Vor- und Nachteile Zanderbeuten aus Holz nach Herold und Liebig?

  • Ihren Vortrag auf dem Bayerischen Imkertag 2017 hat Dr. Pia Aumeier damit eröffnet, dass sie einen Dadantfluglochkeil demonstrativ zerbrochen und quer über die Bühne geworfen hat. Anschließend hat sie behauptet, Dadantimker würden gegen den Tierschutz verstoßen, weil sie zu faul seien, ihre vielen Honigräume für eine Schwarmkontrolle abzuheben, und die abgeschwärmten Völker bei Nichtbegattung der jungen Königin dann zu Grunde gehen würden.

    Damals war ich selbst noch Befürworter des geteilten Brutraums, fand die Nummer aber trotzdem einfach nur überflüssig und erbärmlich.

  • Tja, das alte Dilemma: Ich finds auch seltsam dass bei einer Imkerin die blonden Haare und die knappe Bekleidung scheinbar deutlich wichtiger sind als das was sie zum Thema zu sagen hat (also klassischer Sexismus, ja). Möglicherweise, wir reden ja immerhin von YouTube, ist das aber von ihr so einkalkuliert. Wat nu? Ich finde, auf den Inhalt konzentrieren reicht.

  • Das ist MIR doch wirklich nicht wichtiger! Ich habe zwei blonde Töchter in ähnlichem Alter die auch ganz subjektiv noch viel hübscher sind :).

    Mich erheitert der Umstand, dass ausgerechnet Franzi, so viele Follower bekommt und beim Bienenjournal engagiert wird und nicht ein anderer YoutuberIn mit ähnlich fundiertem Fachwissen. Auch wird sie hier gleich erwähnt. Und ja, ich finde es erheiternd, dass sich alte Säcke gerade ihre Videos im tief ausgeschnittenem T-Shirt anschauen. Und bei Facebook Allesia gerade die arabischen Imker zu enthusiastischen Ausbrüchen bringt, wenn sie wieder mal in einem belanglosen Video über das Durchsehen ihrer Völker ihr Maurerdekoltee zeigt, weil die Shorts nicht mal diesen Namen verdienen. Prompt hagelt es Anfragen nach ihren Königinnen (die sie übrigens nicht nach DE verschickt).
    “Sex sells“ das finde ich in beiden Fällen bestätigt, schmunzle darüber und finde es unpassend. Soll ich das soweit ausblenden und nicht darüber reden dürfen? Nein, ich tu das, auch wenn ich hier wohl von manchen missverstanden werde. Aber jetzt is gut.

    Grenzen sind konstruiert. Was uns trennt und verbindet, wird von Menschen gemacht.

  • Tja, das alte Dilemma: Ich finds auch seltsam dass bei einer Imkerin die blonden Haare und die knappe Bekleidung scheinbar deutlich wichtiger sind als das was sie zum Thema zu sagen hat (also klassischer Sexismus, ja). Möglicherweise, wir reden ja immerhin von YouTube, ist das aber von ihr so einkalkuliert. Wat nu? Ich finde, auf den Inhalt konzentrieren reicht.

    Ich hatte die Videos auch zunächst wegen der Imkerei geschaut. Als die Expertin dann aber in viel zu kurzen Shorts und beim Hantieren mit der Beute nicht richtig zupacken konnte, sondern mit einer Hand ihr kurzes Hemdchen vor die Brust drücken musste, damit nicht zu viel zu sehen war, wurde ich vom Inhalt trotz großem Interesse an den Möglichkeiten der Liebigbeuten zugegeben eher abgelenkt.


    Da fragte ich mich ehrlich wofür sie diese Videos macht... ? Ich dachte bis vor der Info hier im Thread, dass Ihr Mann eigentlich imkert und sie nur die Beuten für Ihren Mann in die Kamera hält. Was will sie uns eigentlich sagen und wer ist die Zielgruppe dieser Videos?


