Tip zum Nageln der Abstandshalter

  • Hallo liebe Imker(innen),


    Rähmchen mit Hoffmannschenkel haben neben ihren Vorteilen auch den Nachteil, daß sie von den Bienen stark verkittet werden (rasseabhängig) und das Lösen zum Kraftakt wird. Manche Imker spitzen eine Seite des Schenkels an um die Auflagefläche zu verkleinern, was aber zusätzlich Arbeit macht. In Verruf sind die Hoffmannschenkel auch als „Bienenquetsche“ beim Einschieben der Rähmchen in die Zarge.
    Ich verwende im BR Rähmchen mit geraden Seitenteilen. Diese benötigen Abstandshalter, hier in der Form von Polsternägeln die den Beespace auf 7mm halten. Jeweils 2 Polsternägel sollen im Abstand von ca. 2cm von Ober – und Unterträger einseitig am Seitenträger befestigt werden.
    Auf meinem Multifunktionsbrett habe ich 2 kleine Nägelchen im richtigen Abstand aufgenagelt. Sie dienen als Fixpunkt beim anbringen der Polsternägel. Ein aufgenagelter Dosendeckel dient als Polsternagelreservoir. Beim Anlegen des Rähmchens an das Brett nagele ich automatisch immer die richtige Seite. Auch Trennschiede lassen sich damit korrekt und einfach nageln.



    Gruß
    Matthias

  • Hallo,


    mich würde interessieren, ob der Abstand zwischen den Rähmchen im Brutraum immer 7mm beträgt, egal ob man nun im Dadant-Maß oder Zander oder was auch immer imkert?



    MFG,


    Joe

  • Hallo Api,


    der beespace (Abstand der Rähmchen zwischen einander) sollte immer das angegebene Maß haben. Unabhängig von Rähmchenmaß (Zander, DD) oder Rähmchenart (Brut- Honigraumrähmchen).


    Gruß
    Matthias

  • Hallo Matthias,


    danke für die Antwort. Nur bei Dickwaben ist der Abstand dann größer, wenn ich das jetzt richtig erkannt habe, denn beim 12er Dadant sind ja nur 10 Dickwaben im Honigraum und folglich auch in einem grösseren Abstad voneinander.


    Gruß,


    Joe

  • Hallo Joe,


    richtig ! Dort werden die Rähmchen ohne Abstandshalter in einem Holzrechen in der Zarge fixiert.
    Das ganze wird i.d.R. von Berufsimkern praktiziert, da diese mit Entdeckelungsmaschinen arbeiten, dann stören die Abstandshalter, und die Dickwaben bieten genug "Fleisch" fürs entdeckeln.


    Gruß
    Matthias


  • Hallo Api,


    der Abstand zwischen den Waben muss immer 10mm betragen.
    Der Abstand der Waben oder Rähmchen zur Zargenwand kann sich auf
    8- 10 mm reduzieren.

  • Hallo Joe,


    Der Abstand zwischen den Rähmchen bleibt der gleiche wie bei Normalrähmchen, nur die Waben sind dicker und somit gehen weniger in die Zarge.
    Ich habe jetzt DN aber das tut nichts zur Sache die normalen Waben sind
    27mm breit und die Dickwaben 35mm breit/tief.


    Grüße
    Margret

  • Hallo,


    ich möchte ja nicht klugscheißern, aber wie bisy bereits angedeutet hat, ist der Abstand zwischen den Rähmchen ziemlich "abhängig...".


    Wichtig ist in unseren Breiten, oder mit unseren Bienenrassen, das der Abstand von Mittelwand zu Mittelwand konstant 35mm ist. Man könnte auch sagen von Mitte Rähmchen zu Mitte Rähmchen sollten es 35 mm sein.


    Die orginal Frage war ja:

    Zitat

    mich würde interessieren, ob der Abstand zwischen den Rähmchen im Brutraum immer 7mm beträgt, egal ob man nun im Dadant-Maß oder Zander oder was auch immer imkert?


    Ich kenne auch Rähmchenmaße deren Breite 25mm ist, dann brauchst Du im Brutraum 10mm Abstandshalter, aber andere wie Dadant haben 27mm Rähmchenbreite, dann brauchst Du 8mm Abstandshalter.


    Auf anderen Kontinenten, bzw. anderen Bienenrassen, wird aber auch mit 33 mm oder 32 mm von Mitte Rähmchen bis Mitte Rähmchen gearbeitet.



    Gruß
    Franz

  • Hallo zusammen,
    wer hat eigentlich die jetzt üblichen Wabenabstände von 10 mm und Wabenbreitevon 25 mm festgelegt?
    Die Wabendicke kann ich mir ja noch erklären, weil eine Arbeiterin
    12 mm lang ist.
    Aber das kann auch eine Umrechnung der vielen "Zoll" sein, die es gab.
    Die 10 mm sind ein rein auf das metrische Maß festgelegte Größe.
    "Genormt" wurde das etwa vor siebzig Jahren.
    Merkwürdig ist, das so etwas nach relativ kurzer Zeit schon als "natürlich" angesehen wird.
    Denkt nur an die in Deutschland weitverbreitete "Ausnahme" beim Zander!
    22mm Wabenbreite und 37,5 mm von Wabenmitte zu Wabenmitte.
    Aber auch hier wieder das metrische, zwei Waben ergeben 7,5 cm.
    Auch eine Umrechnung, weil das etwa drei Zoll sind
    Wie man erkennt, beruht das alles auf "menschliche" Maße.
    Kein Wabenabstand und keine Wabenbreite beruht allein auf Ausmessen von Naturbau, der ohne Vorgaben errichtet wurde.
    Übrigens hatten die Waben im Lüneburger Stülper nur 32 bis 33 mm.
    Die Vorteile, die diese engen Wabengassen haben sollen, haben wir aber schon an anderer Stelle diskutiert.
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Hallo zusammen,
    oben im Beitrag muss es heissen 30-32 mm.
    Schaut doch einmal unter "Naturbau" nach, was ab Seite 3 darüber geschrieben wurde.


    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Hallo zusammen,


    mir scheint, daß der Abstand zwischen den Wabenflächen sehr von der dort ausgeübten Tätigkeit abhängt: Zwischen zwei Brutwaben wollen zwei Bienen passen, jede mit dem Bauch zur Brut zum Arbeiten und Wärmen. Im Futterbereich ist nur eine Biene in der Gasse nötig. Es fällt doch auf, daß der Futterkranz meist dicker ist als die Brutfläche daneben. Zwischen Randwabe und Zargenwand hat nur eine Bienen etwas zu tun, der Abstand könnte kleiner sein, wenn der Imker nicht den Platz zum Wabenrücken bräuchte.
    Und allgemein gilt wohl - je kleiner die Biene desto kleiner Wabengasse und Wabendicke.
    Der Mensch hat nun aus den stark schwankenden Maßen in der Natur das genommen, was gut in das Raster seiner Maßeinheiten paßte.


    Viele Grüße, Thomas