sind die Weberschen Rahmen offenbar fortschrittlicher als ich dachte. Mit der Nut geht das Einlöten nämlich ratzfatz und sauber. Mein größtes Problem war allenfalls das sabbernde Wachskännchen, aber vielleicht sollte ich mal Erwins bain-marie ausprobieren.


    Viele Grüße, Johannes

  • Hallo Johannes,


    die ich hatte, waren nicht von Wagner und ohne Nut.
    Es gab irgendwie auf die Schnelle keine anderen.
    Dieses Jahr wird mir dies nicht mehr passieren. (Hoffe ich!)

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • Hallo, alle Miteinander,


    Ich habe auch Halbrähmchen, aber Dickwaben und überwiegend im Naturbau, die wenigen mit Mittelwänden sind dadurch sehr einfach zu handhaben weil im Oberträger eine Nut ist und unten als Unterträger nur zwei Leisten mit einem Schlitz dazwischen.
    Da kann ich die Mittelwand durchschieben von unten vier Lötpunkte mit der Bienenwachskerze und fertig.
    Ich habe eine 20 Waben Sternschleuder und auch beim Naturbau seitdem nie wieder Wabenbruch gehabt!
    Die Brutrahmen 1,5 DNM sind bei mir siebenmal horizontal verdrahtet und ich lasse immer einen Zentimeter Luft zwischen Mittelwand und Unterträger, sie bauen das dann zuletzt dicht und seitdem hat sich nichts mehr gebeult.


    Ich wünsche viele gesunde Bienen.


    Margret

  • Hallo zusammen,
    erstmal nochmal vielen Dank für die vielen Antworten!
    Gerade das mit den Kerzen hat bei mir was in Gang gebracht.
    -Zur besseren Dosierung müssen die dünn sein.
    -Lötstelle darf auch nicht zu schnell auskühlen.
    -Brauchen die Kerzen einen Docht oder kann ichs auch anders heiß machen?
    -Wachs darf nicht zu heiß sein und auch nicht zu kalt.


    Habe über die Feiertage immer wieder mal prbieren können:


    Die für mich bis jetzt sauberste Lösung heist: einLÖTEN.
    Und damit meine ich einLÖTEN. MIT einem LÖTKOLBEN.
    Wieso bin ich da nicht früher draufgekommen :oops:


    Also so richtig mit einem Wachsstreifen als "Lötzinn" und der MW bzw Rähmchen als "Teile".
    ACHTUNG: Die Löttemperatur muß natürlich stimmen.


    Mit meinem 12V- Lötkolben (5.09€ im Baumarkt) und meinem (ohnehin vorhandenen ) Elektronik- Netzteil
    konnte ich in 5 Stunden 200 MW einlöten!


    Ohne Wachsspritzer, einfach und sauber.


    Meine Frau sagt zwar, mit der ganzen Grüblerei und Probiererei
    hätte ich alle meine Rähmchen schon fertig gedrahtet und eingelötet,
    aber was solls! :wink:


    Grüße, und einen guten Rutsch!


    Erwin

  • Hallo zusammen,


    ich habe die Beiträge gelesen und noch folgende Verständnisprobleme.
    1) Geht Ihr jetzt dazu über die Rähmchen nicht mehr zu drahten, oder bezieht sich das nur auf Flachzargen?
    2) Kann man auch bei Zander-Normalrähmchen MW-Streifen ohne zu drahten einlöten? (>>Warum noch drahten?)
    3) Wenn man in Zanderrähmchen nur MW-Streifen einlötet um den Naturbau zu erhöhen, stört es die Bienen wenn das Rähmchen gedrahtet ist?


    Gruß Peter