    Ich habe es gestern meiner Frau, die übrigens deutlich hübscher als Franzibee ist ;-) , aber von Imkern null Ahnung hat, das Video von Franzibee gezeigt und sie war aus voller Überzeugung angewidert. "so etwas schauen sich nur ...... Imker an". Meine Frau hat auch nicht geglaubt, dass es sich bei Franzi um eine Diplom Agrarökonomin handelt, die Ihr objektives Expertenwissen über die Imkerei mit Liebigbeuten mit dem unerfahrenen Neuimker teilen will.


    Dass Imkern eine echte Wissenschaft ist, kommt bei Franzibee nicht so recht rüber. Vielleicht ist die versteckte Botschaft von Franzibee, dass Imkern mit Liebigbeuten "sexy" ist? :-)

    Womit wir wieder dabei wären, dass Beutesysteme vielleicht doch eine Geschmacksfrage sind.

  • Hallo Bienendoktor ,

    das meine ich jetzt ganz ironiefrei: Es ist völlig egal, mit welchem System Du anfängst. Es wird nicht das sein, was Du Deinen Erben hinterlässt.



    Fazit: Es gibt keine Fachdiskussion, die diesen Weg für Dich abgekürzt. Entscheide Dich aus dem Bauch heraus für ein System und finde Dich damit ab, dass Du im Laufe der Jahre nochmal Geld für ein neues System ausgeben wirst.

    Danke für Deine Ermutigung, die verschiedenen Systeme anzutesten. Deine Ansicht hatte ich zu Beginn auch motiviert gleich zu Beginn verschiedene Systeme zu nutzen und dann sich zu entscheiden.

    Ich habe mich zu Beginn der Diskussion hier schon sehr geärgert, dass ich die Heroldbeute gekauft habe. Meine Frau meinte, ob ich diese nicht wieder umtauschen könne....


    Dass die Falz bei der Heroldbeute "unmöglich" und veraltet ist, habe ich aber noch nicht so recht verstanden. Zum Nachbauen ist es vielleicht ungünstig und überflüssig, aber warum soll die Falz per se schlecht sein? oder sind es die Abstände zwischen den Zargen, die Problematisch sind? Da bin ich gespannt auf die Praxis. Die Heroldbeute ist deutlich besser isoliert als die Liebigbeute. Da bin ich gespannt, ob es Unterschiede gibt im Frühjahr und bei der Überwinterung. Wenn ich da was sehe, dann würde ich vielleicht Liebig in besser isoliert nachbauen. Ich bin frei in der Wahl der Dicken, da ich das Weymouthkieferholz vom Sägewerk beziehen möchte.


    Die weitere Diskussion mit Dadant hat mich ermutigt ein drittes System mit nur einem Brutraum zu testen. Aus Kostengründen kann ich aber jetzt nicht auch noch den Rähmchentyp wechseln und ich bekomme auch keinen Ableger auf Dadant hier in der Gegend. Zander in Einraum mit 12 Rähmchen würde ich gerne parallel antesten, weil das in meinem Imkerverein gemacht und davon nur verbal geschwärmt wird. In zwei Jahren würde ich mich dann festlegen oder dann noch Dadant hinzunehmen.

  • Das Testen von verschiedenen Beutensystemen mit wenigen Völkern als Anfänger kannst du ja machen. Allerdings ist es vollkommener Blödsinn, wenn man daraus Rückschlüsse auf die zukünftige Beutenwahl zieht.


    Die Beutenwandstärke hat im Gegensatz zu anderen Einflussfaktoren (Einwinterungsstärke, Krankheitssituation, Genetik usw.) nur einen minimalen Einfluss auf die Auswinterung. Einen statistisch signifikanten Unterschied bemerkt man - wenn überhaupt - vielleicht bei einer hohen Testgröße an Völkern, wenn man die Auswinterung von mehreren Wintern vergleicht. Aber einen Doktor brauche ich soetwas eigentlich nicht erzählen...


    Noch irrsiniger ist es als Anfänger zu versuchen unterschiedliche Betriebsweisen zu vergleichen...


