Probleme spitzen sich langsam zu. Leider !

  • In welche Himmelsrichtung fliegen denn die Bienen?

    Nach Süden? Wenn das so wäre und alle Gesprächsansätze ausgeschöpft sind, dann eine 2 (zwei) Meter hohe, dichte Abgrenzung hinstellen. Dann hat der so liebe Bienenfreund Zofen Schatten auf den Beuten und Fluglöchern.

    Da könnte nachdenklich machen.

    Es wird in jedem Jahr Frühling, nur wann?

  • Die Fluglöcher zeigen übrigens vom Nachbarn weg und die beiden haben ein freundliches, um nicht zu sagen herzliches Verhältnis.

    Das ist schon mal eine ganz brauchbare Maßnahme und ein Glas Honig zur rechten Zeit kann durchaus auch helfen.

    Woher weiß man, dass die rechte Zeit da ist?

    12er DNM im Warmbau, ab 2021 10er DD

  • Ich lese ja schon einige Zeit als stiller Betrachter hier im Forum. Nun habe ich mich angemeldet, weil der Thread leider seltene Probleme widerspiegelt.

    Ich bin seit vielen Jahren Imker mit einigen Völkern, ein Hobby, aber schon hart an der Grenze. Bin in einem Verein tätig und kümmere mich um Jungimker aber auch um Probleme die entstehen.


    Aber zum Thema:


    Grundsätzlich kann jeder, der es möchte und die notwendigen Voraussetzungen mitbringt, imkern.

    Ich gebe jedem Jungimker zunächst den Ratschlag, sich sein Umfeld anzuschauen. Ich berate vor Ort, zeige mögliche Probleme auf und bin in jeder Hinsicht behilflich. Dazu gehört auch, mögliche Stellplätze zu suchen, falls die eigenen Möglichkeiten eingeschränkt sind usw..


    1. Ratschlag

    Mit den Nachbarn sprechen. Es sei denn, man wohnt so ländlich, dass der nächste Nachbar einige hundert Meter entfernt ist und man sich selten bis nie sieht


    2. Ratschlag

    Die Position der Bienenvölker so gestalten, dass weitgehend keine bis kaum Einschränkungen für Nachbarn entstehen.


    3. Ratschlag

    Für ausreichend Tränken, Umfeld (im eigenen Garten z.B. sorgen. Zur Nachbarschaft entsprechende

    Barrieren schaffen (Büsche, Hecke etc.) Dafür sorgen, dass ein möglichst freier ungehinderter Abflug mit schneller Höhe erreicht wird.


    Wenn ich hier lese, dass man Bienenvölker direkt an die Grundstücksgrenze setzt (dann noch in dieser Anzahl), zudem in unmittelbarer Nähe des Nachbarteiches, dann hört der Spass irgendwie auf.

    Kein Wunder, dass der Themenstarter sich massiv gestört fühlt. Mit Recht.

    Ich unterstelle hier mal, dass es sich um einen Nichtimker und Laien handelt, der mit einer Anhäufung von Bienen nur schwerlich umgehen kann.


    Diese Art von Imkern, die meinen wird schon gut gehen, werden häufig eines Besseren belehrt. Denn solche Störungen des Nachbarfriedens müssen nicht geduldet werden. Auch Gerichte haben hier nicht pro Imker, sondern pro Nachbar entschieden. Gerade in städtischen oder städtischen Aussenbezirken. Insbesondere wenn es sich um Wohngebiete handelt. Gleichwohl ob Imkern ortsüblich ist oder nicht. Hier kommt es auf die Zumutung an.

    Leider scheint es in diesem Fall so zu sein, dass der Imker meint: ich habe alle Rechte, setze mich über alles und du lieber Nachbar musst das dulden. Sehr schade, denn solche Imker bringen uns Imkern nichts. Im Gegenteil sie bringen Bienen in Verruf und damit auch andere Imker, die ohne Probleme ihrem Hobby frönen und gewissen Respekt und Rücksicht ihren Nachbarn gegenüber aufbringen.

