Säge Beutenbau

  • Hallo Zusammen,


    nach längerer Suche im Forum konnte ich leider keinen passenden Faden finden. Falls es ihn doch gibt und jemand weiß, wo er ist, würde ich mich über einen Hinweis freuen.


    Ich habe dieses Jahr mit der Imkerei begonnen und trotz meines Bürojobs wollte ich schon immer mal etwas mit Holz machen. Einen Boden konnte ich schon halbwegs bauen, aber jetzt scheitere ich gerade daran, für einen Fluglochkeit eine Dachlatte längs und gerade durch zu sägen. Für Zargen wird das wohl noch wichtiger. Ich habe eine Stichsäge und die ersten zwei Versuche eine Führungsschiene zu bauen gingen in die Hose.


    Ich überlege nun, wie ich das generell mit dem Sägen machen will. Ich muss ja auf Dauer sowohl größere Bretter zerteilen, als auch kleine Leisten. Brauche ich nun eine Tischkreissäge, oder langt die Stichsäge auf Dauer mit einer guten Führungsschiene doch? Unser Budget ist dieses Jahr schon extrem belastet und daher scheue ich mich 600 Euro für so eine Kiste auszugeben. Von 600 Euro kann man ja auch einige Zargen kaufen. So ein 200 Euro Teil taugt vermutlich nichts? Über eine Handkreissäge mit metallischer Führungsschiene denke ich auch nach. Was würdet ihr mir raten?

    12er DNM im Warmbau, ab 2021 10er DD

  • Guten Morgen ,


    Selber bauen ist meiner Meinung am besten.

    Aber mit nur einer Stichsäge wird das nix.

    Besorge dir eine günstige Tischkreissäge.

    Die wird erst mal reichen.

    Ich habe Rauspunt vom Holzfachmarkt genommen und zusammen geleimt.

    Hat gut geklappt.


    Mfg Andi

  • Moin.

    Warum nicht warten, sparen und dann was gescheites kaufen. Wenn du Zargen und Böden bauen willst wirst du eh nicht um einen größeren Maschinenpark rum kommen. Sonst kannst du mit den Ergebnissen nicht wirklich was anfangen (Stichwort: Maßhaltig und Beespace)

    Da wären Tischfräse, Bandsäge, Tischkreissäge, Schleifer, Absauganlage usw. Das Equipment wird dich bestimmt mehr als 1500 für gebrauchte Maschinen kosten. Dafür kannst du viele Zargen und Böden kaufen.

  • Hallo, ich habe alles da von dem rohen Brett eine fertige Beute zu machen. Es rentiert aber wirklich nicht so, schau mal was Bausätze von Beutenwelt aus Österreich kosten.

    Dann schau, was in Frankreich ein Palstikboden von Nicot für die Zanderbeute kostet.

    Zur Säge, eine gute Säge ist die Elktra Beckum PK 250 oder 300, die gibt es gebraucht ab 400€. Mit Schiebeschlitten ab 600 €. Das waren Sägen damals für ambitionierten Heimwerker, sowas gibt es heute nicht mehr. Nur noch aus China, da werden dann die alten Namen draufgepappt (Scheppach)

    Bis bald

    Marcus

    40 Wirtschaftsvölker auf DN 1,5, 8 Miniplus, 20 Ableger Dadant, Zander und DN, Waage 401

  • geh zum Tischler/Schreiner (je nachdem, wo du wohnst) in deiner Nähe und frag, was der für die Stunde will. Eventuell bekommst du dort auch das Material günstig.

    Mit nur einer Stichsäge wird das nichts!

    Mich nerven zwar die Kunden, die einem mit einem Einlegeboden mal 2cm abschneiden nerven... also vielleicht eine ordentliche Materialliste machen und Skizze und fragen, wenn alles passend zugeschnitten ist abholen und bezahlen, und dann zuhause mit Akkuschrauber und Schleifpapier/Leim/Schrauben zusammenbauen.

