Ablegerproduktion

  • Probier es aus oder frag mal den Jos. Ich könnte mir vorstellen das es darum geht einheitliche Ausrüstung zu haben, die in allen Konstellationen in dem Konzept angewendet werden kann.

    Weiter ist es einfacher mit vollen 6er Einheiten zu arbeiten, als volle 12 herum zu tragen.

    Zur Fütterung kann ich mir vorstellen, soll der Ausbau der Mittelwände unterstützt werden und möglicherweise ein Ausgleich für die Reduzierung der Flugbienen geschaffen werden.

    Was ist eigentlich dein genauer Hintergrund zur Fütterungsfrage. Das verstehe ich noch nicht.

    Liebe Grüße Bernd.

    Pushen wir uns nicht an den Stöckchen dieser Welt, bewegen wir Baumstämme, auf denen wir stehen.

  • Franz die Teilungen der 1. /2. Ableger erfolgt nicht 1 zu 2 sonder 1 zu 1.

    Also Entwicklung bis zum vollen 6 Wabenableger und dann 2 BW raus in neue Beute wohin gegen bei den Start Volk Ableger immer auf 12 Waben DD ausgebaut wird.

    Liebe Grüße Bernd.

    Pushen wir uns nicht an den Stöckchen dieser Welt, bewegen wir Baumstämme, auf denen wir stehen.

  • Probier es aus oder frag mal den Jos. Ich könnte mir vorstellen das es darum geht einheitliche Ausrüstung zu haben, die in allen Konstellationen in dem Konzept angewendet werden kann.

    Weiter ist es einfacher mit vollen 6er Einheiten zu arbeiten, als volle 12 herum zu tragen.

    Zur Fütterung kann ich mir vorstellen, soll der Ausbau der Mittelwände unterstützt werden und möglicherweise ein Ausgleich für die Reduzierung der Flugbienen geschaffen werden.

    Was ist eigentlich dein genauer Hintergrund zur Fütterungsfrage. Das verstehe ich noch nicht.

    Liebe Grüße Bernd.

    Vielleicht erweitert die Koenigin das Brutnest auch leichter nach oben-eine 12-er Dadant voll mit Brut zu bekommen ist ja schon nicht so einfach. Vielleicht eben, weil das Brutnest seitlich erweitert werden muss. In jedem Fall kann ich da nur mutmassen.

    Ich beharre auf der Fuetterung, weil man bei konstanter Zufuetterung eben davon ausgehen koennte, dass die Bienen auch weniger fliegen, und dann wuerde die Startmannschaft vielleicht laenger ueberdauern. Dann wuerden die zwei auslaufenden Waben Brut die sechs Waben besetzen, und die Startmannschaft wuerde das ganze dann zum ueberlaufen bringen.... Aber ob dem so ist, weiss ich eben nicht.

  • Hat es eigentlich mal jemand mit der Methode von Disselkoen versucht? Also von wegen Koenigin nach der Sommersonnenwende ersetzen, und dann garnicht gegen Varroa behandeln? Bei mir war der Erfolg nicht so umwerfend....

    Wobei das notching zur Erstellung von Weiselzellen schon recht nett ist-das muss man Ihm lassen.

  • interessant, eine Variante von Bogenschnitt bzw Zellstreifen von Basiszucht


    auch wenn ein hoher Anteil Jungvölker geringere Winterverluste zur Folge hat, ersetzt keine Weiselziehmethode eine systematische Varroaüberwachung bzw Bekämpfung.

  • Varroabueberwachung ist natuerlich sowieso Pflicht.

    Aber Disselkoen behauptet ja gerade, bei seine Methode wuerde die Behandlung unnoetig! Die 80 Ableger, die ich auf seiner Theorie basierend gebildet habe, schafften es auch (fast alle) ohne Behandlung-ich fand diese aber einfach zu schwach und das Brutbild zu loechrig.

    Hat da jemand anderes noch etwas zu berichten?

