Probleme spitzen sich langsam zu. Leider !

  • 2 Beispiele:

    • In unserer Kleingartenanlage gibt es einen Imker, der wegen der Bienen ständig Stress mit seinen Nachbarn hatte. Der hat seine Völker seit einiger Zeit von allen Seiten mit Wänden umgeben, sodass die Bienen aufsteigen müssen. Nun haben die Nachbarn keine Sicht mehr auf die Bienenvölker und nehem auch die Bienen nicht mehr wahr - er hat jetzt Ruhe.
    • Ich selbst habe Völker in geringem Abstand von ca. 2m zur Nachbarparzelle. Hier stellte sich für mich die Frage, ob die Nachbarn bei der Gartenarbeit evtl. angegriffen werden könnten. Ich habe auf solche Ereignisse nicht gewartet und auf der Parzellengrenze ein Vogelnetz mit einer Maschenweite von 6mm bis auf 1,80m Höhe aufgespannt, sodass die Bienen zum Aufsteigen gezwungen sind. Niemand ist dort bisher angegriffen worden, nicht beim Rasenmähen und auch nicht herumtollende Kinder. Gelegentliche Schwärme toleriert die Nachbarin, sie bekommt dafür von mir im Jahr einige Gläser Honig.

    Nach Jonas' Beschreibung ist einzuschätzen, dass der Nachbar komplett blockieren wird. Wenn die Sache vor eine Schiedsstelle gehen sollte, ist es sinnvoll, dass Jonas zusätzlich zu den beschriebenen Störungen konstruktive Vorschläge machen kann, die vom Gegner widerlegt werden müssen. Hier zwei:

    • Gegen Angriff durch die Bienen: Schutzwände oder -netze an der Grundstücksgrenze oder eine Hecke mit einer Höhe von mindestens 1,80m. Friedfertige Abstammung der Bienen durch entsprechende Königinnen.
    • Gegen die Belagerung des Teichs: Fachgerechte Einrichtung einer Bienentränke - wirkt nicht sofort, aber deutlich innerhalb von ca. 3 Wochen, wirkt auch nicht zu 100%, reduziert aber deutlich den Besuch des Teichs (eigene Erfahrung)

    Ich meine, hier sollten weitere konstruktive Vorschläge gebracht werden, mit denen Jonas in einem Schiedsverfahren argumentieren könnte. Er sollte auch die Nähe des Imkervereins suchen, damit der ihn in einem Schiedsverfahren fachlich unterstützen kann, am besten der Vorsitzende selbst, da dessen Meinung als offizieller gelten kann.


    Gruß Ralph

  • Nicht starr, aber 14 sind zu viel und der Ort der Aufstellung ist auch schlecht, jedenfalls für den Nachbarn. Beides kann geändert werden. Nach meiner Meinung muß es.

    Viele liebe Grüße

    Wolfgang

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.

  • P.S.


    Reden schien oder scheint eher schwierig. Wenn ich richtig gelesen habe, hat der TS das Thema bereits angesprochen.
    Ablehnung war: Versetzen ausgeschlossen. Tränken in der Überlegung.


    etwas sehr dünn, wenn Konflikte vermieden werden sollen.


    Natürlich kann der Flug nicht beeinflusst werden. Allerdings, wenn ich lese, dass man das eigene Grundstück so bestückt hat und die Platzierung so gewählt hat, dass auf Nachbarsseite die Öffnung und der einfachste Abflugweg ist. Dann ist das grenzwertig bzw. unverschämt. Das halten von zufielen Völkern ist ebenfalls klar zu verneinen.

    In der Regel heißt es:

    Grenzabstand zu Nachbarn - mindestens 3 m

    die Zahl der Völker ist je nach Region begrenzt - meistens bis 4 ist OK


    es gibt auch beim Imkern Punkte zu beachten:


    Stadt oder ländlich - in diesem Fall Stadt

    Wohngebiet oder Einzellage - in diesem Fall Wohngebiet


    Ich kann in einer Einzellage sicherlich rund um die Uhr machen was ich möchte. Da stört es niemanden. In einem Wohngebiet passt man sich den Gepflogenheiten an.


    Euer EDWIN

  • Diese Angst habe ich nicht.

    Es geht mir darum zu verdeutlichen, daß es zwischen den Honigbienen, ihrer Verhaltensbiologie und anderen Nutztierarten oder den hier bereits angesprochenen Hundehaltungen einen wesentlichen Unterschied gibt. Deshalb kann es auch keine solch starren Regeln zur Bienenvölkerdichte geben wie z.B. für Geflügel-, Schweinemastbetriebe, wo der Platzbedarf pro Tier vorgeschrieben ist.


    Da gebe ich Dir Recht.


    Und dennoch gilt auch seitens eines Imkers, der meistens harmlose Bienen hält, eine gewisse Rücksichtnahme und keine Rücksichtslosigkeit.

    Und den Unterschied macht Stadt oder Land aus.


    Euer EDWIN

  • Edwin : Das ist genau das, was ich sagen wollte. Es gibt objektive Tatsachen und subjektive Empfindungen, Verhältnisse, unterschiedlich ausgeprägte Gesprächs- und Kompromißbereitschaft. Allerdings habe ich sowohl in der Stadt, wie auch auf dem Land ganz Unterschiedliches erlebt. In der Stadt fehlt manchmal das Erleben, wie abhängig man doch voneinander ist und bilden sich ggf. schneller subjektive Meinungsmehrheiten in eine bestimmte Richtung, das mag sein.

  • Also ich fände 14 Wirtschaftsvölker auch zu viel unter diesen Bedingeungen. Aber wissen wir den ob es nicht "nur" 6 Völker und 8 PiaAumeiereinwabenbleger sind? Insofern würde sich diese Zahl relativieren.

    Wenn Du tot bist, weißt Du nicht, daß Du tot bist. Aber für Dein Umfeld ist es hart.

    Genauso ist es, wenn Du blöd bist.


    Ich halte die Erkenntnis für einleuchtend, dass alle Menschen frei geboren sind und nicht alle das überhaupt wollen.

  • Ich habe bereits das Problem angesprochen. Vorsichtig und umsichtig. Da leider dieser Nachbar mit nahezu allen umliegenden Nachbarn bereits in Streitereien verwickelt ist oder gerade neue Streitigkeiten angefangen hat. Mal mit, mal ohne Gericht.

    Imkerverein ist er bereits rausgeflogen, da ich mit dem Vorsitzenden gesprochen habe, um mir dort Ratschläge zu holen. Die Antwort des Vorsitzenden: Leider ein unbelehrbarer Mitbürger.

    Nach deinen ersten Beiträgen dachte ich, du suchst aufrichtig nach einer friedlichen bilateralen Lösung...

    Kommt von Nachbarseite keine akzeptable Einsicht, werde ich leider andere Wege beschreiten müssen.

    ... die es aber beim Beharren auf den jeweiligen Standpunkt nicht gibt.:/

    ribes


    Hast Recht. ... Ich habe natürlich dafür Sorge zu tragen das es meinem Bienennachbarn gut ergeht.

    Geeignete Maßnahmen wären dann: ...


    Danke ribes, hast mir wirklich geholfen.

    Wenn du deinen eigenen Gedanken freundlich, zugewandt, und sinnstiftend zu Ende denkst, dann könnte es dir vielleicht aufgehen, dass du so viel eher zu einer angenehmeren Nachbarschaft kommst, als wenn du an Streit denkst.


    Wenn du also irgendeine Möglichkeit hast, oder siehst deinen Nachbarn irgendwie bei seinem Hobby/seiner Leidenschaft/vielleicht auch seinem sinnstiftenden Lebensinhalt zu unterstützen (und dir kein Zacken dabei aus der Krone fällt), wäre das nicht so verkehrt.


    So wünsche ich dir weiterhin Geduld und Nachsicht, und zukünftig ein freundschaftliches Verhältnis zu deinem Nachbarn. Und bei einer dann hoffentlich besseren Beziehung solltest du auch frühzeitig eigene Befindlichkeiten zur Sprache bringen, und musst später nicht übertrieben "vorsichtig und umsichtig" sein, weil die Nerven bereits blank liegen.


    Seine Nachbarn kann man sich nicht aussuchen, und die Nachbarschaft wird leider auch nach einem gewonnen Streitfall nicht besser.


    Mein Rat an dich: Denke an was Angenehmes, dann musst du dich nicht ärgern. - Freue dich 2020 mit deiner ganzen Nachbarschaft über eine reiche Obst- und Beerenernte (die Bienen können ja nichts wegen ihres mürrischen Besitzers), vergiss nicht deinem Nachbarn dafür zu danken, und kauft seinen Honig aus eurem Garten. - Und dann bespreche bei passender Gelegenheit die neue gemeinsame Grenz(zaun)gestaltung mit deinem Nachbarn, damit seine Bienen nicht mehr über dein Grundstück anfliegen.

    Der gute Imker meint, er könne die Bienen nicht umsetzen. Das ginge nicht, sie würden sterben.

    Er hätte diesen Platz sorgfältig gewählt und der hat sich als bester Platz erwiesen.

    Falls es so kommt, wird der "gute Imker" voraussichtlich von ganz alleine einen neuen "besten Platz" für 2021 finden.


  • Wenn du deinen eigenen Gedanken freundlich, zugewandt, und sinnstiftend zu Ende denkst, dann könnte es dir vielleicht aufgehen, dass du so viel eher zu einer angenehmeren Nachbarschaft kommst, als wenn du an Streit denkst.


    Wenn du also irgendeine Möglichkeit hast, oder siehst deinen Nachbarn irgendwie bei seinem Hobby/seiner Leidenschaft/vielleicht auch seinem sinnstiftenden Lebensinhalt zu unterstützen (und dir kein Zacken dabei aus der Krone fällt), wäre das nicht so verkehrt.

    Die eigene Grundhaltung zum Nachbarn ist entscheidend - für einen selbst. Da geht es noch nicht einmal ums Streitthema oder gar um Kompromisse. Als imkerlicher Laie kann man sich von einem Imker z.B. in Fragen zu blühenden Pflanzen, Blühzeitpunkten, Schwerpunkten/Engpässen im Flugkreis seiner Bienen etc. beraten lassen. Dabei bricht kein Zacken aus der Krone, er wackelt nicht einmal, sondern man kann i.d.R. sogar dazulernen und eröffnet beiden Seiten ein vom bisherigen Streit noch unberührtes Handlungsfeld. Kein schlechter Anfang - für beide Seiten...

  • Gottfried, auch als Imker würde ich nicht tolerieren, dass mein imkernder Nachbar seine Völker an den Zaun stellt, mit Flugloch in meine Richtung. Weder eins, noch 14. Das Grundstück scheint gross genug zu sein, um da anderweitig die Bienen aufzustellen.


    Gruss

    Ulrich

  • ... , auch als Imker würde ich nicht tolerieren, dass mein imkernder Nachbar seine Völker an den Zaun stellt, mit Flugloch in meine Richtung. Weder eins, noch 14. Das Grundstück scheint gross genug zu sein, um da anderweitig die Bienen aufzustellen.


    Gruss

    Ulrich

    :thumbup:Du hättest das Problem schon im Entstehen erkannt, und bist offensichtlich der Typ Mensch der es sofort angesprochen hätte. Weil du bist wer du bist, und weil du als Imker weißt was Sache ist, und wie die Dinge sich entwickeln können.

    Auch hat mein Nachbar mit mir das Vorhaben Bienenhaltung jemals angesprochen. Die waren einfach eines Tages da. Und zwar an der Stelle, wo sie nun stehen. Direkt hinter der Grundstücksgrenze. Ich habe nichts dazu gesagt! Ich habe es hingenommen.

    Durch die (vermutlich) Steigerung der Völkeranzahl und Bienenkästen, fingen die Probleme an. Auch hier habe ich zunächst alles klaglos hingenommen. Und nun ist aber ein Maß erreicht, was die Nutzung meines Gartens deutlich einschränkt.

