Diagnose von Euch

  • Hallo Kolleginnen und -en,
    am Wochenende hab ich meine 50% Verlust (hatte nur 2 Völker) bereinigt.
    Das Volk ist mangels Masse vermutlich erfroren (durch Räuberei im Herbst stark geschwächt und sehr spät oxalsäurebehandelt).
    Beim Entfernen der Waben habe ich festgestellt, dass diese voller Honig/Zuckereinfütterung waren.
    Was ich nicht verstehe ist, dass diese nur zu einem ganz geringen Anteil verdeckelt waren.
    Das kann evtl. davon kommen, dass ich erst sehr spät mit dem Einfüttern begonnen habe.
    Ich vermute, dass deshalb das Futter im Winter gärte und für die Bienen ungeniessbar wurde.
    Liege ich mit meinen Vermutungen richtig?, war es richtig die vollen (offenen) Waben zu vergraben?,
    kann ich die leeren Waben (leergefressen/z.T. gar nicht ausgebaute Mittelwände) wiederverwenden?,
    das Volk hatte m.M. nach keine Krankheit, es waren nur noch 2 Waben handtellergross mit Bienen (toten) bedeckt, der Boden war fingerhoch unter der Wintertraube mit toten Bienen bedeckt.
    Ich bitte Euch um Eure Einschätzung,
    danke,
    Grüsse Charly
    PS das verbliebene Volk entwickelt sich prächtig, ich hoffe mich daraus im Mai völkermässig zu vervielfachen

  • Hallo, Charly,
    Diagnose kann ich dir keine geben, aber die offenen Futterwaben hättest du ausspülen und einschmelzen können. Eigenes unbelastetes Wachs ist Gold wert.
    Die leeren Waben/MWs kannst du weiterbenutzen, kein Problem. Wenn du sie vor dem Zuhängen mit Wasser oder verdünnter Honiglösung einsprühst, putzen die Bienen sie auch sehr gründlich leer.
    Natürlich mußt du sicher sein, daß du keine Faulbrut o.ä. drin hattest.
    Was heißt bei dir "sehr spät mit Einfüttern begonnen"? Und wie stark war das Volk zu dem Zeitpunkt?

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Hallo Sabine,
    nein, soviel ich gesehen habe war da nichts was auf Faulbrut hingewiesen hätte, aber die Bienen waren halten ziemlich tot..,
    Einfüttern, das war bis Ende September, glaube auch Anfang Oktober noch, da haben die aber nichts mehr angenommen, war ziemlich nass und kalt.
    Das Volk war immer sehr schwach, als ich es gekauft hatte (Ende Juni)war erstmal lange nichts von Brut zu sehen, dachte schon es wäre weisellos, habe es mehrfach mit Brutwaben aus dem anderen Volk verstärkt. Bei 2 Räubereien waren jeweils hunderte von Toten um den Kasten herum.
    Bei der Oxalsäurebehandlung (Bienenwohl) im November war mir ziemlich klar, dass das nichts mehr werden kann. Von min. 5000 Bienen wie es Liebig schreibt konnte keine Rede sein. Es waren so ca. 2 bis höchstens 3 Wabengassen gefüllt.
    Gruss Charly

  • Hallo, Charly,
    wieviel hattest du denn eingefüttert, als du es bekommen hast? Und wie lange?
    Meine Buckis habe ich erst im Oktober endgültig aufgefüttert, da war aber trotz kalten Wetters kein Problem.
    Könnte es sein, daß du einen Schleimpilz ins Futter gekriegt hast, dadurch, daß es so lange stand?
    Und hast du bei der Räuberei nicht die Fluglöcher auf Fingerbreite verkleinert?

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Hallo Sabine,
    das war so, beide Völker hab ich auf 9 Waben bekommen, das eine (das noch lebt) hatte von Anfang an Brut, meine Info war, dass die Königin aus dem Vorjahr stammte. Das 2. Volk hatte eine junge Königin die auf Begattungsflug war. Meine Anfangsvermutung war, dass sie vielleicht noch dort sein könnte (und nicht in meinem Magazin..).
    Eingefüttert hab ich zunächst mal gar nicht, es waren Honigwaben drin.
    Begonnen mit Einfüttern hab ich erst so ca. Mitte, Ende August (soweit ich mich erinnern kann..) jedenfalls hab ich irgendwann von einem Datum gehört zu dem das abgeschlossen sein sollte, da war ich mit meinen 2 Liter Ballons lange noch nicht fertig. Das mit dem Pilz hab ich gelesen und darauf geachtet. Also lieber mal ausgekippt als zu lange stehengelassen (dem Ende zu, als es zäh ging).
    Das mit der Räuberei:
    Ich war - und bin Anfänger, hab zuerst tagsüber gefüttert statt abends. Das Flugloch hab ich dann schon verkleinert, auch ein mit Ameisensäure getränktes Tuch schräg vor die Flugöffnung gestellt um die Angreifer abzuschrecken, aber das hat schon ein paar Tage gedauert bis das jeweils wieder gelaufen war. Dann war ich natürlich unsicher wieviel Futter jetzt fehlen könnte (keine Waage, keine Ahnung über das Sollgewicht) und habe weitergefüttert.
    Dieses Jahr werde ich sicher früher anfangen zu füttern und vorher mal wiegen.
    Übrigens, ich höre immer wieder, dass der Zucker in heissem Wasser aufgelöst wird. Das ist nicht gut, hab da irgendwo einen Artikel drüber, werd ihn Dir mal zuschicken,
    danke,
    Gruss Charly