Nicot Futterzarge für zwei Ableger in einer Kiste untauglich (?)

  • Tag zusammen,


    heute Mittag habe ich von zwei WV zweimal je 200ml Bienen für zwei (aus den Völkern gemischte) Mini-Kunstschwärme gesammelt. Hauptsächlich von Waben mit offener Brut und ein paar Baubienen, wollte mir ja Mühe geben. Sie sitzen nun getrennt in einer 12er Dadant Brutraumzarge und warten auf eine neue Königin. Getrennt. Eigentlich.


    Zum Füttern wollte ich eine Nicot-Futterzarge nehmen. Sie ist für 12er Dadant modifiziert: seitlich zwei passende Stücke 4x6er Dachlatte (danke an wasgau immen für das Teilen der guten Idee) und weil das Absperrschied der Brutraumzarge 5mm nach oben auskragt, um den beespace im normalen Beutendeckel zu sperren, habe ich zusätzlich einen Rahmen aus 6mm Holzleisten drunter geschraubt. Das passt auch und ist selbst unter den klaren Aufstiegssperren der Futterzarge (die etwas höher sitzen) bienendicht.


    Was nicht bienendicht ist, sind die Stirnseiten dieser klaren Aufstiegssperren: dort wechseln sie weiselunruhig lustig hin und her :cursing:.


    Jetzt kann ich sehen, wie ich die Futterzarge da runter bekomme, ohne den Keller voller Bienen zu haben. Hoffe, die Lage wird etwas ruhiger, wenn ich nachher die Königinnen habe einlaufen lassen. Sowas Blödes!


    Bin ich zu doof die Zarge richtig zu bedienen oder nur zu doof, den Konstruktionsfehler zu bemerken - oder zu blöd, zu bemerken, dass die Zarge für den Zweck nicht gedacht ist, zwei Wannen hin, zwei Wannen her?


    Ob das mit den KS nun klappt weiß ich auch nicht; wenn die sich jetzt schön nach Stockgeruch sortieren, war der ganze Zinnober heute Mittag auch umsonst...


    Tschuldigung, bin grade ziemlich angep...: sonst hat nämlich alles erstaunlich gut funktioniert, selbst die parallel durchgeführte Durchsicht: als die Beuten wieder zu waren hatte ich an alles gedacht. Erstaunlich.

    Ich geh jetzt und höre Stoppok, bis die 2h rum sind: "Ärger, du kanns mich nich anschmiern...":rolleyes:

    Munterbleiben!


    Erste Gehversuche mit 3 WV und einem Ableger in 12er Dadant mod.

  • Begattungsableger im Standmaß (DD) mit 200ml Bienen ist definitiv zu wenig.

    Selbst ein MP macht man mir ca 500ml Bienen.

    Die Größe liegt in etwa bei einem sehr vollem Apidea.

    Eine DD Kiste stelle ich ausserdem nie in Keller.


    Die Kiste sollte mit mindestens einer DD Brutwabe mit ansitzenden Bienen und 2 Futterwaben bestückt sein.

    Einfach draußen stehen lassen, oder anderer Stand. Bleibt sie neben den Spendern stehen verdeckte ich das Flugloch (siehe Threads Umstellung auf kurze Entfernung).


    Zum Fütterer, in dem Fall sind Futtertaschen in den Doppelbeuten meine bessere Wahl.


    Liebe Grüße Bernd.

    Pushen wir uns nicht an den Stöckchen dieser Welt, bewegen wir Baumstämme, auf denen wir stehen.

  • ichundmeinholz *stöhn*. Danke. Das war wohl zu einfach für mich :rolleyes:. Futterteiglöcher sind so weit versetzt, das die sogar trotzdem nutzbar bleiben dürften....


    d2dum "zweimal je 200ml Bienen", also zwei Schwärmchen á 400ml.

    Warum sind Futtertaschen die bessere Wahl (ich will es verstehen, nicht provozieren)? Ich hatte gehofft, mit den Zargen nachfüttern zu können, ohne die Ableger zu stören und diese so drei Wochen in Ruhe lassen zu können.


    Ist aber alles Makulatur. Ich habe mich beim Zusetzten der Königinnen so unglaublich blöde angestellt, dass es in einem definitiv und in dem anderen höchstwahrscheinlich nicht geklappt hat. Morgen bringe ich die Bienen zurück in ihre Völker X/.


    War echt ein frustrierender Tag.

    Munterbleiben!


