Starken Ableger mit zweiter Zarge erweitern oder warten?

  • Hallo zusammen,


    ich bin Neuimker und habe eine Frage zur Erweiterung meines Ablegers. Durch Corona ist der Praxisteil meines Imkerkurses leider ausgefallen. Ich habe Anfang April einen Ableger im Zandermaß nach Liebig bekommen. Der Ableger wurde mit 3 Brutwaben und einer Honigwabe gebildet. Bisher habe ich alles nach Lehrmaterial gemacht und der Ableger entwickelt sich prächtig. Mittlerweile sitzen die Bienen auf 8 Waben (plus Futtertasche), wobei 5 Waben bis auf einen kleinen Futterrand vollflächig bebrütet sind. Auf 1,5 Waben haben die Bienen Nektar, bzw. Zuckerwasser eingelagert. Eine Mittelwand habe ich vergangenen Freitag dazugegeben. Der Aufbau ist momentan also 5 Brutwaben - 1 Mittelwand - 2 fast volle Futterwaben - (leere) Futtertasche (momentan füttere ich nicht, da genug Futter in den 2 Futterwaben ist). Damit ist die Zarge momentan voll.


    Meine Frage: Macht es Sinn den Ableger in diesem Jahr mit einer zweiten (Brutraum)Zarge zu erweitern wenn die Entwicklung des Ablegers so weitergeht? Ich habe gelesen dass Ableger noch über die Sommersonnenwende hinweg weiter wachsen. Oder erschwert das den Bienen die Überwinterung ?


    Vielen Dank für eure Antworten. Ich hoffe ich habe keine relevanten Infos vergessen.
    Viele Grüße

    Florian

  • Meine Frage: Macht es Sinn den Ableger in diesem Jahr mit einer zweiten (Brutraum)Zarge zu erweitern wenn die Entwicklung des Ablegers so weitergeht?

    Ich würde statt dessen einen Honigraum aufsetzen (über Absperrgitter versteht sich) und dafür im Brutraum Platz machen, d.h. Futtertasche raus, nicht bebrütete Waben mit Honig nach oben und weiter unten Mittelwand für Mittelwand erweitern.

    Dann hast Du unten ein schönes kompaktes Brutnest und kannst den Bienen den Honig immer noch lassen, wenn du ihn nicht ernten willst.

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • Meine Frage: Macht es Sinn den Ableger in diesem Jahr mit einer zweiten (Brutraum)Zarge zu erweitern wenn die Entwicklung des Ablegers so weitergeht?

    Ich würde statt dessen einen Honigraum aufsetzen (über Absperrgitter versteht sich) und dafür im Brutraum Platz machen, d.h. Futtertasche raus, nicht bebrütete Waben mit Honig nach oben und weiter unten Mittelwand für Mittelwand erweitern.

    Dann hast Du unten ein schönes kompaktes Brutnest und kannst den Bienen den Honig immer noch lassen, wenn du ihn nicht ernten willst.

    Genau so würde ich es auch machen! Manche meiner Ableger aus dem April haben gestern bereits den zweiten (Flachzargen-)Honigraum bekommen und tragen fleißig ein.

  • Danke für die schnellen Antworten.

    Hier kannst Du parallel lesen, was passiert, wenn Du nicht mit HR erweiterst


    Honig im Brutraum

    Danke, da werde ich mitlesen.

    Insofern eine 2. Zarge mit oder ohne ASG drauf - je nach Ziel:

    a) Honig ernten

    b) Wintervorräte sammeln lassen.

    Honig werde ich dieses Jahr vermutlich nicht ernten können, da ich den Ableger im kalten Mai mit Zuckerwasser gefüttert habe, oder?

    Ich würde statt dessen einen Honigraum aufsetzen (über Absperrgitter versteht sich) und dafür im Brutraum Platz machen, d.h. Futtertasche raus, nicht bebrütete Waben mit Honig nach oben und weiter unten Mittelwand für Mittelwand erweitern.

    Danke für die Antwort WFLP

    Wie würde man die beiden Zargen dann mit Mittelwänden erweitern?
    In der unteren Zarge hätte ich dann ja zunächst nur 6 Rähmchen und oben dann die 2 Futterwaben. Oder würde ich das ganze direkt mit Mittelwänden auffüllen?

  • Wenn die Futterwaben voll sind, würde ich sie nacheinander durch Mittelwände ersetzen. Wenn man zuviele Mittelwände gibt, werde die ebenfalls mit Honig oder Pollen gefüllt.

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