    Natuerlich hat das "notching", also brechen der Zellenunterwaende mit der Varroa nichts zu tun. Als Abwandlung des Bogenschnittes wuerde ich es trotz allem wirklich nicht bezeichnen. Der Eingriff in die Wabe ist wirklich minimal im Vergleich zu allen anderen techniken, und die Ausfuehrung wesentlich schneller. Bei zwei Ablegern faellt das vielleicht nicht ins Gewicht, bei hundert aber schon! Insbesondere die Tatsache, dass man auf jeder Wabe zwei oder drei Weiselzellen erstellen kann-und diese dann direkt mit der Wabe nach der Verdeckelung umsetzen.

  • Bei zwei Ablegern faellt das vielleicht nicht ins Gewicht, bei hundert aber schon!

    Wenn Du dann immer hundert Brutwaben brauchst mit Top Genetik in jüngster Ausführung, dann machst Du ja richtig Meter ;)

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • die Methode ist gerade für Kleinimker ab ein Volk aufwärts geeignet, der keinen starken Sammelbrutableger und Zuchtrahmen mit mehreren Dutzend Weiselzellen erstellen will bzw kann.

    Auf jeden Fall besser als die 1 Waben-Brutableger nach Liebig/Aumeier.


    Sicherlich ist jede Brutpause schlecht für die Varroaentwicklung, aber nicht die Anzahl der Milben allein, sondern vor allem die Art der Virenbelastung ist ausschlaggebend, ob das Volk den Winter überlebt. Da man die nicht kennt, reicht eine kleine Reduzierung nicht aus.

    Ableger nicht wirksam(brutfrei!) zu behandeln, rächt sich idR im Folgejahr. Dann ist die Ausfallquote wesentlich höher als beim Start mit unbehandelten Kunstschwärmen.

  • die Methode ist gerade für Kleinimker ab ein Volk aufwärts geeignet, der keinen starken Sammelbrutableger und Zuchtrahmen mit mehreren Dutzend Weiselzellen erstellen will bzw kann.

    Auf jeden Fall besser als die 1 Waben-Brutableger nach Liebig/Aumeier.

    Soweit ich weiß, hat Disselkoen über 300 Völker und lebt (zumindest zu einem guten Teil) von dem Verkauf von Ablegern. Und sein Ansatz ist in der Tat wenig arbeitsaufendig, und daher auch für größere Imkereien sinnvoll. Das heisst natürlich nicht, dass es nicht auch für Imker mit nur einem Volk sinnvoll sein kann - das war aber nicht die ursprüngliche Idee.

    Völlig richtig ist, daß die Technik besser ist als der 1 Waben-Brutableger-eben weil die Weiselzellen vom vollen Volk (mit wenig weiterer Brut, weil die Königin entnommen wird) erstellt werden. Beim "Walk-away"-Ein-Waben-Ableger ist ja genau die Königin das Problem.

    Sicherlich ist jede Brutpause schlecht für die Varroaentwicklung, aber nicht die Anzahl der Milben allein, sondern vor allem die Art der Virenbelastung ist ausschlaggebend, ob das Volk den Winter überlebt. Da man die nicht kennt, reicht eine kleine Reduzierung nicht aus.

    Ableger nicht wirksam(brutfrei!) zu behandeln, rächt sich idR im Folgejahr. Dann ist die Ausfallquote wesentlich höher als beim Start mit unbehandelten Kunstschwärmen.

    Disselkoen behauptet wie gesagt, daß er seit den 80ern nicht mehr gegen Varroa behandelt. Er nutzt die Ableger im Folgejahr als Wirtschaftsvölker, und macht gleichzeitig neue Ableger daraus (keine Brut genau während der Tracht->viel eingetragener Honig; das funktioniert tatsächlich gut).

    Dann lässt er Sie an der Milbe verrecken, und nutzt nur die neuen Ableger weiter....ob man das gut findet, ist eine andere Frage. Jedenfalls braucht er keine Behandlung.


    Ich empfinde als Nachteil die 16 Tage wartezeit, bis die neue Königin schlüpft. Bei Jost geht es mit der Weiselzelle zwei Wochen früher wieder los. Aber dafür kann man wie gesagt mit mehr Honig rechnen, weil das Volk Weisellos weitersammelt (und leider auch viel in das Brutnest einträgt).