    Erste Gehversuche mit 3 WV und einem Ableger in 12er Dadant mod.

  • Ich verwende wie wir von rase gelernt haben einen Hobok zum sammeln der Bienen aus 4 verschiedenen Völkern aus dem Honigraum und sprühe sie gut nass. Dann verteile ich die nassen Bienen auf die Anzahl KS die ich bilden will in Papierkörbe eines schwed. Möbelhauses und mache den Deckel rauf, durch ein 2. Loch setze ich die KÖ mit Begleitbienen zu. Das muss schnell gehen damit nicht soviel Bienen abfliegen - also alles bereit legen. Dann 3 Tage Kellerhaft mit Sirupfütterung im Schraubglas mit löcher im Deckel. Dann nach 3 Tagen fahre ich zum Außenstand 3km weg und schlage sie in die vorbereiteten (Rähmchen mit Mittelwand, gefüllte Futtertasche, Folie und bereitliegendem Deckel) Beuten ein, Deckel rauf - fertig. So funktioniert es, meine 3 400g KS in DD heute kontrolliert und erste verdeckelte Brut vorgefunden. Am 10.06. schlüpfen die ersten Bienen der neuen Kö.

    Einfach so machen wie erklärt, dann funktioniert das auch und nicht rumprobieren.

    VG Reinhard

  • Hallo Reinhard,


    zu meiner Verteidigung muss ich sagen, dass ich nicht rumprobiert habe, sondern versucht habe mich minutiös an eine etwas andere Anleitung zu halten, aber aus ebenso berufenem Munde. Bis auf die Sache mit der geteilten Beute und die Dummheit mit der Futterzarge. Das ist dem vorhandenen Material geschuldet (aber da hätte ich dann sagen müssen: gut, gibt es halt nächstes Jahr tolle Bienen).


    Die Anleitung, der ich gefolgt bin, ist auch sicher gut und richtig. Das Erstellen der beiden KS geht genauso, hat geklappt, alles prima. Nur im weiteren Verlauf, der sich etwas unterscheidet, habe ich mich einfach zu doof angestellt.


    Beim nächsten Mal würde ich gleichwohl rases Methode folgen, weil sie noch simpler ist und damit für mich ganz offensichtlich besser geeignet :rolleyes:. Wobei mir ein Fehler auch da hätte passieren können, da ich mir ziemlich sicher bin, dass auch er empfiehlt, die Begleitbienen abfliegen zu lassen. Ich müsste es nochmal nachschauen.

    Jaaa, die Erste ist mir schlicht abgehauen, trotzdem ich aufgepasst habe...war einfach n Kacktag.


    Es freut mich aber, dass es bei Dir geklappt hat! Ich habe jetzt Lehrgeld bezahlt, werde mir den Mund abputzen und an den vorhandenen Völkern weiter lernen. Die ganz grundlegenden Sachen/Handgriffe klappen ja ganz gut.

    Munterbleiben!


    Erste Gehversuche mit 3 WV und einem Ableger in 12er Dadant mod.

  • Die Nicot Zargen kann man durchaus für einen Doppelableger in 10er Dadant benutzen in 12er warscheinlich auch. Auch ohne das sich die Völker kreuzen.

    Im Lieferzubehör ist kleine Plastikteile die aussehen wie ein H wenn man diese mit dem kleinen Durchlass nach unten einsteckt können die Bienen nicht in die Futterkammer gelangen. Andersrum eingesteckt können sie hinein und auch auf der anderen Beutenhälfte wieder hinunter.

  • Die Nicot Zargen kann man durchaus für einen Doppelableger in 10er Dadant benutzen in 12er warscheinlich auch. Auch ohne das sich die Völker kreuzen.

    Im Lieferzubehör ist kleine Plastikteile die aussehen wie ein H wenn man diese mit dem kleinen Durchlass nach unten einsteckt können die Bienen nicht in die Futterkammer gelangen. Andersrum eingesteckt können sie hinein und auch auf der anderen Beutenhälfte wieder hinunter.

    Die Aufstiege am Mittelsteg sind klein gestellt. Für den Zugang zu Futterteig gibt es Löcher im Boden, die man öffnen kann und passende Stopfen bei den Spritzgusskleinteilen.

    Damit die zwischen den Wannen nicht wechseln können, habe ich mir heute morgen extra noch eine dünne Sperrholzplatte zugeschnitten, weil mein normaler Deckel beespace unten hat. Alles berücksichtigt.


