20% Feuchtigkeit bei voll gedeckelten Waben

  • Ich habe zu der von Bernd in #38 erwähnten Beschreibung zur Kalibrierung von Refraktometern eine Exceltabelle gemacht, die ihr euch unter https://imkerverein-dietfurt.d…belle-honigrefraktometer/ herunterladen könnt. Nach der Kalibrierung mit Nelkenöl auf 19,6 messt ihr den Wert für reines Sonnenblumenöl, welcher normalerweise bei 24,8 liegt und tragt den davon abweichenden Wert in Zelle E3 ein. Somit hat man eine Tabelle, welche die Abweichung des gemessenen Wertes vom Echtwert des Honigs auflistet.

    Viel Spaß beim Kalibrieren!

  • Ich habe zu der von Bernd in #38 erwähnten Beschreibung zur Kalibrierung von Refraktometern eine Exceltabelle gemacht, die ihr euch unter https://imkerverein-dietfurt.d…belle-honigrefraktometer/ herunterladen könnt. Nach der Kalibrierung mit Nelkenöl auf 19,6 messt ihr den Wert für reines Sonnenblumenöl, welcher normalerweise bei 24,8 liegt und tragt den davon abweichenden Wert in Zelle E3 ein. Somit hat man eine Tabelle, welche die Abweichung des gemessenen Wertes vom Echtwert des Honigs auflistet.

    Viel Spaß beim Kalibrieren!

    Vielen Dank! Nochmal zur Sicherheit: mit dem Sonnenblumenöl messe ich ohne das Glasprisma?! Habe bisher immer nur mit Nelkenöl und Prisma einen Messpunkt justiert.

  • Werten für natives Olivenöl (tatsächlicher Wassergehalt 27,0%)

    Man misst mit dem Refraktometer keinen Wassergehalt, sondern eine Lichtbrechung an der Grenzfläche zwischen zwei Medien. Für reine Medien ist diese Brechung jeweils konstant. Bei Lösungen ist sie nicht nur von der Art, sondern auch von der Konzentration der gelösten Stoffe abhängig. Im Fall von Honig messen wir die Brechung, die eine entsprechend hohe Konzentration von Zuckern in Wasser hervorruft. Im Fall von reinem Öl messen wir die Brechung, die ein Öl dieser Zusammensetzung hervorruft. Das hat mit Wasser im Öl nichts zu tun. Die Werte ähneln sich nur zufällig bzw wir suchen die Substanzen so aus, dass sie ähnlich sind und daher zur Kalibrierung taugen.

    Wir lesen im Honigrefraktometer nicht den tatsächlich gemessenen Brechungswinkel ab, sondern einen schon "übersetzten" Wert für den Wassergehalt, der sich aus der von dieser speziellen Zucker-Wasser-Mischung verursachten Brechung herleitet.


    Grüße von Kikibee

    Nächstes Imkerforumstreffen am 26-28.3.2021 im Jagdhof Kleinheiligkreuz bei Fulda!

  • Zitat

    Könnte man in der Excel-Tabelle auch mit den Werten für natives Olivenöl (tatsächlicher Wassergehalt 27,0%) arbeiten?

    Ich habe die Tabelle erstellt, als die Erläuterung zum Kalibrieren 2016 im "Imkerfreund" erschien und deshalb Sonnenblumenöl als Vergleichsmedium verwendet, weil die Messwerte für Olivenöl auf meinem Refraktometer nicht mehr erfasst sind. Nach der Formel des Autors Stefan Menzinger müsste die Tabelle auch für die Vergleichsmessung mit Olivenöl funktionieren.

  • Hallo ,

    Warum macht man sich keine Zuckerlösungen die im interessanten Bereich liegen? Z.B. Mit 16% h2o und 20 % H2O (destilliert). Wer will soll die Referenzen in selber Umgebung zum Refraktometer lagern zwecks Temperatur. Welche Bedenken gäbe es hier ? Bin schon gespannt warum es so nicht funktioniert. Übrigens bin ich leidgeplagt mit zu geringem TS-Gehalt. Aktuell hab ich immernoch Honigräume drauf, deren Inhalt darauf wartet Honig zu werden. Grüße Christof

  • Ok ich nehme alles zurück, könnte schwierig werden die Lösung herzustellen. Wahrscheinlich nur mit Wärme, dann wird Wasser verdampfen aber man könnte nach dem abkühlen wieder aufs korrekte Gewicht nach titrieren.

  • Ok, praktisch ist es fast unmöglich, außer man verwendet einen Drucktopf,laut Wikipedia Sorry!

    Nein, das Problem ist ja nicht, einmal eine definierte Saccharose-Lösung herzustellen, sondern zum einem untersuchen wir ja veränderliche Zuckergemische - kam schon mal im Faden vor - und dann auch die Haltbarkeit (Verdunstung, Absetzen, Kristallisation, Keime usw.)

  • Hatte heute auch verdeckelte Waben >20% Wasseranteil und komplett unverdeckelte, halbvolle Waben mit etwas über 16%. Fragt mich nicht warum.


    (Mein Refraktometer ist kalibriert),

    Ist doch logisch, aus den unverdeckelten konnte das Wasser raus, in den verdeckelten Zellen war es ja eingesperrt! ^^;)

    Man kann ohne Bienen leben, aber wie halt.

  • Hatte heute auch verdeckelte Waben >20% Wasseranteil und komplett unverdeckelte, halbvolle Waben mit etwas über 16%. Fragt mich nicht warum.


    (Mein Refraktometer ist kalibriert),

    Ist doch logisch, aus den unverdeckelten konnte das Wasser raus, in den verdeckelten Zellen war es ja eingesperrt! ^^;)

    Hab auch schon gehört, dass bei Massentrachten die Waben so schnell voll sind und verdeckelt werden, dass die Bienen keine Zeit hatten, sie richtig zu trocknen. Sind die Trachten etwas schwächer, kommen die Honigtrockner den Sammlern besser hinterher und wenn dann die Zellen auch nicht weitestgehend voll sind, wird auch noch nicht verdeckelt.

    Aber dieses Jahr war bei uns auch etwas eigenartig, so wie mir mehrere langjährige Imker hier im Umkreis bereits erzählt haben. Rapsfelder wurden wegen zu kaltem oder schlechtem Wetter teils erst gar nicht angeflogen, weil auch zu früh. Dann eine lange Trachtlücke zwischen Mitte Mai bis fast Mitte Juni. Und bei mir wurden auch nicht alle Waben verdeckelt, obwohl ich teilweise noch drei Wochen mit dem Schleudern gewartet habe, von dem Zeitpunkt an, an der die mittleren Waben komplett verdeckelt waren, weil sich die äußeren einfach nicht schließen wollten. Teilweise wurde da die Tracht schon wieder für die Brut gebraucht, also wurden die mittleren Waben bereits wieder entdeckelt.

    Der Wassergehalt lag dabei überall im so bei 16 %.