Zucht im kurzfritstig erstellten SBA und Kö-Ableger/Flugling

  • Moin,

    nachdem ich kurzfristig zum gemeinsamen Umlarven ein Zuchtvolk brauchte, parallel mir ein Volk sehr schwarmtriebig geworden ist, habe ich auf Anraten meines Züchterringleiters folgendes ausprobiert, was ich euch gerne vorstellen möchte:

    Ich habe aus dem schwarmtriebigen Volk die Kö rausgenommen, wie es Rainer/beemax auch schon mal praktiziert hat, und daraus einen Kö-Ableger/Flugling erstellt.

    Dafür habe ich in eine neue DN1,5 Beute 3 BW samt Kö aus dem SBA-Volk gehängt, flankiert von jeweils 1 LW und 1 FW.

    Diese Beute habe ich dann auf den Platz eines Volkes gestellt, dass immer noch nicht richtig in die Gänge gekommen war und ich über kurz oder lang eh umweiseln wollte.

    Die Konstellation in dem Kö-Ableger/Flugling -> S - FW - LW - BW - BW+Kö - BW - LW - FW mit Pollen

    Die übrigen Bienen aus dem Volk habe ich vor die Beute gefegt und natürlich vorher die Kö entfernt.

    Meiner Meinung hat das auch ganz gut geklappt, ging alles ohne gekloppe, o.ä. Zusätzlich habe ich noch die Honigräume getauscht.

    Den SBA habe ich noch mit BW aus dem Volk, welches ich aufgelöst bzw. wo ich einen Flugling erstellt habe, verstärkt. Somit hatte er jetzt 7 DN1,5 Brutwaben.

    Jetzt habe ich allerdings anstelle meines sonstigen Vorgehens nicht 7 bzw. 9 Tage gewartet und dann die Weiselzellen gebrochen, sondern nach 24h bereits eine Zuchtlatte mit 24 Weiselnäpfchen eingehängt.

    Gestern, nach 5 Tagen habe ich immerhin 10 Weiselzellen verschult, was ich unter den Gegebenheiten als i.O. erachte.

    Zusätzlich habe ich eine weitere Weiselzelle, die das Volk zusätzlich angelegt hatte, gebrochen.

    Der Kö-Ableger/Flugling schein auch soweit zu funktionieren, zumindest hat die Kö eine BW, bei der die Brut ausgelaufen war, komplett wieder neu bestiftet.

    Was mich irritiert: Die Kö hat die LW, die ich als Erweiterung ans Brutnest gehängt hatte, bisher ignoriert, sprich nicht bestiftet.

    Wie muss ich das interpretieren? Mag die Kö die LW nicht? Hätte ich da eher MW einhängen sollen? War die Kö schon auf Schwarm programmiert worden und brauchte jetzt erst mal ne zeit um wieder mit dem Stiften anzufangen?

    Grüße aus HH Andreas


    Man kann sich den ganzen Tag aufregen :evil: ------- Ist aber nicht verpflichtet dazu :cool:

  • ...zumindest hat die Kö eine BW, bei der die Brut ausgelaufen war, komplett wieder neu bestiftet.

    Was mich irritiert: Die Kö hat die LW, die ich als Erweiterung ans Brutnest gehängt hatte, bisher ignoriert, sprich nicht bestiftet.

    Wie muss ich das interpretieren? Mag die Kö die LW nicht? Hätte ich da eher MW einhängen sollen? War die Kö schon auf Schwarm programmiert worden und brauchte jetzt erst mal ne zeit um wieder mit dem Stiften anzufangen?

    Das hört sich sehr entspannt an; im schwarmtriebigen Volk funktioniert es eben. Die nicht bestiftete LW muss m.E. erst von den Bienen vorbereitet (propolisiert / geputzt) werden. Zudem macht die ja eine Wabe nach der anderen voll. Es kann auch sein, dass Du den Grund dafür entdeckt hast, warum das andere Volk nicht in Gang kam - die Kö' legt nicht genug...

  • Moin,

    eigentlich sollte die Kö aber genug legen, die kam ja aus dem SBA-Volk, was proppe-voll war/ist und auch schon Weiselzellen angesetzt hatte. Die hat dort 7BW DN1,5 voll gemacht.

    Die Kö, die nicht in die Gänge kam war die, die ich aus dem Flugling entfernt hatte, bevor ich dort die Kö aus dem SAB reingepackt hatte.

    Ok, ja, kann sein, dass sich der Kö-Ableger/Flugling erst einmal finden muss und dann auch die LW putzt.

    Meine Überlegung war halt, dass sie erst einmal wieder mit dem Stiften anfangen musste, weil sie kurz vor dem Schwarmgang war, als ich sie raus genommen hatte.

    Na, ich werde das nächste Woche sehen, dann sollte sie eigentlich mehr als nur die drei vorgegebenen BW bestiftet haben, sprich auch die LW.

    Oder hätte ich MW geben müssen? Wäre das nach dem Ausbau attraktiver für die Kö gewesen?

    Ich dachte nur, ich spar dem Volk Arbeit und Kraft, wenn ich eine LW gebe, damit das Volk wieder schnell in Schwung kommt.

    Grüße aus HH Andreas


    Man kann sich den ganzen Tag aufregen :evil: ------- Ist aber nicht verpflichtet dazu :cool:

  • Oder hätte ich MW geben müssen? Wäre das nach dem Ausbau attraktiver für die Kö gewesen?

    Ich dachte nur, ich spar dem Volk Arbeit und Kraft, wenn ich eine LW gebe, damit das Volk wieder schnell in Schwung kommt.

    Hallo,
    richtig: Leerwaben wirken auf die Kö als Schied, wenn auch bebrütete Waben im Volk sind. Eine (wirklich nur eine) LW ist nur angebracht bei Ablegerbildung auf MW, wenn eine stark legende Königin im Ableger ist.
    MfG, Wolfhard

  • Moin,

    eigentlich sollte die Kö aber genug legen, die kam ja aus dem SBA-Volk, was proppe-voll war/ist und auch schon Weiselzellen angesetzt hatte. Die hat dort 7BW DN1,5 voll gemacht.

    Die Kö, die nicht in die Gänge kam war die, die ich aus dem Flugling entfernt hatte, bevor ich dort die Kö aus dem SAB reingepackt hatte.

    Dann hatte ich das verwechselt.


    Auch die LW bedarf der Vorbereitung durch die Bienen. Sie füllen um die geputzten Zellen erst mal Nektar und Pollen auf bevor die Kö' dort stiftet. Braucht halt seine Zeit. Bei einer MW hat man viele bauende Bienen uns die Aktivität erscheint höher als bei einer LW. Auch dort wird nach / während des Bauens erst einmal mit Futter gefüllt...

  • sondern nach 24h bereits eine Zuchtlatte mit 24 Weiselnäpfchen eingehängt.

    vielzu lange gewartet, dass muss innerhalb der ersten 30-180 Minuten erfolgen, ansonsten suchen sich die Damen ihr eigenes Material auf den Waben und dann hast eben nur eine geringe Annahme:

    nach 5 Tagen habe ich immerhin 10 Weiselzellen verschult

    Gruß Markus


    Ubi apis, ibi salus 
    Wo Bienen sind, dort ist Gesundheit