Wer kennt sich mit Melezitose aus?

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    Hallo zusammen,


    folgende Situation:

    Mein Nachbarimker hat bei uns im Verein vor Melezitose gewarnt. Er meinte, er hat beim Schleudern den Honig nicht aus den Waben bekommen. Seine Bienen stehen von meinen nur 1-2 km entfernt und ebenfalls im Mischwald. Er sagte mir heute, dass er das Problem auch nicht an jedem Bienenstand hat.

    Mein Problem ist, dass der Frühjahrshonig bei mir noch nicht reif ist und momentan wieder ordentlich frischer Nektar reinkommt. Aktuell blühen hier die Rosskastanien (voll aufgeblüht) und Heidelbeeren . Ahorn dürfte größtenteils durch sein.

    Da ich etwas besorgt war, habe ich mal 2TL frischen Nektar mit einem Löffel entnommen und in ein Glas gefüllt. Für mich schmeckt er nicht nach Honigtau und von der Farbe her ist er viel zu hell. Was meint ihr? Hat jemand Erfahrung mit Melezitosehonig und kann mir sagen, wie dieser von der Farbe her aussieht?


    Vielleicht ist dem Kollegen einfach der Löwenzahnhonig in den Waben fest geworden?


    Zudem habe ich noch eine Vermutung:

    Der Bienenflug ist tagsüber richtig extrem, die Damen schießen wie die Pfeile durch die Luft. In den Abendstunden (ich war um 19:30Uhr gerade schauen) fliegen sie ganz entspannt. Das spricht für mich für einen Nektar- und gegen eine Tautracht. Liege ich da richtig?



    11 Völker (Carnica) auf DNM 1,5 mit Schied (Segeberger) im schönen Hochsauerland

  • Wenn es Melezitosehonig wäre, hättest Du ihn gar nicht aus den Waben schleudern können. Der wird schon in der Wabe fest-kristallin.

    Damit ist die Sache klar.

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • Wenn es Melezitosehonig wäre, hättest Du ihn gar nicht aus den Waben schleudern können. Der wird schon in der Wabe fest-kristallin.

    Ich habe doch gar nicht geschrieben, dass ich geschleudert habe ^^

    Den Honig/Nektar habe ich mithilfe eines Teelöffels aus einer Wabe entnommen und ins Glas befördert um mir die Farbe mal genau anzuschauen.


    Der Imkerkollege hat schon geschleudert und meinte es blieb ganz viel in den Waben zurück.


    Melezitose dürfte jetzt noch kein Problem sein.

    Das dachte ich mir auch sofort. Allerdings ist dieses Jahr alles etwas anders. Warum sollte das nicht auch bei den Läusen so sein können?

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  • Melezitose dürfte jetzt noch kein Problem sein.

    Ja genau. Außerdem kenne ich persönlich 3 Arten von Meli. Die Rote, die Braune und am Schlimmsten ist die Weiße, finde ich. Die Rote waren bis jetzt bei mir zumindest nur einzelne Zellen, die besonders bei Jungfernwaben sehr gut zu sehen sind. Treten meist als erste auf, Verursacher kenne ich aber nicht. Dann später kommt die Braune Meli meist von Großen Schwarzen Fichtenrindenlaus, welche auch die Tanne besiedelt und eine Verwandte auf der Eiche hat. Geht auch noch und ist sogar als Spättracht halbwegs schleuderbar. Richtig böse kommt es aber wenn zugleich oder hauptsächlich die Lärche honigt. Fast immer ist das weißer Zement. Als Spättracht endet die erst wenn es kalt wird oder wie aus Eimern regnet. Ging bei uns schon bis Mitte Oktober mit mind. 1kg Zunahme pro Tag. War zwar das Rekordjahr hatte aber enormen Verlust im Winter danach.

  • hm... mir war gar nicht klar, dass es auch "weißen Zement" gibt. Lärchen haben wir hier einige, teilweise ganze Bestände. Das gibt mir jetzt echt zu denken. Mal schauen wie sich der Honig in den Waben verhält. Momentan ist er noch sehr dünnflüssig, weil frisch eingetragen. Fast wie Wasser

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  • Stimmt. Früher wurde die Wahrscheinlichkeit einer Ernte mit einmal in hundert Jahren angegeben bei der großen, welche ja vor der kleinen Lecanie kommt. Aber das Wetter ändert sich. Meli sollen beide nicht produzieren, vielleicht hat sich auch das geändert, wer weiß?;)