Edelstahloberflächen reinigen

  • Meiner Meinung nach ist das Problem unter Einhaltung dieser zwei Punkte gelöst.

    Wenn man entsprechende Mengen einkauft. Wenn man mal eben welche im Laden kauft (Kleinstimker), die liegen da öfter mal offen im Kasten...

    HG

    Monika


    Wir sollten immer daran denken: Im wesentlichen sind unsere Bemühungen auf eine vernünftige, fürsorgliche Pflege beschränkt. (Bruder Adam)

  • Uaah, also besser niemals beim Kleinstimker kaufen... ;-)


    Nee, im Ernst, in den kleinsten Kartons sind so ungefähr 1300 Deckel drin, das sollte auch ein Kleinimker in absehbarer Zeit wegschaffen können, ggf. sich mit anderen zusammentun.

  • Und Produktionsstaub / -schmutz ist legitim im Honigglas?

    DeinDilemma

    wenn so einer da ist, natürlich nicht. Aber normalerweise ist da nichts (relevantes), das sind ja keine Kompostanlagen, sondern Fabriken für Lebensmittelgefäße, die haben kein Interesse an staubigen Hallen.


    Wichtig ist, dass es die verschlossene Originalverpackung ist. Bei Gläser gilt ähnliches - nur original im Werk einfolierte komplette Paletten verwenden.

    Kontrolle ist natürlich unabdingbar.


    Du schreibst ja selbst das beste Beispiel: vergleiche doch, wie sauber waren die neuen Deckel, wie schmutzig (Flecken!) sind jetzt deine gespülten?


    Selbst wenn, wie schlimm meinst du, sind die minimalen Stäube, die (eventuell!) in der Fabrikationshalle doch noch auf die Deckel gelangen? Was atmet man dagegen rund um die Uhr ein, was landet rund um die Uhr auf unserem Essen, einfach weil wir eben nicht in einer sterilen Umgebung leben?


    Honig ist kein Hackfleisch, hat hier mal jemand geschrieben. Und Honig ist kein steriles Medikament, das unter sterilen Bedingungen injeziert wird.


    Und glaubst du wirklich, eine größere Imkerei spült Gläser und Deckel?

    Bei allen, wo ich bisher zugeschaut habe, wurden Gläser und Deckel direkt aus den Verkaufsverpackungen entnommen und befüllt. Was für die gut genug ist, kann für mich nicht schlecht sein.

  • ...und genau da muss man unterscheiden:
    Wenn die gekaufte Verpackung (Glas/Deckel) gereinigt oder lebensmittelgeeignet produziert und entsprechend verpackt bei mir ankommt, kann ich sie durch Spülen nur "schmutziger" machen.
    Wenn ich aber lose Ware kaufe oder eine auch Palette Gläser kaufe, die nicht staubsicher verpackt ist, dann MUSS ich die vorher entsprechend lebensmittelecht machen. Ob die heimische Spülmaschine dafür geeignet ist, ist eine andere Diskussion, die wir im Forum auch schon geführt haben.
    Die anderen Lebensmittel-verarbeitenden-Betriebe, die ich kenne, verfahren auch genau nach diesem Prinzip. Entweder vom Hersteller befüllfertig geliefert und sofort benutzt oder kaufen und zuerst durch die Reinigungsstraße laufen lassen. Die Angabe, ob es befüllfertig ist, gibt dir ein Lieferant, der dann auch dafür gerade stehen muss. Die Angabe, ob das Material für die Aufbewahrung von Lebensmitteln geeignet ist, macht dazu keine Aussage, ob du vorher spülen musst.

    In der Natur gibt es weder Belohnungen noch Strafen. Es gibt Folgen.
    (Robert Green Ingersoll)

  • Dann will ich da auch mal meinen Senf dazu geben.

    Die Gläser im Karton sind i.d.R. kopfüber im Karton verpackt, zugeklebt. Weniger, kauft glaube ich, auch ein kleiner Imker nicht. Gläser lose auf Lage gepackt, stehen mit der Öffnung nach oben, aber verschlossen mit dem Karton oder Doppelstegplatte der nächsten Lage. Sicherheitshalber drehe ich diese beim rüberstellen auf den Abfülltisch nochmal kurz über Kopf, falls doch mal was drin sein sollte.

    Konnte aber noch nie etwas sehen. Die (Blech) Deckel gehen meiner Meinung nach gar nicht zum spülen. Weder neue, schon gar keine gebrauchten. Da der untere Rand ein Rollfalz ist, sammelt sich das Spülwasser dort drin und alles was sonst noch so im Spülwasser mit rumschwimmt. Das kann dann erst mal in Ruhe da drin rumgammeln und eintrocknen. Wenn ich das für meine ollen Marmeladengläser mit meinen Deckeln so mache, o.k., aber für Honiggläser die in Verkehr gebracht werden, auf gar keinen Fall. Die Deckel können gar keinen Produktionsstaub lose aufliegen haben, da diese nach der Blechverarbeitung lackiert und mit der Dichtung versehen werden. Dort kann natürlich theoretisch immer auch von irgendjemand eine Faser oder ein Haar reinfallen in den Karton, aber wenn ich die Warscheinlichkeit von Verunreinigungen aus dem Karton mit denen aus einem Spülvorgang vergleiche, dann bin ich mir sicher, dass die bei uns nicht gespült werden. Wenn ich dann von Mikrobiologischen Untersuchungen lese, dann Frage ich mich schon um was es in diesem Zusammenhang überhaupt geht. Um eine saubere, einwandfreie Abfüllung, oder um eine möglichst aufwändige Verfahrensweise die nach Möglichkeit die der anderen Imker bei weitem übertrifft. Oder zumindest eine moralische Überlegenheit impliziert.