    Mit Hobbymaschinen geht das schon los ein Brett winklig zu schneiden - ich kenn einen Hobbytischler, der hat aufgerüstet - Formatsäge, Presse, Fräse, Hobelmaschine.... das war bestimmt größer 20.000,- und wenn der einen ordentlichen Winkelschnitt haben will, kommt er trotzdem zu uns (Tischlerei mit kompletten Maschinenpark).

  • Gude

    Kommt immer darauf an wie viel es werden soll!

    Und wenn jemand Spaß an der Sache hat,

    Dann geht es auch mit wenig Einsatz.

    Ich muss für mich keine Tausend Euro ( oder noch mehr) ausgeben wenn ich nur 4 Beuten bauen will.

    Das ist meine Meinung.


    Mfg Andi

  • Hallo,

    Mit einer Kreissäge ,mit der man winkelig und auf 0,2 mm genau sägen kann, kannst Du 90% aller Arbeiten fuer ein Beutensystem abdecken.Dazu noch einen Bohrschrauber,Tacker für das Varroagitter ,Schraubzwingen,Holzleim. Das Holz besorgst Du bei einem Säegewerk auf 2 cm gehobelt und gesäumt. Ab 10 Beutensysteme rechnet sich das schon wenn man Freude am Basteln hat.😎

  • ich denke auch wie Marcus Göbel . Für die angfänglichen paar Beuten ist es besser, einen Bausatz zu kaufen. Dann kannst Du sicher sein, dass es am Ende auch passt: Winkel, Beespace ect.

    Das Erlebnis "ich habe es selbst zusammengebaut" hast Du dann ja! Und wenn dein Budget dann mal passend ist, kaufst Du Dir die Maschinen, die Du willst.

    Wenn ich mal groß bin, will ich auch Imker werden...

  • Naja, gerade bei Beuten ist die Genauigkeit nicht ganz so wichtig. Schaut euch die meisten Berufsimker an, die bauen aus den billigsten palettenholz Kisten zusammen. Um 400€ bekommst schon eine tischkreissäge. Wobei ich würde glaub ich die 400 In eine gebrauchte investieren. Ich finde hier kombinierte gut (flipover). Da hast dann tischkreissäge und kappsäge in einen was beim Beutenbau sehr vorteilhaft ist. Ich hatte da die von Makita und war sehr zufrieden. Und es lohnt sich. Holz kostet am Qm 6€. Was kostet eine Zarge? Ich habe meine Beuten gehobelt, aber den Bienen ist das egal. Wenn es für dich passt kannst sie auch sägerau lassen.

    Ist wie bei den meisten Dinge in der imkerei, die Bienen kommen mit allen zurechty die Frage ist nur ob's der hinter der Kiste auch tut.


    LG

  • Hallo zusammen,


    alle Zargen und Böden baue ich selber. Ausrüstung: Günstige Tauchkreissäge (mit Führungsschiene) und preiswerte Oberfräse. Für die Tauchsäge habe ich eine Vorrichtung gebaut, die das rechtwinklige Anlegen der Führungsschiene ermöglicht und einen Längenanschlag hat. Damit kann ich auch Leisten ziemlich genau ablängen. Stichwort bei Internetrecherche: Circular Saw Crosscut Jig.


    Ist zwar nicht die ultimative Ausrüstung, aber absolut flexibel und benötigt wenig Platz. Eine Alternative zur Tauchsäge ist eine Kapp-Zugsäge, damit erspart man sich eine Vorrichtung, kann aber keine Platten zusägen.


    Die Beuten baue ich aus 18 mm Leimholz aus dem Baumarkt. Wetterschutz ist aber zwingend erforderlich. Werden auch nicht so lange halten wie professionell gebaute Beuten.


    Viele Grüße


    Carsten

  • Vielen Dank für eure Antworten. Ich gewinne den Eindruck dass das ohne TKS keinen Spaß macht und deutlich länger dauert. Wir wollen nächstes Jahr mindestens 30 0,5 DN Zargen haben. Wenn ich die für 5 Euro das Stück herstellen kann, haben wir schonmal 350 Euro gespart. Das machen wir zwei mal und ich habe ne gute TKS schon bezahlt, besitze die TKS aber noch.

    12er DNM im Warmbau, ab 2021 10er DD