Schwarmverhinderung ohne Honigertragseinbußen

  • Hallo zusammen,


    Folgende Ausgangslage:

    1 WV - Königin vom letzten Jahr auf Zander.

    2 BR - 3 HR


    Bei der letzten Durchsicht habe ich neben dem voll ausgebauten und bestifteten Drohnenrahmen 2 WZ gefunden. Angepflegt und mit Futtersaft. Hatte gedachte die Schwarmstimmung wäre schon passe, naja...

    Meine Frage ist jetzt, was ist die beste Methode um einen Schwarm zu verhindern und den Honigertrag möglichst unbeeinflusst zu lassen?

    Bei mir blüht jetzt dann die Linde und die würde ich gerne mitnehmen.

    Vielen Danke für eure Antworten

    Gruß

  • Hi,

    kommt drauf an was nach der Linde noch kommt! Wenn der Wald kein Thema ist und deine Tracht beendet ist... Wobei eigentlich sich wenn der Wald noch kommt würde ich so ...


    Ich würde den Schwarm machen! Alte Kö mit 2 Brutwaben und aufsitzenden Bienen raus in eine andere Kiste, am selben Stand. WV peinlichst genau absuchen und bis auf 1 Zelle alle brechen.

    Ein paar der Flugbienen fliegen zurück, restliche bleiben bei der Alten. Ein starkes Volk welches eine zu erwartende Kö hat bleibt zurück. Durch die auslaufende Brut benötigt es weniger Pflegebienen und deutlich mehr können sammeln "gehen" - Sammelleistung erhöht sich.

    Nachteil, das Volk wird in ein paar Wochen einen ordentlichen Schritt zurück machen. Je nach dem wie du dann aber weiter machst, hast du a) ein Volk mehr oder b) drückst du die eine oder andere Kö ab und vereinst wieder ...


    Nicht vergessen nach 1 Woche nochmal eine Kontrolle ob sie evtl. Nachschaffung betrieben haben. Die müssen weg!


    Lg


    PS: ich geh zu 100% davon aus, dass du weisst was du machst und dies wirklich WZ bzw SZ sind die du da hast!

  • Wie war das bei Wum und Wendelin noch?:

    Riiisikoooo!


    Um diese Jahreszeit ließe ich keine stille Umweiselung zu, wenn ich davon etwas mitbekäme, wie in diesem Fall. Die Entnahme der alten Königin in einen kleinen Ableger ist inbesondere dann der richtige Weg.


    Gerds Weg ist ein gangbarer. Allerdings würde ich nach 5 und nicht nach 7 Tagen auf zusätzliche Nachschaffungszellen konrollieren. 7 kann schon zu spät sein.


    Streng genommen müsste man dann später noch einmal (nach weiteren 4-5 Tagen). Das ist aber dann der wikliche Ausnahmefall, dass dies nötig wäre. Aber bei Bienen weiß man nie.

  • Brutdistanzierung oder totale Brutentnahme,

    alle Brutwaben in BR abfegen, MW auffüllen, Pollenbretter entfernen, ASG, HRe, darüber Brutwaben auf die HR stellen und Jungbienen saugen.

    So lassen- WZ brechen!- oder nach ein paar Stunden aus den Brutwaben mit WZ 1-2 Ableger bilden, wenn man keine will, nach Schlupf Sprühbehandlung und alle Jungbienen vors Flugloch.

  • Dazu hätte ich auch eine Frage, allerdings zu Dadant: eigentlich könnte man doch mit Dadant eine Brutdistanzierung in derselben Kiste mit einem Trennschied und zwei Fluglöchern machen, oder? Beide nutzen dann den gleichen Honigraum.


    Wenn das bei Ablegern geht müsste das doch auch zur Brutdistanzierung gehen? Bienenverflug wegen relativ eng nebeneinander liegenden Fluglöchern wäre ja hier auch kein Thema.

    Oder ist da ein Denkfehler drin?

  • betreibt ihr ernsthaft für zwei Zellen so einen Aufwand?

    Hab meine gebrochen, sukzessive geschröpft bzw. was zu tun gegeben (teilweise dann auch einfach einen leeren Honigraum zwischen angefangenen HR und BR aufgesetzt) und weiter geht die Fahrt.


    Ansonsten hätte ich jetzt wohl 20 Ableger und meiner Meinung nach zu schwache Völker :D So viele Kisten hab ich gar nich.

    Oder lieg ich da mit meiner Meinung/Verfahren so verkehrt..

  • betreibt ihr ernsthaft für zwei Zellen so einen Aufwand?

    Hab meine gebrochen, sukzessive geschröpft bzw. was zu tun gegeben (teilweise dann auch einfach einen leeren Honigraum zwischen angefangenen HR und BR aufgesetzt) und weiter geht die Fahrt.


    Ansonsten hätte ich jetzt wohl 20 Ableger und meiner Meinung nach zu schwache Völker :D So viele Kisten hab ich gar nich.

    Oder lieg ich da mit meiner Meinung/Verfahren so verkehrt..

    Nein, liegste nicht verkehrt, irgendjemand schrieb was von "Keep it simple" und genauso klappt es auch. Null Schwarm bis jetzt. Moderate Ablegermenge und supi WV.

  • Moin,

    also bei mir lösen zwei Weiselzellen auch keine Panik aus. Wenn aber immer wieder welche da sind übersieht man wahrscheinlich irgendwann eine.

    Aber, das war ja nicht die Frage!

    Ich hatte dies Jahr ein Folk das früh und andauernd SZ angelegt hat (über drei Wochen)

    bei dem Volk habe ich den Zwischenableger ausprobiert wie er in "Biene&Natur"

    vorgestellt wurde. Da wird einfach der gesamte Brutraum (mit Kö)über einen Zwischenboden auf die Beute gesetzt die Honigräume kommen auf den Boden aber mit ASG (kein drohnenzuflug) eine abgefegte Brutwabe kommt in den Honigraum (Flugrichtung für beide nach vorn) das wars.

    Nach einer Woche die Brutwabe von unten tauschen (WZ brechen) nach einer weitern woche das ganze zurückbauen --->funktioniert ganz hervorragend mit der Segeberger da kann der Deckel als zwischenboden dienen (90°gedreht)

    Hat bei mir bestens gewirkt und war wenig zusätzlicher Aufwand ohne irgenwelche "Verrenkungen"!

    LG

    Martin

  • Oder lieg ich da mit meiner Meinung/Verfahren so verkehrt..

    Kommt voll auf die Bienen an. Mit guten Herkünften geht das so. Bei anderen nicht. Das isses ja genau, was 'gute' Bienen ausmacht. Das die sich führen lassen. Wenn man das nicht selber kennt, kann man das schlecht verstehen, das gilt für beide Seiten! Die einen denken, sie sind einfach zu doof zum Imkern, weil all die guten Tipps bei den eigenen Bienen nicht funktionieren, die anderen verstehen die Probleme erst garnicht. Klassisches Mißverständnis.

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife