Wachs schmelzen - sinnigste Methode unter gegebenen Umständen

  • Wenn man das so in der Garage oder Carport macht ist es ok, Propanhockerkocher sind nicht für den Betrieb in geschlossenen Räumen oder Kellern vorgesehen, wegen dem hohen Sauerstoffverbrauch und der höheren Dichte von Propan, davon abgesehen sollte man besser auf eine Kunststoffplane unterm Hockerkocher verzichten, da gehört eher eine hitzefeste Platte drunter.

  • Das Auspressen ist ne ziemliche Sauerei. Bei mir hat es auch nicht funktioniert, weil sich der Schmock durch den Seihsack gepresst hat.


    Ich hab es ganz am Anfang auch mit Dampferzeuger und im Zargenturm probiert. Das hat aber nicht gut funktioniert und ich hatte auch Sorge um meine Holzzargen.


    Jetzt schmelze ich in einer Kunststofftonne mit Deckel. Das geht bisher am Besten.

    Viele Grüße aus dem Bergischen
    Thomas

  • Hallo

    Hier noch meine Erfolgsmeldung: es.ist doch Dampf geworden. So der Spur nach bin ich so vorgegangen:

    https://dadant-imkern.blogspot…pfwachsschmelzer.html?m=1

    Hab mir bei der ZG so ne blaue 60L Tonne gekauft (ca 25EUR)

    Beim Baumarkt so nen Gewindeadapter (war bei mir glaub 1/2" und was zum innen verschrauben. Oben seitlich dann ein Loch in die Tonne genau so groß dass sich das Gewinde reinwürgen lässt (ich halte den Anschluss für sehr hilfreich, weil es einfach komplett dicht ist - aber das muss jeder selbst wissen). Unten ein ähnlich großes Ablaufloch. Unten innen rein hab ich aus 3 Holzstücken eine Art Gitter gebaut damit der Schmodder das Loch nicht zusetzt (dicke Holzstücke - je ca 5cm).

    Dann hab ich aus Gartenvlies einen Sack genäht (Vlies doppelt). Der Sack ist grad so groß dass man die Rähmchen unten einstellen und den Sack oben umschlagen kann, sodass er mit dem Deckel befestigt werden kann.

    Ich fange mit 1l Joghurtbechern auf (was wahrscheinlich nicht ideal ist). Die sollten relativ nah am Ausguss stehen weil sonst Wachs daneben spritzen kann.

    Es passen ca. 8 Rähmchen rein (was für mich absolut ausreicht) - wahrscheinlich auch ein paar mehr - bei mir waren es zu viele deshalb hab ich nicht gestopft.

    Nach dem Schmelzen kann ich den kompletten Schmodder im Sack entsorgen (hab leider keinen Kompost, aber das ginge natürlich auch). Die Tonne bleibt ausreichend sauber. Das Wachs ist schon relativ sauber - ich denk so nimmt das jeder.

    Dieses Edelstahlgitter aus dem Link halte ich für schwer beschaffbar (in den Baumärkten die ich kenne gibt es sowas nur aus Schwarzstahl). Wenn man keine entsprechende Quelle kennt ist es wahrscheinlich rel. teuer und die Bearbeitung dürfte sich in dem Link auch deutlich einfacher anhören als es sich für den Imker der nicht vom Fach ist darstellt.


    Für Nachahmer:

    Man muss bei dem Sack aufpassen, mit den Rähmchen reißt man beim Nachfüllen leicht ein Loch (zum Glück hatte ich den Sack doppellagig genäht)

    Ich hatte den Dampfanschluss recht weit oben gebohrt - der Gedanke war: Dampf zu- und abführung gegenüber zu legen. Die Rähmchen ohne den Dampf abzuschalten abzuziehen geht - zumindest ohne dickere Handschuhe - so nicht (aua). Der Anschluss weiter unten wie im Link ist vielleicht besser.

    Die Rähmchen sind oben sehr sauber. Ich überlege noch unten IN den Sack eine Art Auflage zu basteln damit die Rähmchen unten nicht im Schmodder stehen. Viel Spielraum ist bei der 60er Tonne aber dafür nicht mehr.

    Mit dem von mir besorgten Vlies passt das so ganz gut (Obi: 1,5mx15m) - ich lege das Vlies doppelt, schlage einmal um und muss dann nur 2 gerade Nähte setzen - schafft jeder (auch Mann). Sack also dann 75cm hoch. Nähmaschine brauchts eben. Bei der großen 120l Tonne (Link) könnte es komplizierter werden.


    Vielen Dank für alle guten Tips - ich denke so ist es für mich die beste Lösung. Dampferzeuger war ja vorhanden. Mit Werkzeug waren es jetzt noch ca. 45EUR (Tonne, Bohrer, Anschluss, Vlies).


    Mit dem Sack und einer Pappbahn ist das so einigermaßen sauber.


    Grüße

  • :?:

    Warum so viel Aufwand, ein Lochblech in Edelstahl sollte sich doch besorgen lassen. Oder wie Du eh schon hast, aus Holz einen Rost machen. Muss halt ab und an erneuert werden. Dachlatten mit 1 cm Abstand und los. Lass doch das Vlies den Gartenliebhabern. Um das Auskratzen kommst Du so oder so nicht drum rum. Es kommt halt dann ein bisschen später.

    Um das Wachs noch sauberer zu bekommen, einfach nach dem Erkalten und saubermachen der Tonne, den Klotz Wachs nochmal reinlegen und ein zweites mal aufschmelzen lassen. Den Dreck unten vorher und hinterher abkratzen, dann sollte es schon relativ sauber sein. Zum Mittelwände machen allemal sauber genug. Zum Kerzen machen braucht es schon noch ein bisschen mehr Liebe.

    Den Dampfanschluss würde ich immer in den Deckel machen, dann gibt es nie Verbrühungen, da Deckel und damit auch der Dampf automatisch weg sind. Als Eimer einmal einen konischen Edelstahleimer besorgen, den kauft man einmal im Leben. Als Provisorium geht natürlich immer ein Kunststoffeimer auch.

    Ein Lochblech hat normalerweise jeder halbwegs gut sortierte Bauschlosser am Lager. Die Löcher nicht zu klein. Mindestens 3 - ohne weiteres auch 5/6 mm. Zwei Stangen hin schweißen lassen die bis fast zum Deckel hoch reichen, oben 5- 10 cm seitlich umbiegen als Griff, dann fummelt man unten nicht im Schmodder rum, sondern kann die ganze Schoße auf einmal rausheben. In dem Fall ist das blaue Fass mit Bauch in der Mitte zum saubermachen nicht die erste Wahl. Hier würde ein Ring auf dem Rost Sinn machen, der den Inhalt auf die obere Fassöffnung reduziert. Dann klappt das auch mit dem Rausheben am Stück, das Fass bleibt ziemlich sauber und den Rost und Ring kann man außerhalb des Fasses auch besser sauber machen.

    Ein Zylindrisches Gefäß kann man insgesamt mit einer Spachtel ruck zuck schneller sauberer machen.

    Man kann ohne Bienen leben, aber wie halt.

  • Als Eimer einmal einen konischen Edelstahleimer besorgen, den kauft man einmal im Leben. Als Provisorium geht natürlich immer ein Kunststoffeimer auch.

    Günstig und dauerhaft sind auch Wein- oder Sektkühler aus Edelstahl. Die sind meist konisch, damit man den Wachs auch wieder rausbekommt. Bei Amazon gibt es die für kleines Geld.

    Die passen dann auch meist in die Styroboxen, die im Lebensmittelbereich eingesetzt werden. In Baumärkten gibt es die für kleines Geld auch als Einsätze für die Euro-Stapelbehälter. Da kann der Wachs dann schön langsam auskühlen.

  • Günstig und dauerhaft sind auch Wein- oder Sektkühler aus Edelstahl. Die sind meist konisch, damit man den Wachs auch wieder rausbekommt. Bei Amazon gibt es die für kleines Geld.

    Die passen dann auch meist in die Styroboxen, die im Lebensmittelbereich eingesetzt werden. In Baumärkten gibt es die für kleines Geld auch als Einsätze für die Euro-Stapelbehälter. Da kann der Wachs dann schön langsam auskühlen.

    Wo Du gerade diese Sektkühler ansprichst: Ich habe mir so einen genau für diesen Zweck gekauft. Beim ersten Mal ging das Wachs auch traumhaft heraus. Bei den Durchgängen danach saß das Wachs aber bombenfest im konischen Sektkühler und war nicht zu entfernen. Hast Du eine Idee, wie man es nach dem Erkälten da wieder sinnvoll heraus bekommt?

  • Günstig und dauerhaft sind auch Wein- oder Sektkühler aus Edelstahl. Die sind meist konisch, damit man den Wachs auch wieder rausbekommt. Bei Amazon gibt es die für kleines Geld.

    Die passen dann auch meist in die Styroboxen, die im Lebensmittelbereich eingesetzt werden. In Baumärkten gibt es die für kleines Geld auch als Einsätze für die Euro-Stapelbehälter. Da kann der Wachs dann schön langsam auskühlen.

    Wo Du gerade diese Sektkühler ansprichst: Ich habe mir so einen genau für diesen Zweck gekauft. Beim ersten Mal ging das Wachs auch traumhaft heraus. Bei den Durchgängen danach saß das Wachs aber bombenfest im konischen Sektkühler und war nicht zu entfernen. Hast Du eine Idee, wie man es nach dem Erkälten da wieder sinnvoll heraus bekommt?

    Mein Vorschlag dazu wäre mehr Wasser (nicht unbedingt Meerwasser :P), möglichst heiß dem Gemisch beifügen. Beim Erkalten trennt sich dann Wachs vom Wasser und dieses sollte dann wieder traumhaft herausgehen.


    Grüße vom Apidät

  • Ich bin nach einigen Versuchen zu folgender Methode gelangt:

    Habe über EU-Bienenförderung einen Dampfwachsschmelzer aus Edelstahl gekauft. Den betreibe ich auf dem Balkon, da gibt es nur wenige Stadtbienen, im Garten mache ich es nicht mehr. Trester gleich rausschneiden, solange das Zeug noch warm ist. Wachs fließt mit dem kondensierten Wasser in die Wachsschüssel. Da ist es auch kein Problem, den erkalteten Wachsblock später herauszubekommen.

    Zusätzlich in diesem Jahr noch einen Sonnenwachsschmelzer gekauft, der am stromlosen Bienenstand steht, die Wachsmotten warten nämlich nicht, bis ich genug für einen Dampfwachsschmelzer zusammen habe. Ging am Anfang auch ganz gut, jetzt nicht mehr so, seit ich ausgeschnittene Drohnenbrut mit reingelegt habe. Wenn das Ding dann wieder sauber ist, geht es hoffentlich auch wieder besser. Drohnenbrut geht jetzt wieder zu den Hühnern des Nachbarn. Diese Metallform werde ich wohl in heißes Wasser stellen müssen, ist fast voll, hab sie aber noch nicht einmal ausgeleert. Am besten noch ein zweite Kuchenform als Auffangbehälter dazu kaufen.

    Außerdem über Förderung noch einen Wachsklärer angeschafft. Gieße meine Mittelwände selbst.

  • Günstig und dauerhaft sind auch Wein- oder Sektkühler aus Edelstahl. Die sind meist konisch, damit man den Wachs auch wieder rausbekommt. Bei Amazon gibt es die für kleines Geld.

    Die passen dann auch meist in die Styroboxen, die im Lebensmittelbereich eingesetzt werden. In Baumärkten gibt es die für kleines Geld auch als Einsätze für die Euro-Stapelbehälter. Da kann der Wachs dann schön langsam auskühlen.

    Wo Du gerade diese Sektkühler ansprichst: Ich habe mir so einen genau für diesen Zweck gekauft. Beim ersten Mal ging das Wachs auch traumhaft heraus. Bei den Durchgängen danach saß das Wachs aber bombenfest im konischen Sektkühler und war nicht zu entfernen. Hast Du eine Idee, wie man es nach dem Erkälten da wieder sinnvoll heraus bekommt?

    Ich würde das ganze mal über Nacht in die Gefriertruhe packen. Sollte mich wundern wenn es das Wachs nicht so sehr friert, dass es kleiner als das Edelstahl schrumpft und leicht raus fällt. Spätestens nach einmal hart aufdotzen auf ein Stück Holz oder so, dass das Edelstahl nicht leidet.

    Man kann ohne Bienen leben, aber wie halt.

  • Also ich hab auch eine Weithalstonne mit Edelstahl Lochblech unten. Ohne Sack und so.

    Ich fange das Wachs in einem alten 10kg Eimer auf. Anschließend kommt das Wachs in meinen Dampfentsafter zum reinigen.


    Einige Pressen den Trester noch aus, bringt das eigentlich noch viel?

    9 Völker Carnica, 1 Volk Buckfast in Segeberger

  • Hi

    Jetzt sag mir doch Mal einer konkret was er für dieses Lochblech bezahlt hat. Ich hab beruflich viel mit Edelstahl zu tun und glaube einfach nicht, dass das billig zu bekommen ist. Billig ist eben auch extrem relativ. Wenn ich schon lese: Blech, Flex, anschweißen - ja schön wenn man die Einrichtung und den Platz für solche Späße hat. Die Latten und Schrauben meiner Holzkonstruktion haben nichts gekostet (Reststücke) aber selbst im Baumarkt (wo es das Zeug zu kaufen gibt) wären es max 3 Euro gewesen.

    Ich lese immer: "Tonne reinigen". Bei meinem Sack gibt es kein "Tonne reinigen", es gibt auch kein Wachs reinigen. Ja - unten am Wachs ist eine Schicht Dreck und ja - ein Teil des Wachses ist mit Honig vollgeschlonzt. Den schmeiß ich wahrscheinlich einfach beim nächstem Mal nochmal rein. Den Dreck am Wachs akzeptiert mein Abnehmer erwartungsgemäß.

    Kommt halt immer auch drauf an, was für Umgebungsbedingungen man hat: ich schmelze auf einem Balkon im 2ten Stock ohne Wasseranschluss. Der WAF für Wachs in der Badewanne ist extrem niedrig - schon das durch die Wohnung tragen von schmutzigen Gegenständen wäre ein Problem. Nach diesem Durchlauf gibt es keinen Grund die Badewanne zu beschmutzen oder irgendwas mit weichem Wachs irgendwohin zu tragen. Ich habe NICHTS was ich ernsthaft putzen müsste und die Rähmchen habe ich (weil ich zu blöd war dran zu denken den Stockmeisel aus dem Garten mit zu nehmen) mit Küchenpapier abgeputzt. Die benötigte Menge hielt sich sehr stark in Grenzen (max 2 Blatt pro Rähmchen).

    Hände mit Spiritus reinigen (oder eben richtige Handschuhe anziehen), Boden an einzelnen Stellen ebenfalls mit Spiritus reinigen (oder nächstes Mal eine größere Pappbahn besorgen), alles wegräumen, fertig.

    Ich zwinge keinen, einen solchen Vliessack zu nähen, verstehe aber beim besten Willen nicht, wieso ich den Eindruck bekomme, man möchte mir das ausreden (und mich zu einem - für mich trotz vom Fach nicht sinnvoll beschaffbaren - Blech überreden möchte).


    Mit dem Eimer muss ich noch was machen - ich merke dass es einfach besser wäre, alles in einem Gefäß zu haben und nicht nachher 3 Klumpen mit 3 Mal Dreckschicht zu haben. Ein stark konischer Eimer wäre natürlich cool.


    Was mir weiterhin unklar ist: warum liest man häufig, man solle das Wachs langsam abkühlen, um Risse zu vermeiden? Ich hab kein Problem mit Rissen im Wachsklotz - oder sollte ich?

    Was ich gemerkt habe: es ist besser das Wachs einfach sich selbst zu überlassen bis es fest ist. Dann bekommt man schön 3 Schichten: unten Wasser mit Honig, dann max 1mm Dreck und oben schönes Wachs. Hat das bei mir ohne Isolation jetzt nur aufgrund der hohen Umgebungstemperatur geklappt oder was ist der Grund für Isolation?


    Grüße

  • Hier gibt es das Lochblech im Bauh... oder in einem Metall- und Kunststoffhandel, der seine Ware "pro Kilo" verkauft...

    Ich mache das in der Tonne auch ohne Blech. Ich lasse nach dem Ausschmelzen der Rähmchen den Dampfgenerator noch 30-60min nur mit dem Schmock in der Tonne laufen, um das restliche Wachs raus zu lösen. Das reicht mir.

    Das mit dem Sack wäre mir auch zu umständlich. Ich nehme das Wachs aus dem Plastikeimer, sammel das, gebe das bei entsprechender Menge mit etwas Wasser in einen alten Topf, schmelze alles nochmal ein und schütte es dann wieder in einen mit heißem Wasser gefüllten Eimer über den ich zweilagig ein Gartenvlies als Filter gespannt habe. Den Eimer packe ich dann in alte Handtücher und lasse ihn langsam auskühlen. So hat der Schmock im Wachs mehr Zeit abzusinken.

    Nach Erkalten den Block aus dem Eimer kippen, unten abkratzen, fertig.

    Aber natürlich macht das jeder anders und wie er will. Das hängt ja auch nicht unerheblich von den Mengen ab, die man zu bewältigen hab. Als kleiner Hobbyimker komme ich auf diese Weise gut klar.

    Viele Grüße aus dem Bergischen
    Thomas