    Ich denke, in solchen Gärten ist eine Anzahl von 2-3 Völkern völlig ausreichend. Bei einer guten Standortwahl auch kein Problem für umliegende Nachbarn. Weitere Völker lassen sich häufig im Umfeld platzieren, wenn man denn der Meinung ist, viele Völker haben zu müssen.


    Auch ist es kein Problem, Völker umzusetzen. Zugegeben es ist ein gewisser Aufwand. Hier scheint mir einfach das Problem der Bequemlichkeit zu überwiegen. So nach dem Motto: Ist doch nicht mein Problem, dass du mit meinen Bienen ein Problem hast.


    Ein vernüntig denkender Imker setzt seine Bienen nicht direkt an Nachbars Grenze, es sei denn er möchte einen Streit provozieren.


    Als Imker, Hobbyimker, Berufsimker habe ich nicht nur Rechte, sondern auch Pflichten. Hierzu gehört auch die nachbarschaftliche Rücksichtnahme.


    Mein Rat: Reden, hoffen das sich etwas erträglich gestalten lässt. Anderenfalls muss man leider den Weg über Ämter wählen.


    Schlusswort:

    Es sollte ein schönes Hobby sein. Aber nicht zum vermeidbaren Ärger anderer Unbeteiligter werden.


    Euer

    EDWIN

  • Woher weiß man, dass die rechte Zeit da ist?

    Das ist eigentlich immer dann, wenn man schleudert ;) Das Glasl, oder die zwei, drei Gläser bei mehreren betroffenen Nachbarn tun nicht weh und die Nachbarn freuen sich.

    HG

    Monika


    Wir sollten immer daran denken: Im wesentlichen sind unsere Bemühungen auf eine vernünftige, fürsorgliche Pflege beschränkt. (Bruder Adam)

  • Die Stadt / Gemeinde oder der örtliche Imkerverein hilft bei einem alternativen Standort. Das klappt vielleicht ganz in der Nähe, so dass es für den Nachbarn OK ist. Ruhig Mal den Imkerverein vor Ort informieren.

    Der Fragesteller scheint irgendwie abgetaucht zu sein, nichtsdestotrotz wäre das ein Ratschlag den ich keinesfalls umsetzten würde. Gesetzt den Fall der angebliche Problemimker ist tatsächlich organisiert unterwegs, was soll der Verein sich da reinhängen? Hätte der Imker Probleme und würde auf den Verein von sich aus zukommen, bitte gerne, aber nicht ein Dritter.

  • Als BSV und Imkerberaterin wurde ich schon mehrfach in einem solchen Fall mal von unserem Veterinäramt zur Rate gezogen.
    Hier konnte ich manchmal auch ein bisschen als "Schiedsmann" vermitteln
    Letztendlich sind auf einem begrenzten Raum in einem Wohn-Mischgebiet auch nicht immer eine x-beliebige Anzahl von Bienen auf einem Grundstück erlaubt. Hierzu gibt es einige Gerichtsbeschlüsse.
    Wenn also mit dem Nachbarn gar nicht zu reden ist ( egal, wer hier der Stoffel sein mag), dann würde auch ich den Rat erteilen, das Veterinäramt um Hilfe für eine Einigung zu bitten.
    Es liegt in der Verantwortung des Imkers, die Flugrichtung bzw. den Abflug der Bienen durch Sichtschutz, Hecke oder dergleichen umzulenken. Eine Belästigung durch seine Bienen darf er dem Nachbar nicht zumuten (insofern es wirklich eine ist!)
    Und es liegt doch letztendlich jedem an einer guten Nachbarschaft?!

    Man muß keinen Wind machen, aber man muß segeln können.

  • ...Bei vier Völkern mit Abstand zu den Nachbarn und einer ordentlichen Hecke an der Grenze würde ich nicht sagen, aber 14 Völker, mal ehrlich. Es ist einfach unverschämt den Nachbarn gegenüber, wie heißt das Gegenteil von sozial?

    Noch einmal: Störend empfindet der Nachbar a) das Fluggeräusch (vermutlich von Drohnen) und b) den Anflug seines Gartenteiches.


