Frage zur TBE - bzw. zur Verwertung der Bienenmasse

  • Ich habe bereits Erfahrung mit TBE gesammelt, aber ich habe es mir da erstmal einfach gemacht und habe den Brutsammler nachschaffen lassen. Waben aus 2 Völkern habe da locker für die Einwitterung gereicht.


    Dieses Jahr ist die Situation etwas anders. Ich habe viele (kleine) Ableger gebildet, bzw. mache noch welche. Stärke eine Brutwabe mit Zelle - also eher starke Begattungseinheiten als Ableger. (letzte Serie sollte spätesten in der zweiten Juli Woche in Eiablage sein)


    Nun würde ich gerne im Juli (04./05.07. ODER 11./12.07.) eine TBE bei den starken Völkern durchführen und anschließend die Bienenmasse aus dem SBA verwenden um die kleinen Einheiten zu verstärken.

    Stand außerhalb vom Flugradius wäre verfügbar, Behandlung jeweils mit Oxalsäure (gesprüht).


    1. Für meinen Plan - SBA eher weiselrichtig oder weisellos? Weisellos sollte ja zu einer einfacheren Verteilung der Bienen bzw. zu geringerem Risiko für die Jungen Königinnen führen?

    2. Zusätzen der Bienen aus dem SBA über den Nicotefüttere Ende Juli sonnvoll? Ist da noch Kellerhaft angesagt oder geht das so? Oder die TBE eher später machen weil das Verstärken dann einfacher wird?

    3. Im September oder Oktober würde ich nochmal Volksstärken ausgleichen. Sinnvoll?


    Spricht was gegen meine Vorgehensweise? Übersehe ich was?


    Danke für Eure Zeit und Meinungen!

  • Ein weites Thema.

    Schau Dir doch erst mal den YT-Podcast von rase am Montagabend an. Thema ist TBE. Danach sind wir alle schlauer.

    Viele liebe Grüße

    Wolfgang

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.

  • Für meinen Plan - SBA eher weiselrichtig oder weisellos?


    Verstehe ich jetzt nicht ganz. Willst Du im Sammelbrutableger nachschaffen lassen? Wenn Du die Sammelbrutableger zum Verstärken der Ableger verwenden willst, würde ich die Nachschaffungszellen erst kurz vor dem Schlupf brechen, damit sie nicht drohnenbrütig werden und vereinigen, wenn die Brut ausgelaufen ist. Dann ist das Volk hoffnungslos weisellos und macht keine Probleme.

    Zusätzen der Bienen aus dem SBA über den Nicotefüttere Ende Juli sonnvoll

    Das nennt man nicht eigentlich zusetzen, wenn die Bienen durch den Fütterer getrennt sind oder wie soll das gehen?


    Ist da noch Kellerhaft angesagt oder geht das so?

    Das sind Ableger, keine Kunstschwärme. Wozu also Kellerhaft?


    Im September oder Oktober würde ich nochmal Volksstärken ausgleichen. Sinnvoll?

    Oktober wäre mir dafür zu spät.

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • Für meinen Plan - SBA eher weiselrichtig oder weisellos?

    Verstehe ich jetzt nicht ganz. Willst Du im Sammelbrutableger nachschaffen lassen?

    Nein, habe letztes Jahr nachschaffen lassen und diese Königinn auch drinnen gelassen. Dieses Jahr will ich die Masse anders verwerten.

    Wenn Du die Sammelbrutableger zum Verstärken der Ableger verwenden willst, würde ich die Nachschaffungszellen erst kurz vor dem Schlupf brechen, damit nicht die Gefahr der Drohnenbrütigkeit besteht und vereinigen, wenn die Brut ausgelaufen ist. Dann ist das Volk hoffnungslos weisellos und macht keine Probleme.

    Ja genau das war mein Gedanke, weisellos und dann vor dem Schlupf Zellen brechen, ist klar.

    Danke!

  • Das nennt man nicht eigentlich zusetzen, wenn die Bienen durch den Fütterer getrennt sind oder wie soll das gehen?

    Ja, zusetzen.... In dem Nicotefütterer kann man ja die beiden kleinen Durchgänge auf jeder Seite aufmachen, dann können die nur langsam runter. Sollte ein ähnlicher Effekt sein, wie über Zeitungspapier, spart aber das Handling mit der zusätzlichen Zarge.


    Oktober wäre mir dafür zu spät.

    Ok.

    Nochmal Danke!

  • Wieviel Völker bekommen eine TBE?

    Du könntest jedem Deiner Ableger über ASG ein paar der BW aufsetzen, damit also weiselrichtigen Sammler schaffen.

    Siehe auch bei TBE mit weiselrichtigem Brutsammler nach Kleingartendrohn

    So ca. 10.

    Ableger sind es rund 15, ev. ein oder 2 mehr.

    Würde den Ablegern ungern die Varro-Schleudern reinhängen, habe ich alle brutfrei behandelt.

    Verfahren vom Kleingartendrohn habe ich gelesen. Wäre mir bei 20 Ablegern aktuell zu viel Arbeit, da alle paar Tage rumwurschteln.

  • ...