    Dadant ist in unserer Region verbreiteter als man in bestimmten Imkerkreisen vielleicht behauptet.


    Grüße vom Apidät

  • Mit 12 Waben Zander schießt du dich vollkommem aus dem üblichen.

    Herold und alle Beuten die für DNM und Zander konzipiert sind haben ein Problem mit der Höhe, weil die beiden Rähmchen leicht unterschiedlich hoch sind.

    Liebig und alle Verfechter dieser Beutenart kritisieren den Falz bei anderen und schwören auf die Rutschsicherung. Das widerspricht sich leicht.

    Für Beuten mit Falz bekommst du kein Absperrgitter im Rahmen, soweit ich weiß. Das gerahmte hat aber Vorteile, wovon Liebig auch nichts wissen will und gerne ignoriert.

    Es gibt unzählig viele "Kleinigkeiten" die bei den Beutensystemen anders sind. Da gibt es nicht die beste Beute. Die eierlegende Wollmilchsau wirst du auch in diesem Bereich nicht finden, obwohl viele behaupten, dass "ihr" System genau das wäre.

    10 Waben Zander reichen auch als Brutraum, auch wenn man zu Dadant oder allen anderen Großwabenbeuten etwas anders imkern muss. Versuch erst mal mit der Hohenheimer Einfachbeute zurecht zu kommen. Mit einem Brutraum, mit zwei Bruträumen. Wenn Sie dir später nicht zusagt, bekommst du sie auch wieder verkauft. Diese ist sehr verbreitet.

    Mach dir nicht gleich zu Anfang unnötige Probleme. Davon kommen genug.

    Du hast jetzt eine Hohenheimer, dann lern damit erst einmal Imkern.

  • Zum Nachbauen ist es vielleicht ungünstig und überflüssig, aber warum soll die Falz per se schlecht sein?

    Das ist denke ich eine Sache des Handlings. Wenn ich sehe, wie ich mich bei den Minis schon abplag, da ist nur am Boden ein Falz, und mir dann vorstelle, ich müsste eine Dadantzarge auf einen Falz pfriemeln... Da knirscht es mir so schon viel zu oft, weil mir die Kraft nicht reicht, die in Zeitlupe aufzusetzen.

    HG

    Monika


    Wir sollten immer daran denken: Im wesentlichen sind unsere Bemühungen auf eine vernünftige, fürsorgliche Pflege beschränkt. (Bruder Adam)

  • Allerdings ist es vollkommener Blödsinn, wenn man daraus Rückschlüsse auf die zukünftige Beutenwahl zieht.

    Hallo, genau das ist es, ich würde heute sehr wahrscheinlich mit Hinterbehandlungsbeuten erfolgreicher Imkern, als mit Dadant vor 11 Jahren.

    Man kann als Anfänger das Beutensystem gar nicht beurteilen.

    Hat der Heroldbeute denn bei Zander auch die langen Ohren, oder eher die kurzen wie bei den Erlanger Beuten.

    Bis bald

    Marcus

    40 Wirtschaftsvölker auf DN 1,5, 8 Miniplus, 20 Ableger Dadant, Zander und DN, Waage 401

  • Das Hauptargument gegen Falz ist das mit Falz zu viele Bienen gequetscht werden, da man nicht aufsetzen und verschieben kann, unter wegscheben der Bienen...


    Das Hauptargument für Falz ist das man mit Falz bei der Kippkontrolle die oberen Zargen stabiler stabilisieren kann zum wegkippen (dafür gab es einmal Bauableitungen für "Kipphilfsmittel")...

  • Noch ein "schweres" Argument gegen Falz:

    Stellt euch einen Turm aus 4 oder 5 Vollzartgen im Raps vor. Die obere ist grade nicht drauf und ziemlich voll. Das ist doch so schon ein Gemurxe die da hoch zu wuchten. Wenn die jetzt 12 Statt 10 Ganzwaben UND einen Falz hat, dreht man doch am Rad? Hätte da auch immer die Befürchtung das sich das Verkantet.