Weitere Vorgehensweise so ok? Bitte um kritische Würdigung

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    Hallo zusammen,


    kurz zum status quo: ich habe einen Stand am Haus und einen in knapp 3km Entfernung. Am Haus steht ein kleines Landrassenvolk, das umgeweiselt werden soll. Am Zweitstand stehen zwei kräftige VW. Eines hat eine sehr ordentliche lokale Königin, die ich ersteinmal belassen möchte. Das andere soll ebenfalls umgeweiselt werden.

    Ich möchte aus den beiden WV einen KS erstellen, um einen Ableger zu machen. Der braucht eine dritte Königin. (Der Vollständdigkeit halber: Brutwabenableger scheidet wg. unterschiedlicher Beutensysteme aus).


    An Beutenmaterial habe ich noch einen (DD-)Brutraum in Reserve sowie zwei Mini-Plus-Beuten.

    Im Überschwang des Anfängers habe ich im April zwei begattete Buckfast-Königinnen gekauft (Lieferung mehr oder weniger auf Abruf). Die Dritte benötigte Königin soll eine unbegattete Carnica eines anderen Züchters werden (einfach um mal zu schauen, wie ich mit den beiden Schlägen zurecht komme).


    Mein Plan ist folgender:


    In der übernächsten Woche aus 200-300g Bienen einen kleinen KS aus den WV erstellen und dort die unbegattete Königin rein. Nach Kellerhaft in die DD-Brutraumzarge einschlagen, mit Anfangsstreifen auffüllen, am Haus aufstellen, dünn füttern, behandeln, etc., kurz: wachsen lassen und als Ableger für den Winter vorbereiten.

    Falls der Begattungsflug schief geht, die Bienen in das etwas mickrige Volk, das dort schon steht.


    Die begatteten Königinnen sollen, wie gesagt, in WV eingeweiselt werden. Tenor vor Ort: Umweiseln am besten nur in Monaten mit "R". Wäre also frühestens im September. Daher wollte ich mir diese erst Ende Juli schicken lassen, dann mit Kleinstschwärmen in den Mini+-Beuten warm laufen lassen und nach +/- vier Wochen in die entweiselten WV geben. Vorgehen wie von rase u.a. hier beschrieben (Post #6).

    Dort ist allerdings hinsichtlich des Entweiselns der umzuweiselnden Völker von "neun Tage vor der Ernte" die Rede. Der Sinn ist mir (so glaube ich) klar (da weniger Brut zu pflegen ist, gibts beim Sammeln eher noch einen Schub, jedenfalls keinen Einbruch). Das passt aber (jahres)zeittechnisch nicht mit Umweiseln im September zusammen. Und auch die TBE, die rase mit dem Umweiseln verbindet, käme so spät ja zur Unzeit. Also doch besser im Juni schicken lassen und im Juli zum Abschleudern umweiseln :/?

    Das sind genau die Sachen, wo ich super unsicher bin.


    Letzte Frage: was mache ich eigentlich mit der Brut in den MiniPlus-Beuten, wenn ich die nicht weiter führen will? Über Adapterbrett und AG in zwei HR-Zargen aufsetzen und auslaufen lassen?


    Irgendwie sehe ich den Wald vor lauter Bäumen gerade nicht...

    Munterbleiben!


    Zurzeit: Zwei WV auf DNM/einzargiger BR in Umstellung auf Dadant mod./US, ein Völkchen auf Dadant im eigenen Garten.

    Etappenziel: drei WV gut in und durch den Winter bringen.

  • In der übernächsten Woche aus 200-300g Bienen einen kleinen KS aus den WV erstellen und dort die unbegattete Königin rein. Nach Kellerhaft in die DD-Brutraumzarge einschlagen, mit Anfangsstreifen auffüllen, am Haus aufstellen, dünn füttern, behandeln, etc., kurz: wachsen lassen

    Ein derart schwachen Völkchen wächst nicht wirklich gut. So kleine Einheiten machte man nur für die Begattung. Wenn das also ein überwinterungsfähiges Volk werden soll, nicht so klein bilden. Ein Kilo Bienen darf es schon sein.


    Umweiseln durch Vereinigen geht zu jeder Jahreszeit. Ich mache das, wenn es ganz sicher klappen soll, so dass ich die Völker erst mit einem Wandergitter trenne und dann erst tatsächlich vereinige.

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • In der übernächsten Woche aus 200-300g Bienen einen kleinen KS aus den WV erstellen und dort die unbegattete Königin rein. Nach Kellerhaft in die DD-Brutraumzarge einschlagen, mit Anfangsstreifen auffüllen, am Haus aufstellen, dünn füttern, behandeln, etc., kurz: wachsen lassen

    Ein derart schwachen Völkchen wächst nicht wirklich gut. So kleine Einheiten machte man nur für die Begattung. ...

    Das habe ich nun verschiedentlich anders gehört und gelesen. Und nicht nur von Ralf, sondern auch von anderen in verschiedenen threads zum Thema.


    Was ich vergaß, was aber wichtig ist: den Ableger würde ich, wenn die Begattung geklappt hat und die Jungkönigin angefangen hat, zu legen, noch mit Bienen verstärken, evtl. auch noch eine BW aus dem Volk dazu hängen, dessen Kö ich belassen will (es wird gerade auf Dadant umgestellt und könnte in sechs Wochen die Entnahme einer BW verkraften, denke ich). Auch würde ich die Mini+-Brut auf diesem Ableger auslaufen lassen.


    Aber hinsichtlich einer sicheren Annahme der Kö habe ich es schon so verstanden, dass es ganz zu Beginn sehr sinnvoll ist, den Schwarm aus verschiedenen Völkern zusammen zu stellen und so klein, wie möglich zu halten und eben gerade nicht die üblichen 1-2kg Bienen zu nehmen, auch bei unbegatteten Kö. Dafür gleich dazu, ohne Käfig/Ausfressen lassen, o.ä.. Die Erklärung für dieses Vorgehen finde ich plausibel. Aber da endet mein Latein natürlich.


    Du hast damit schlechte Erfahrungen gemacht?

    Munterbleiben!


    Zurzeit: Zwei WV auf DNM/einzargiger BR in Umstellung auf Dadant mod./US, ein Völkchen auf Dadant im eigenen Garten.

    Etappenziel: drei WV gut in und durch den Winter bringen.

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