    Sorry, das musste mal raus. Kiki hat glaube ich vorhin mal geschrieben, dass wegen Keimen die man reinbringt die Schleuder nicht ausgetrocknet werden soll. Wenn ich die Schleuder nicht mit einem sauberen, oder auch schon mal gebrauchten Geschirrtuch wegen zu vielen Keimen nicht austrocknen darf, dann können wir die ganze Geschichte auch einstellen. Denn dann müssen wir einen Reinraum schaffen um diese Vorgaben einhalten zu können. Edelstahl ist kein Nährboden für irgendwas. Glas und Kunststoff oder Blechdeckel auch nicht. Honig als saures Füllgut tötet den Rest was wirklich überlebt haben könnte. Wir füllen Honig ab und produzieren doch keine Silicium Wafer.

    Einen schönen Abend noch.

    Peter

    Man kann ohne Bienen leben, aber wie halt.

  • Die Gläser im Karton sind i.d.R. kopfüber im Karton verpackt, zugeklebt. Weniger, kauft glaube ich, auch ein kleiner Imker nicht.

    Gläser ok, nur es ging hier doch um Deckel.


    Dann heißt es doch immer, man solle spülen. Stand auf jeder Lebensmittelverpackung, die ich bisher irgendwo gekauft habe, das allerdings immer im Einzelhandel bisher. Ich weiß nicht, ob die Hersteller die Gläser spülen; bei der Herstellung von Metallteilen sind i.d.R. immer irgendwelche Öle oder Fette im Spiel, die ich vielleicht halt nicht unbedingt im Honig haben will.


    Kiki hat glaube ich vorhin mal geschrieben, dass wegen Keimen die man reinbringt die Schleuder nicht ausgetrocknet werden soll.

    Da ist denke ich auch eher der Hintergedanke, dass da gerne mal ein stinkiger, schön im Eck zusammengeknüddelter Lappen verwendet wird und die Maschinen mitunter mit weniger Temperatur waschen als angegeben. Dann ist das in der Tat höchst unhygienisch (ja, selbst bei Putzteufeln, die alles immer blitzeblank haben müssen - die sind mitunter die Schlimmsten). Bei einem frisch bei mindestens richtigen 60° oder höher gewaschenen Leintuch, das im Trockner war und nur für diese Arbeit verwendet wird, kann ich mir ehrlich gesagt nicht ganz vorstellen, wo die Keime herkommen sollen.

    HG

    Monika


    Wir sollten immer daran denken: Im wesentlichen sind unsere Bemühungen auf eine vernünftige, fürsorgliche Pflege beschränkt. (Bruder Adam)

  • In der Lebensmittelindustrie werden in gewissen Bereichen die Edelstahloberflächen, vor dem Produktionsprozess, mit einem Alkohol_Wassergemisch gewischt.

    Dies reduziert die Sporen und Virenbelastung, ist bei Bakterien jedoch nur verringert wirksam.

    In Honiguntersuchungen zu dem Thema Microplastik wurde dieses im Honig nachgewiesen.

    Also vermutlich, in meinen Augen, von Putzteufeln eingebracht..

    Womit meine Bitte von Leinen, oder mindestens Baumwolltüchern kommt.

    Wenn man schon wischen muss...

    Reinalkohol trocknet sofort.

    Wenn wer wischen will, sollte er derart vorgehen.


    Deckel dürfen nach der Lebensmittelverordnung in Österreich nicht wiederverwendet werden.

    Die Waschmaschine desinfiziert mittels Wasserdampf beim trockenprozess,

    Die Klarspulereinstellung verringert die Kalkflecken auf Problemwerkstoffen, da das Wasser dann noch weicher wird.

    Warum man Deckel waschen muss bleibt mir jedoch verborgen.

    Der letzte Arbeitsgang der Fertigung ist das aufbringen der Dichtung.

    Wer Fertigungsprozesse gesehen hat kann sich vorstellen, dass das Material rein aus der Fertigung kommt.

    Dies, da man dort sonst Dreck absichtlich verteilen müsste, damit dieser überallhin kommen kann.


    In der Dosenindustrie ist gerade der Hype der Wandlosen Maschinen losgetreten worden.

    Ein Zeichen, dass Hygienebedingungen sogar derart eingehalten werden können.

    Frage fünf Imker, bekomme sieben Antworten und bilde Dir die achte Meinung.

    Das sind Imker Foren...

    Keiner hat Unrecht, nur den Weg, den muss man selber finden.

    In der eigenen Lage, Höhe, Umgebung, mit der eigenen Genetik.

    Und können, oder Unvermögen.

    :thumbup: