Waldtracht 2020

  • Mal eine Frage an die Waldtrachtler, die schon öfter mit der Tracht zu tun hatten: Kann es sein, dass der Honigtau weniger Wasser enthält als der Nektar einer Blüte (also gleich beim Sammeln)?

    Habe bei meinem (sehr leckeren Waldhonig8)) eine Kostprobe genommen und gemessen; 15,8% ist mein bisher niedrigster Wert. Und die Mädels tragen ein und tragen ein. Bei den Abendkontrollen spritzt im Honigraum nichts. Leider habe ich keine Stockwage, weshalb ich euch nicht sagen kann, wie viel kg pro Tag reinkommen! X/

  • Wir haben letzte Woche geschleudert. Es ist zufriedenstellend, vor allem in Anbetracht der letzten mageren Waldtrachtjahre.

    Auffällig war, dass es eine Zeitspanne geben haben muss, in der sie Melezitose eingetragen haben. Diese Waben gingen in der Schleuder teilweise zu Bruch und müssen aufgegeben werden. Der überwiegende Teil ging gut raus. Feuchte bei ~16%.


    Gefühlt nehmen die Melezitoseerscheinungen in den letzten Jahren zu. Wie seht Ihr das?


    Tom

  • Mal eine Frage an die Waldtrachtler, die schon öfter mit der Tracht zu tun hatten: Kann es sein, dass der Honigtau weniger Wasser enthält als der Nektar einer Blüte (also gleich beim Sammeln)?

    Dazu musst du dir nur vorstellen wie das in der Blüte und wie es an den Läusen abläuft.


    Bei den Läusen wird/werden diese Tröpfchen ausgeschieden und landen meist irgendwo auf dem Zweig/Ast/Nadel/Blätter oder werden auch direkt an der Laus abgesammelt. Dort ist nun der Tropfen aber auf jedenfall an der Luft und ohne Regen wird er daher ganz schnell eintrocknen. Oft/meist müssen dann die Bienen sogar mit Wasser arbeiten um ihn u lösen. Besonders nach Regen gibt es nochmal eine gute Zunahme, was dann aber auch nur an den dadurch aufnehmbaren, zuvor eingetrockneten Tröpfchen liegt. Da kann die Läusepopulation schon einige Tage zusammen gebrochen sein.

    Gruß Markus


    Ubi apis, ibi salus 
    Wo Bienen sind, dort ist Gesundheit

  • Wir haben zwei Stockwaagen, die je eine SMS jeden Abende und Morgen die Daten senden. Jede Nacht verliert der Bienenstock 30-40% der täglichen Gewichtszunahme. Meistens Wasser?

    Davon kannst Du ausgehen. Wenn sie Nachts 30- 40% der Erntemenge fressen würden, wäre das Gewicht ja trotzdem noch auf der Waage.


    Bei uns kommt schon wieder reine Melezitose rein. Da geht beim Schleudern vielleicht noch max. ein Viertel aus den Waben.


    tom , bei uns ist das fast schon im Jahresrhythmus der Fall. Hab mal auf einem Vortrag gehört, das soll am Trockenstress der Bäume liegen. Dann wird es uns vermutlich erhalten bleiben.

    Wer damit nicht klar kommt, ich übernehme die Verarbeitung ab Zarge auch für andere oder übernehme den Honig auch ganz.

    Man kann ohne Bienen leben, aber wie halt.

  • Davon kannst Du ausgehen. Wenn sie Nachts 30- 40% der Erntemenge fressen würden, wäre das Gewicht ja trotzdem noch auf der Waage.

    Es spielt keine Rolle, ob ein oder sechs kg, es sind fast immer 30-40%. Schwankt die Menge, die die Bienen jede Nacht fressen, um der gewonnenen Menge zu entsprechen? Das glaube ich nicht. Ein großer Teil muss Wassergehalt sein.

  • Nordschwarzwald zwischen Neuenbürg und Bad Wildbad


    Imker Nr. 1: Zander mit Waage. + 38kg aber noch nicht geerntet.


    Imker Nr. 2: Dadant mit sechs Völkern. Teilweise geerntet. Insgesamt 60 Waben, 3 Waben hat ca. 50 % Melezitose.


    Imker # 3: 6 Zander und teilweise geerntet. 20 Rähmchen und 22 Rähmchen das zweite Mal. Keine Melezitose.


    Imker # 4: 40 Zander ca. 2 km von unserem Stand entfernt. Mehr als 50 % Melezitose.


    Imker Nr. 5: Mit Waage, die ca. + 7 kg pro Tag anzeigt. Unbekannt aber Melezitose?


    Imker Nr. 6: Dadant. 5 von 12 Völkern teilweise geerntet. 88 Frames und 2 Rähmchen davon mit einigen Zellen Melezitose. Der Rest Wald und Weißtanne. 38 kg von Stockwaage Volk geerntet.


    Bei schönem Wetter zwischen 4 und 5 kg täglich. Gestern war es kühl und windig. Nur + 350 gr.

  • Ich stehe ebenfalls im Nordschwarzwald und habe gestern geerntet.

    Aus 5 vollen Zandermagazinen insgesamt 38kg Waldhonig. Der Rest komplett Melezitose.

    Hoffentlich kommt jetzt nach dem Standplatzwechsel keine Melezitose mehr. Wir werden sehen.......

  • Ich stehe ebenfalls im Nordschwarzwald und habe gestern geerntet.

    Aus 5 vollen Zandermagazinen insgesamt 38kg Waldhonig. Der Rest komplett Melezitose.

    Hoffentlich kommt jetzt nach dem Standplatzwechsel keine Melezitose mehr. Wir werden sehen.......

    Die Melezitose wurde im ersten Honigraum aller Dadant Völker gefunden. Zweiter und dritter hatten keine Melezitose. Ich hoffe das bedeutet, dass es fertig ist.


    Good Luck!

  • Davon kannst Du ausgehen. Wenn sie Nachts 30- 40% der Erntemenge fressen würden, wäre das Gewicht ja trotzdem noch auf der Waage.

    Es spielt keine Rolle, ob ein oder sechs kg, es sind fast immer 30-40%. Schwankt die Menge, die die Bienen jede Nacht fressen, um der gewonnenen Menge zu entsprechen? Das glaube ich nicht. Ein großer Teil muss Wassergehalt sein.


    VG Patrick

    Genau das hab ich damit gemeint...

    Man kann ohne Bienen leben, aber wie halt.

  • Davon kannst Du ausgehen. Wenn sie Nachts 30- 40% der Erntemenge fressen würden, wäre das Gewicht ja trotzdem noch auf der Waage.

    Es spielt keine Rolle, ob ein oder sechs kg, es sind fast immer 30-40%. Schwankt die Menge, die die Bienen jede Nacht fressen, um der gewonnenen Menge zu entsprechen? Das glaube ich nicht. Ein großer Teil muss Wassergehalt sein.

    Genau das hab ich damit gemeint...

    Danke,


    Deutsche Sprache, schwere Sprache. =O

  • Imker in Odenwald meldete 100% Melezitose und einer in Mainhardterwald mehr als 50% Melizitose.


    Hier in Nord-Schwarzwald gibt es täglich kleine Mengen Tanne und keine Melizitose mehr.