Umzug Zander in Zander

  • Zander 1,5 sind schon extrem grosse Rähmchen und Waben. Habe das mal in der Hand gehabt, wäre mir zu gross. Dadant oder meinetwegen ZaDant wird wohl praktischer sein. Wie Berggeist geschrieben hat, würde ich das mal mit einem Volk ausprobieren. Parallel kannst du ja noch testen, wie es mit einem Volk in Zander läuft, ein Brutraum mit acht oder neun Rähmchen. Wenn dir die Grosswaben gefallen, kannst du bei nur drei Kisten noch locker auf Dadant wechseln!

    «Wer heute die Dunkle Biene, die Carnica oder die Buckfast will, findet dieselbe Ausgangslange vor: Allein intensives Züchten und gepflegte Belegstationen entscheiden darüber, ob sich die gewünschte Rasse halten, bzw. erhalten lässt. Der Unterlassungsfall nennt sich Swissmix, hat alle erdenklichen Eigenschaften und ist vor dem Anspruch der Biodiversität wertlos» (aus: mellifera.ch-Magazin, April 2018, S. 10).

  • Vielleicht habe ich es falsch verstanden, oder schlecht erklärt. Ein kleines Volk kann man auch in Zander 1,0 schieden.

    Ein großes Volk ist aber leichter auf 10 Waben Zander 1,0 zu führen, als es auf den wirklich sehr knapp geschiedeten 8-9 Waben. Etwas Raum für geringe Futtermengen oder Pollen ist vereinfachend, wie ich finde.

    Vielleicht ist meine Stellungnahme so klarer.

  • Berggeist Nur aus praktischen Überlegungen: Damit man keine Waben neben die Kiste stellen und nie Rähmchen reinquetschen muss. Bei unseren Königinnen hat auch etwas Futter Platz. Sind halt keine Hochleistungsmaschinen ... ;)

    «Wer heute die Dunkle Biene, die Carnica oder die Buckfast will, findet dieselbe Ausgangslange vor: Allein intensives Züchten und gepflegte Belegstationen entscheiden darüber, ob sich die gewünschte Rasse halten, bzw. erhalten lässt. Der Unterlassungsfall nennt sich Swissmix, hat alle erdenklichen Eigenschaften und ist vor dem Anspruch der Biodiversität wertlos» (aus: mellifera.ch-Magazin, April 2018, S. 10).

  • Ich selbst habe mehrere Völker mit 10er Dadant Brutraum und Zander Honigraum: die Zargen passen gut aufeinander. Die Breite ist gleich, die Länge leicht unterschiedlich. Ist aber kein Problem.


    Zum Unterschied ZaDant und Dadant: letzten Sommer hatte ich die Gelegenheit, einem Berufsimker intensiv über die Schulter zu schauen. Der bewirtschaftet über 300 Völker in ZaDant mit angepasstem Brutraum. Ich konnte keinen Unterschied zum angepassten Brutraum in Dadant feststellen. Außer dass, wie schon erwähnt, das Handling der ZaDant Rähmchen aufgrund der langen Ohren etwas besser ist. Von daher: Prüfen, was verbreiteter ist und leichter verfügbar. Das ist besonders dann relevant, wenn Ableger gekauft oder verkauft werden sollen. Hier ist Dadant meines Erachtens verbreiteter und damit vorzuziehen.


    Zander 1,5 ist aufgrund der Rähmchengröße deutlich unhandlicher. Es reichen dann ja 4 oder maximal 5 Brutwaben. Schröpfen und das Bilden von Sammelbrutablegern bedeutet dann gleich die Entnahme von über 20 Prozent der Bienen und der Brut. Das ist nur erheblichen Einbußen der Honigproduktion möglich. Einige Vereinskollegen sind deshalb von Zander über Zander 1,5 auf Dadant umgestiegen.