    Und dann habe ich sie um 90° verkehrt herum aufgesetzt. Es gibt so Tage...da hätte man im Bett bleiben sollen.

    Munterbleiben!


    Erste Gehversuche mit 3 WV und einem Ableger in 12er Dadant mod.

  • zu meiner Verteidigung muss ich sagen, dass ich nicht rumprobiert habe, sondern versucht habe mich minutiös an eine etwas andere Anleitung zu halten, aber aus ebenso berufenem Munde. (...) Beim nächsten Mal würde ich gleichwohl rases Methode folgen, weil sie noch simpler ist und damit für mich ganz offensichtlich besser geeignet :rolleyes:. Wobei mir ein Fehler auch da hätte passieren können, da ich mir ziemlich sicher bin, dass auch er empfiehlt, die Begleitbienen abfliegen zu lassen. Ich müsste es nochmal nachschauen.

    Viele Wege führen nach Rom :) - bei meiner Methode fliegen die Begleitbienen einfach mit in die Mischung. Und 100% sicher ist die auch nicht, wie nix bei den Bienen. Und ja, so Fehler sind mir auch passiert, ganz einfach, weil sie jedem passieren, der was macht. Andere teilen solche Erfahrungen nur nicht. Kopf hoch! Was gelernt ist auch nicht umsonst.

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Danke für Eure Ermutigung! :)


    Gestern Abend hat sich ein Vereinskollege die Zeit genommen und mit mir nochmal geschaut. Vielleicht hat die zweite Königin meinen ungelenken Zusetzversuch wider Erwarten überlebt. Die Bienen haben sich jedenfalls alle auf einer Seite gesammelt und sind ruhig. Dank Kombination aus Nicot-Futterzargen-Bienenflucht und mehrstündiger Weisellosigkeit habe sie die Königin scheinbar auch in doppelter Mannschaftsstärke akzeptiert. Zur Nachahmung kann ich diese Zusetzmethode allerdings nicht empfehlen :rolleyes:.


    Da wir die vorsichtige Nachschau eh am geplanten Standplatz machen mussten, wurde die Kellerhaft abgebrochen und dem Ableger alle drei vorhandenen ausgebauten MW/Futterwaben gegeben. Ich kontrolliere die nächsten zwei bis drei Wochen nur das Futter in der nun richtig sitzenden Zarge (das andere Abteil wurde verschlossen) und beobachte das Flugloch. Wenn sie weiter fliegen und in den nächsten zwei Wochen anfangen, Pollen einzutragen, habe ich vielleicht großes Glück gehabt.

    Munterbleiben!


    Erste Gehversuche mit 3 WV und einem Ableger in 12er Dadant mod.

  • ich nicht rumprobiert habe, sondern versucht habe mich minutiös an eine etwas andere Anleitung zu halten, aber aus ebenso berufenem Munde. Bis auf die Sache mit der geteilten Beute und die Dummheit mit der Futterzarge. Das ist dem vorhandenen Material geschuldet

    Nun, man sucht sich nicht eine Methode aus und nimmt dann einfach ein anderes Material. Es ist besser man sucht sich für das vorhandene Material die richtige Methode aus. Allerdings sind diese 2 Völker in einer Beute immer ein Risiko, vor allem wenn man das zum ersten mal macht und damit keine Erfahrung hat.

    Aber, soweit ich verstanden habe, hast Du ja "Fehler erkannt und gebannt" - richtig? ;-)


    Die Anleitung, der ich gefolgt bin, ist auch sicher gut und richtig.

    Vielleicht musst Du beim "Risikomanagment und den Details" noch etwas nachbessern. Man kann weit gereiste Könginnen durchaus in schwache Ableger einweiseln und langsam starten, 200gr wären mir aber etwas zu schwach, 400gr klingt besser - aber ich habe nicht verstanden wie viel Du wirklich genommen hast.


    Zum Rest hat ja Uwe Eichholz schon etwas geschrieben...

  • Hallo


    Die Kunstschwärme kommen in die Begattungskistchen
    das kann durch aus eine große Beute sein

    nach Eintritt der Weiselunruhe

    werden die Königinnen ins Honigwasserbad geworfen

    da schwimmen die sich dann müde und werden durch Flugloch einlaufen gelassen.

    Das muß einfach nur klein sein, weil die Bienen sonst schneller draußen sind als die Königin drin


    Gruß Uwe