    Zur objektiven Seite von a) ist bereits genug gesagt, da gibt es bei entsprechender Flugbahnlenkung keinen nennenswerten Unterschied zwischen 4 und 14 Völkern auf Nachbargrundstücken des Bienenstandes, selbst wenn das Grundstück des Bienenstandes nur 400 qm hat. Ein einziges Bienenvolk hat bereits einen Flugkreis von mindestens 3 km Radius, bei lohnenden Trachtquellen sind auch 10 km nicht ungewöhnlich. Dr. Tom Seeley hat sogar im bienisch dünn besiedelten Arnot Forest einen durchschnittlichen Erkundungsradius für Kundschafterinnen von 17 km ermittelt. Die Radien sind demnach relativ unabhängig von der Anzahl der aufgestellten Bienenvölker. Einzige beeinflußbare Größe - und zwar nur für den Nahbereich (also max. 10 m Umkreis) - ist die Flugbahn, die man durchaus lenken kann. Wobei ich den Sachverständigen, Imker, Richter, Amtsmann erst einmal erleben möchte, der mir aus 10 m Entfernung zweifelsfrei nur am Fluggeräusch ableiten kann, ob da 4 oder 14 Völker aufgestellt sind. Nach meine Erfahrungen endet die Differenzierbarkeit nach dem Fluggeräusch bereits viel eher...

    Wenn b) der Gartenteich nicht weit und breit die einzige Bienentränke ist, gibt es ebenfalls keinen wesentlichen Unterschied zwischen 4 und 14 Völkern. Weder eine Reduzierung auf 4 Völker, noch das vom Nachbarn begehrte Verstellen der Bienenbeuten kann den Beflug des Gartenteiches wesentlich reduzieren oder gar verhindern.


    I.ü. ist ja auch noch nicht klargestellt, ob da nun 14 Wirtschaftsvölker stehen oder wieviele der Kisten nur Ableger oder Begattungseinheiten enthalten. Auch insofern ist hier wohl jede Bewertung des angefragten Sachverhaltes oder gar der Person des (hier nicht einmal zu Wort kommenden) Imkers fehl am Platze.



    Ich würde das Ordnungsamt rufen. Geht garnicht.

    Bist Du wirklich so? Von einem Schwarmgeschehen bspw. wurde hier trotz des belasteten Verhältnisses nichts berichtet. Der Imker scheint also verantwortungsvoller mit seinen Bienen umzugehen als manch anderer 1 ... 4-Volk-WeltrettungsImker, der seine Nachbarn ideologisch vereinnahmt hat und die sich mitfreuen, wenn die Bienen endlich mal frei fliegen dürfen...

  • Der Fragesteller scheint irgendwie abgetaucht zu sein, nichtsdestotrotz wäre das ein Ratschlag den ich keinesfalls umsetzten würde. Gesetzt den Fall der angebliche Problemimker ist tatsächlich organisiert unterwegs, was soll der Verein sich da reinhängen? Hätte der Imker Probleme und würde auf den Verein von sich aus zukommen, bitte gerne, aber nicht ein Dritter.

    Warum nicht?

    Wenn der Imker nicht kooperativ ist, dann muss ich mich selbst um die Lösung kümmern. Und entweder nutze ich die benannten (und ggfs. weitere) Stellen als Vermittler, oder für eine Klärung der Rechtslage.


    Ihr seht hier alle zu sehr den Imker und schließt von Eurem handeln auf den Imker. Vielleicht würdet ihr alle kooperativer handeln, der Imker tut es anscheinend nicht.


    Ich habe im Garten gerade einen frisch eingeschlagenen Schwarm. Die Fliegen wie bescheuert rein und raus. Das ist nicht laut, aber schon ein stetiges Summen, und ich kann durchaus verstehen, wenn ein Nichtimker ein mulmiges Gefühl hat.

    Der Themenstarter hat sein Grundstück genauso gekauft oder gemietet wie sein Nachbar und auch der Themenstarter hat ein Recht darauf sich dort wohl zu fühlen. Bei 1-4 Beuten würde ich es unproblematisch sehen, aber bei den beschriebenen 14 Beuten mit Belagerung des Teichs, würde auch ich als Imker ein Wörtchen mit dem Nachbarn sprechen und wenn das nichts nützt, mich dann an die Behörden wenden.