    Zum Umzug: Totale Brutentnahme nach dem Abschleudern mit Varroabehandlung (Oxalsäure sprühen). Im Brutling eine Königin nachschaffen lassen, nach 28 Tagen auf Eilage prüfen, dann das brutlose Volk auch gleich auf Mittelwände im neuen Maß umsetzen. Oxalsäure sprühen. Ergebnis: 2 Völker, die schon gegen Varroa schonend behandelt sind.


    Oder, wenn TBE nicht erwünscht, Beute mit neuem Maß aufsetzen, einfüttern und im Frühjahr die alte Zarge unten wegnehmen. Die sollte dann brutfrei sein.


    Viel Spaß


    Carsten

  • Oder, wenn TBE nicht erwünscht, Beute mit neuem Maß aufsetzen, einfüttern und im Frühjahr die alte Zarge unten wegnehmen. Die sollte dann brutfrei sein.

    Kannst du mir das genauer schildern? Wenn ich es richtig verstanden habe, setze ich jetzt die Zadant (mit wieviel MW?) auf die bestehende normal Zarge. Dann überwintern die Bienen zweizargig? Wo hängt denn dann in der Regel die Traube im Winter?

  • ich frage deshalb, weil ich wahrscheinlich noch zwei Ableger (Mai) bekomme, die ich am liebsten gleich noch auf Zadant umziehen lassen würde. TBE ist hier ja nicht relevant. Welche Lösungen schlagt ihr da vor?

    In Zander einwintern und dann die vielen Threads zum Thema Umwohnen in der kalten Jahreszeit studieren.


    Grüße vom Apidät

  • Die Idee zum Umwohnen:


    Falls die Ableger noch nicht zu stark sind und nur ca. 5 Waben mit Brut besetzen: Zarge im Zielmaß oben aufsetzen, dünn (Zuckerwasser 1:1, ca. 5 Liter) füttern. Die Anzahl der Mittelwände richtet sich nach der Größe des Maßes: Dadant bzw. Zadant: 7 Mittelwände reichen für einen Ableger dicke aus. Die Mittelwände werden schell ausgebaut, aber es wird noch nicht allzu viel Futter eingelagert. Nach einer Woche die Königin in die obere Zarge setzen und Absperrgitter zwischen die beiden Zargen legen. Die untere Zarge ist nach 21 Tagen brutfrei und kann weggenommen werden. Das Brutnest ist zwar dann langgezogen, aber bei sommerlichen Temperaturen haben die Bienen keine Probleme, die Brut zu wärmen.


    Falls die Mittelwände nicht gut ausgebaut werden: Eine Zarge mit dem gewünschten Zielmaß ohne Absperrgitter auf die Zarge mit dem Volk bzw. dem Ableger aufsetzen. Dann einfüttern. Erst 1:1, damit die Mittelwände ausgebaut werden, später dann 3:2 oder Sirup. Die Traube sitzt im Herbst und Winter vermutlich in beiden Zargen und wandert dann mit abnehmendem Futter immer weiter nach oben. Im Frühjahr sollte die untere Zarge vollständig oder zumindest weitgehend brutfrei sein. Dann einfach wegnehmen. Fertig.


    Klappt das nicht sofort und legt die Königin im Frühjahr dann doch in der unteren Zarge, dann die Königin früh im März in die obere Zarge umsetzen und ein Absperrgitter zwischen die Zargen setzen. Nach 21 Tagen und damit vor dem Aufsetzen des Honigraumes ist die untere Zarge garantiert brutfrei.


    Viele Grüße


    Carsten

  • Spitze danke Dir Carsten :) Dann werde ich es so mal angehen. Hatte mir auch überlegt Thermoschiede aus Rähmchen, Styrodur, Alureflexionsplatten und Aluklebeband zu basteln, um sie in die obere Zarge einzusetzen. Dann sind die Mittelwände im Prinzip schneller durch die Heizerbienen vorgewärmt und werden besser angenommen, so dass die Bienen sie hoffentlich schnell ausbauen. Werde mal in ein paar Wochen schreiben, ob die ganze Sache funktioniert hat.