Ablger entwickelt sich seltsam

  • Ihr müsst die Ablegerbildung im Gesamtkonzept sehen.

    Die Völker müssen regelmäßig geschröpft werden, um der Schwärmerei vorzukommen. Ansonsten würde doch die Kippkontrolle nicht funktionieren und außerdem muss eine Zarge als HR ausreichen. Ergo müssen die Völker künstlich klein gehalten werden.

    Die Spätsommerpflege startet erst Mitte/Ende August. Also muss vorher bereits etwas gegen die Varroa unternommen werden. Daher der regelmäßige Schnitt der Drohnenbrut und auch die regelmäßige Entnahme von Brutwaben - schließlich muss die Milbenlast auch gesenkt werden, damit, in meinen Augen spät, mit der AS-Behandlung begonnen werden kann. Leider steht nur ein Verdunster zur Verfügung, der zur Not mit einem Grablicht unterstützt werden muss.


    Ohne die 2, besser 3-4malige Schröpfung bricht das Ganze in sich zusammen.


    Jetzt steht das Konzept aber vor einem Problem, was ist mit den Ablegern.
    Empfehlung Sammelbrutableger - geht natürlich an der Zielgruppe der Kleinstimker vorbei. Die Idee mit den Nachbarimkern gemeinsam einen zu erstellen, führte hier im Umkreis mal zu einer ordentlichen Faulbrutschleuder.

    So bleiben aber nur noch Ableger.
    Ableger mit 2BW sind für angehende Neuimker mit 1 Volk schlecht vermarktbar, da 2 BW merkt man ja im Honigertrag und wir wollen ja sanft schröpfen (sanft = macht nix).
    Methoden zur Beweiselung sind verpöhnt und machen abhängig (abhängig = schlecht). Siehe hierzu auch die Monatsshinweise, die wirklich einladend sind.

    Zitat

    „Professionelle“ machen es noch diffiziler: von A wie Anbrüter über Be legstelle, Buckfast, Carnica, Cubital index…bis hin zu Vatervolk, Zucht latte und Zusetzkäfig…ganze Bücher sind gefüllt mit Methoden zur Königinnenzucht. Entsprechend hart prallen die Meinungen über „die richtige Technik“ oder „die richtige Biene“ aufeinander…fassungslos beäugt von den meisten Jungimkern – und vielen entmutigten Erfahrenen.

    So bleibt neben der Völkervermehrung in 4-Schritten nur der 1-Waben-Ableger, um auch dem 1-Volk-Imker gerecht zu werden und ihm Möglichkeiten zu geben.

    Das gute ist aber, die werden ja garnicht alle eingewintert. Einige dienen zum Umweiseln der WV, und die anderen werden nicht aufgelöst, sondern es werden nur Ableger vereinigt oder durch andere verstärkt - auch hier ist das Vokabular wichtig...und die Aussicht ein Volk im Frühjahr zu verkaufen ist ja auch verlockend.

  • Also, bei mir funktioniert es, inkl. Honigertrag >40 kg.

    BEI STARKEN, FRÜHBRÜTENDEN VÖLKERN.

    Ich vermute, daß das Problem ist zu erkennen, was ein starkes Volk ist und wo man die Hände betr. einer Ablegerentnahme weglässt.

    Und, mit Isolierschied kommen auch in 450 M Höhe Endaprilableger in der Saison noch mit etwas Honig heim wenn die Genetik passt.

    Etwas heisst meist in der Waldtracht.


    Das eine ist, dass vermutlich nicht genug Pflegebienen mitgenommen werden.

    So bekommt man jedenfalls den Schwarmtrieb und auch gleich Pollen im Brutnest aus der Kiste raus.

    Es muss nicht überall funktionieren, ohne Frage.

    Bei uns, bei um die 95%.

    Ohne ein Freund der Auemaierschen Völker Führung zu sein.

    Oft, aber nicht immer sogar am Stand, da die jungen Pflegebienen meist noch nicht eingeflogen sein dürften. Dies wundert mich persönlich, bei dem was in Foren immer wieder zu lesen ist, am meisten.

    Frage fünf Imker, bekomme sieben Antworten und bilde Dir die achte Meinung.

    Das sind Imker Foren...

    Keiner hat Unrecht, nur den Weg, den muss man selber finden.

    In der eigenen Lage, Höhe, Umgebung, mit der eigenen Genetik.

    Und können, oder Unvermögen.

    :thumbup:

  • Die Völker müssen regelmäßig geschröpft werden, um der Schwärmerei vorzukommen. Ansonsten würde doch die Kippkontrolle nicht funktionieren und außerdem muss eine Zarge als HR ausreichen. Ergo müssen die Völker künstlich klein gehalten werden.

    Bei einer vernünftigen Genetik und bei regelmäßiger Überwachung von Mitte April bis Ende Mai ist das nicht nötig. Man kann dann damit rechnen dass ca. 2/3 der Völker schwarmtriebig werden. Einmaliges Zellenbrechen oder einmaliges ZBA-Verfahren oder Demaree-Verfahren beendet den Schwarmtrieb bei diesen Völkern und anschließend hat man Ruhe. Künstlich klein gehaltene Völker können nicht viel Honig bringen.

    Also muss vorher bereits etwas gegen die Varroa unternommen werden. Daher der regelmäßige Schnitt der Drohnenbrut und auch die regelmäßige Entnahme von Brutwaben - schließlich muss die Milbenlast auch gesenkt werden, damit, in meinen Augen spät, mit der AS-Behandlung begonnen werden kann. Leider steht nur ein Verdunster zur Verfügung, der zur Not mit einem Grablicht unterstützt werden muss.

    Auch das stimmt nicht. Wenn eine gut kontrollierte Winterbehandlung vorgenommen wird, mit dem Ziel von maximal 7 toten Milben innerhalb von 14 Tagen, halten die Völker bis zur Sommerbehandlung durch. Ich füge hier noch einmal meine Abhandlung von 2014 ein:

    https://drive.google.com/file/…9BWngESG/view?usp=sharing

    Schnitt von Drohnenbrut und Entnahme von Brutwaben sind für die Milbenbekämpfung nicht erforderlich.

    Gruß Ralph

  • Bei einer vernünftigen Genetik und bei regelmäßiger Überwachung von Mitte April bis Ende Mai ist das nicht nötig.

    Schnitt von Drohnenbrut und Entnahme von Brutwaben sind für die Milbenbekämpfung nicht erforderlich.

    Ich habe den leisen Verdacht, das ist ChrisAusEssen durchaus bewusst :/

    HG

    Monika


    Wir sollten immer daran denken: Im wesentlichen sind unsere Bemühungen auf eine vernünftige, fürsorgliche Pflege beschränkt. (Bruder Adam)