    Du könntest jedem Deiner Ableger über ASG ein paar der BW aufsetzen, damit also weiselrichtigen Sammler schaffen.

    ...

    Hm, das Schöne an Ablegern ist ja, dass sie bereits weitgehend entmilbt sind (nach Bildung in brutfreiem Zustand behandelt!?). Jedem da nun wieder Milben per verdeckelter Brut zuzusetzen würde ich nicht machen.


    Ich würde mir einen der Ableger aussuchen und diesen dann als weiselrichtigen Brutsammler nach Kleingartendrohn verwenden.

    Für mich liegt der große Vorteil des weiselrichtigen Brutsammlers gegenüber des Brutsammlers mit eigener Nachschaffung darin, dass die Rübereigefahr (und damit Milbenverschleppung) deutlich niedriger ist - v.a. bei Bildung 2 Wochen vor Trachtende, also wenn es sehr bald nix mehr zu beißen gibt.


    Gruß, Jörg


    P.S.: da hab' ich doch den Post von Rene J. wohl überlesen ... nevermind.

    Eine Fischsuppe aus einem Aquarium zu machen, ist leichter als ein Aquarium aus einer Fischsuppe.

  • TBE mit 10 Völkern auf z.B. DD - daraus kann man 5 Sammelbrutableger machen (5 - 6 BW pro Volk; 1 SBA / 2 Völker; für ZA ähnlich). Diese verstelle ich unbedingt außerhalb des Flugkreises, damit keine Bienen/Drohnen zu ihren Altvölkern zurückfliegen können und ggf. Milbentransport erfolgt.


    Nach drei Wochen mit intensiver Varroabehandlung (OXS alle drei Tage !) der SBA's sollten theoretisch 90 % der Milben weg sein; praktisch sind aber noch welche da! Diese finden sich i.d.R. im September in den Völkern, die Du mit diesen Bienen verstärkt hast. Ich beobachte das immer wieder. Insofern ist eine erneute Kontrolle und ggf. Behandlung mit OXS im Sept. angeraten.


    Ebenso nicht die Behandlung der Altvölker nicht vergessen - spätestens 5 - 6 Tg. nach der Brutentnahme mit Befallskontrolle!


    Drohnenbrütigkeit habe ich nie beobachtet, wenn diese Einheiten sich eine Königin nachziehen. Diese kann man zur Überwinterung nutzen und im FJ umweiseln. Manche sind allerdings so gut, dass sich das Umweiseln erübrigt; das sieht man bei der Auswinterung...


    Die Bienen aus solchen Sammelbrutablegern habe ich des Öfteren auf Völker verteilt - einfach die bienenbesetzte(n) Wabe(n) hinter das Schied gehangen. Ich nutze dazu bisher maximal 2 Großwaben pro. Volk. Wenn Du die Bienen über einen Fütterer zulaufen lässt, funktioniert das auch. Ich habe um diese Zeit (August) schon Königinnen über Fütterer zugesetzt, die tadellos angenommen wurden.


    Viel Erfolg !

  • Blockbehandlung wirkt um so schlechter, je mehr Milben in Volk sind. Fangwaben sind stark belastet. Auch 7x behandeln lässt noch zu viele Milben drin.

    Nach drei Wochen mit intensiver Varroabehandlung (OXS alle drei Tage !) der SBA's sollten theoretisch 90 % der Milben weg sein; praktisch sind aber noch welche da!

    Wer noch nicht berentet ist, löst das per Nassenheider.

  • Blockbehandlung wirkt um so schlechter, je mehr Milben in Volk sind. Fangwaben sind stark belastet. Auch 7x behandeln lässt noch zu viele Milben drin.

    Nach drei Wochen mit intensiver Varroabehandlung (OXS alle drei Tage !) der SBA's sollten theoretisch 90 % der Milben weg sein; praktisch sind aber noch welche da!

    Wer noch nicht berentet ist, löst das per Nassenheider.

    Also nach meinem Wissen Reicht für rund 95% 1 x OS Sprühen im Brutfreien Volk bzw. 1x Träufeln im Brutfreien Volk.

    Nassenheitder ist die "Ausweich"-Lösung für den Späteren Jahresverlauf, falls einzelne Völker nochmal höhere Zahlen haben. Im Dez dann Träufeln.


    Und ich behandle nicht 7 oder 8 Mal, sondern beim Brutsammler (wenn weisellos) genau einmal nach 21 Tagen.


    Ich hab öfters gelesen, dass man Bienen nur einmal im Leben mit Oxalsäure behandeln soll. Das war wohl Unsinn?


    Das Limit gilt nur für Behandung mit OSX/Zuckerlösung. Habe es so verstanden, dass die Bienen da etwas von aufnehmen und dabei Schäden im Verdauungstrakt entstehen.

    Sprühen der Wässrigen Lösung oder Verdampfen geht öfters. Irgendjemand hat da zu Versuchszwecken mal einen total übertrieben Versuch gemacht - so 30 Behandlungen innerhalb von 3 Monaten oder irgendwie so. Es wurden wohl keine Negativen Einflüsse auf die Völker beobachtet.