    Jonas hat die Situation nicht kommen sehen, hat abgewartet bis die Belastung für ihn zu groß wird, und die Situation nun droht zu eskalieren


    Und jetzt soll alles irgendwie zurück gedreht werden. - Die Beuten umgestellt. Der Teich nicht mehr angeflogen. Die Völker reduziert. - Toll. Da wäre bestimmt jeder Imker spontan begeistert, bei soviel guten Ideen vom Nachbar.:rolleyes:

  • In meinen Augen ist die Bienenhaltung an sich zu tolerieren, die Aufstellung direkt an der Grenze allerdings nicht. Ich selbst habe in der Spitze ca 20 Völker auf meinem Grundstück/Grenze mit Ausflug direkt in Richtung der Feuerwehr. Die den halben Sommer über damit beschäftigt ist, Völker einzufangen. Selbstverständlich nicht meine ;) Probleme gibt es keine, außer hin und wieder die eigene Familie die sich abwechselnd freut oder über die Bienen flucht. Stadt und Land ist relativ. Ich wohne in einer Kreisstadt, in Fragen der Bienenhaltung gilt diese aber sicher als "ländlich" Ein Gerichtsverfahren mit dem Ziel, die Bienenhaltung zu verbieten halte ich für aussichtslos. Realistisch halte ich einen Vergleich --> zb 4 Völker mit etwas mehr Abstand zur Grenze. Als Nachbar würde ich ehrlich gesagt einfach direkt an den Zaun einen großen SIchtschutz platzieren. Das schränkt die "flotte Biene im Haar" deutlich ein und bewegt den Nachbarn möglicherweise dazu, aufgrund des Schattenwurfes seine Bienen umzustellen. Klagen halte ich wie gesagt für langwierig und im Resultat "Teich bienenfrei" für unrealistisch. Aber wenn es dem TE hinterher rechtssicherheit gibt, why not? Wäre ich der Imker, würde ich mehr Abstand zur Grenze einhalten. Geht das, warum auch immer, nicht, dann würde ich ehrlich gesagt auch die Klage aussitzen.....So gesehen ist eine zügige Einholung von Meinungen von Ordnungs und evtl Veterinäramt angesagt und dann halt ein Anwalt...

  • Meine Frau hat dieses Jahr den Rasen in Vollschutz gemäht weil ihn die Nachbarbienen als Einflugschneise zum Rapsfeld genutzt haben. Ein Schutzloser Aufenthalt in dem Bereich unseres Gartens war kaum möglich. Etliche vorbeispazierende oder radelnde Nichtwissende hat es erwischt. Biene im Haar, Drama, Stich. Wir haben das ertragen weil wir selbst Imker sind und wußten, daß damit bald Schluß ist. Aber wäre ich kein Imker, hätte ich mir das nicht gefallen lassen. Der Nachbar kann auf seinem Grundstück machen was er will, solange es andere Nachbarn nicht stört. Ich bin auf meinem Grundstück nicht für den Spaß des Nachbarn zuständig. Irgendwann hört der Spaß auf. Vielleicht wäre ich jede Nacht rüber und hätte die Beuten um 90 Grad gedreht, nur zum Spaß.

    Viele Grüße

    Wolfgang

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.

  • vosp .

    Und nein, er muss die massive Masse an Bienen nicht tolerieren.

    WIR Imker wissen doch genau, welch intensiver Bienenflug im Frühsommer Sommer möglich ist.Bei vier Völkern schon enorm.

    Die schlimmer werdene Trockenheit führt zusätzlich zum Wasser holen, die Bienen kann ich nicht effektiv an meine eigene Wasserquelle zwingen .

    Das muss der Imker wissen, zuzüglich die Abflugrichtung !

    Das muss der optimieren und entschärfen.

    Das ist doch nicht die Aufgabe und das über sich ergehen lassen von Jonas ?!

    Oder habe ich da was falsch auf dem Schirm?!

    Ist ein Wohngebiet.

    Ich kann mich in diesem Fall nach der Schilderung nicht auf die Imkerseite stellen.

    Die Masse der Völker ist meiner Meinung nach wie gesagt zu viel und nicht abgesprochen oder angekündigt.

    In dieser Form ein No go..

    Turbolocke

    Seit wann ist die Feuerwehr für Bienenschwärme zuständig ?