    9 Völker Carnica, 1 Volk Buckfast in Segeberger

  • ...frisch eingeschlagenen Schwarm. Die Fliegen wie bescheuert rein und raus. Das ist nicht laut, aber schon ein stetiges Summen, und ich kann durchaus verstehen, wenn ein Nichtimker ein mulmiges Gefühl hat.

    Sieh an. Das ist ja erst ein Volk. Wie stark ist der Unterschied zwischen einem solchen Schwarm und 4 Völkern nebst 10 Ablegern (ggf. 1-W-Ablegern nach Dr. Pia Aumeier) in einer Hörentfernung von 5 m?


    Der Themenstarter hat sein Grundstück genauso gekauft oder gemietet wie sein Nachbar und auch der Themenstarter hat ein Recht darauf sich dort wohl zu fühlen...an die Behörden wenden.

    Mglw. fühlt sich andererseits der Imker nicht wohl, wenn er von allen möglichen Mücken aus Nachbars Teich laufend gestochen wird. Sollte er sich nach erfolglosem Gespräch auch an die Behörden wenden?

  • ribes wenn das direkte Gespräch nichts bringt, was der Themenstarter als erfolglos beschrieben hat, dann muss man irgendwann weitere Schritte machen. Auch bei den Mücken, oder sonst was.


    Wenn ein nachbarschaftliches miteinander nicht möglich ist, dann muss man leider seine Rechte anders durchsetzen.


    Und Du kannst schön argumentieren, dass Bienen 17km weit fliegen, nur wenn man die Bienen 2 km weiter stellt und nebenan auch ein Teich ist, dann werden die Beinen keine 2km weit fliegen um Wasser zu holen, es sei denn, das Wasser ist warum auch immer toll. Bienen gehen sehr wirtschaftlich mit ihren Ressourcen um.


    Der ganz wichtige Punkt ist, der Themenstarter fühlt sich subjektiv gestört. Das ist so, das kann man auch nicht wegdiskutieren.

    Gegen Mücken aus dem Nachbarteich hilft ein Tropfen Spüli oder Goldfische im Teich. Problem gelöst.


    Vielleicht wären die 14 Beuten (unabhängig ob Ableger oder WV) weniger problematisch, wenn der Imker auf die Argumentation des Themenstarters eingehen würde. Tut er anscheinend nicht. Vielleicht wäre das mit einen Gespräch, einer Aussicht auf Veränderung zum Frühjahr 2021 oder einem Glas Honig zu erledigen.


    Nochmal, wenn ich mein Grundstück nicht so nutzen kann, wie ich es mir vorstelle, dann spreche ich mit dem Nachbarn, der dafür verantwortlich ist. Wenn er nicht einsichtig ist, dann informiere ich mich, damit ich Lösungen vorschlagen kann. Das hat der TO auch gemacht, er hat mit einem befreundetem Imker und hier im Forum um Rat gefragt. Wenn das immer noch nicht hilft, dann macht man weitere Schritte und das sind dann Behörden.

    Er könnte ja auch ein Insektizid in einen Teich gießen, oder unauffälliger in paar Bienentränken, und das Problem auf diesem Weg lösen. Macht er aber nicht.


    Warum soll der Wunsch des Imkers auf Bienenhaltung mehr wiegen, als der Recht des Nachbars auf einen so Bienenfreien Garten, wie es vor 2-3 Jahren war? Anscheinend war das Problem mit 2 Völkern noch nicht gegeben.

    9 Völker Carnica, 1 Volk Buckfast in Segeberger

  • Sorry ribes,

    es gibt einen Unterschied zwischen 4 und 14.

    Vier, das sind der Zeigefinger, der Mittelfinger, der Ringfinger und der kleine Finger.

    Vierzehn, das sind der Daumen, der Zeigefinger, der .........
    Viele liebe Grüße

    Wolfgang, der weiß, daß vier Bier was anderes sind als 14 Bier, 4 Freundinnen was anderes als 14

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.