Schwarm eingefangen. Alles richtig gemacht?

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    Mir ist schon mal ein Schwarm nach Zugabe einer Bannwabe wieder ausgezogen und ich durfte ihn neu eintüten. Danach wurde mir gesagt, das mit der Bannwabe war der Grund. Futterwabe war dagegen gut.

  • Meinen ersten Schwarm habe damals ich nach Anweisung meiner Patin eingeschlagen wie zuerst beschrieben. Außerdem habe ich noch einen Futterpack obendrauf gelegt. Hat wunderbar funktioniert. Am nächsten Tag waren die Mittelwände ausgebaut.

  • letzten Freitag durfte ich auch zum ersten Mal einen Schwarm fangen, diesen habe ich nach zwei Tagen mit Oxalsäure besprüht, von daher würde er ja für die Honigernte in diesem Jahr ausfallen.

    Denn Schwarm behandeln, DANN erst den HR geben, dann kannst Du dieses Jahr noch ernten.

    Aber wennd as ein Schwarm ist, dann sollte es doch auch ausreichen, wenn der nach der Honigernte im August behandelt wird oder?

  • Nee, außer, Du willst Honig ernten. Ansonsten die Brutfreiheit ausnutzen.


    Aber noch mal zur Bannwabe: Die brauchst Du nur, wenn keine Königin drin ist. Wenn Du die Kö hast, ist die Bannwabe überflüssig. Aber Futter brauchen sie.

  • Manchmal habe ich den Verdacht, daß ich nicht der einzige bin, der Sarkasmus nicht immer versteht. Was hat Euch der Schwarm denn angetan, behandeln weil es sich gerade nicht wehren kann und HR drauf weil der Imker unersättlich ist?

    Falls mich jemand fragt, was keiner tut, dann schlag ihn ein und lass ihn in Ruhe. Zwei Wochen Schrödingers Katze, dann nachsehen.

    Viele Grüße

    Wolfgang, wer liebt die Bienen?

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.

  • Aber noch mal zur Bannwabe: Die brauchst Du nur, wenn keine Königin drin ist. Wenn Du die Kö hast, ist die Bannwabe überflüssig. Aber Futter brauchen sie.

    Ich kriege ne Krise bei soviel Verdrehung. :/

    Achtung: Ohne Königin ist das kein Schwarm, dann brauchst Du den auch nicht zu bannen.

    - Schwärme (mit Königin natürlich) ziehen manchmal wieder aus nach dem Einschlagen. Eher wenn sie noch viel Futter mit sich führen, aber mir ist auch 1x ein 2 Tage alter Schwarm wieder ausgezogen - war sehr schade.

    - Schwärme "erwarten" keine neue Behausung mit Futter, vorhandenes Futter kann die Annahme erschweren. Deswegen der Tipp, eine eventuell nötige Futterwabe erst später zu geben (wenn man sicher sein kann, dass der Schwarm die Behausung angenommen hat).

    Seit 2005 Sächsischer* Hobby-Imker mit ca. 10 Völkern in DNM

    * sie summen weicher als die nicht-sächsischen Bienen

  • Ein Schwarm betreibt noch keine Brutpflege, der kann auch schnell im Nektar absaufen. Für diesen Fall hilft ein Honigraum. Bitte nicht alles über einen Kamm scheren. Bisschen Fingerspitzengefühl und viel beobachten hilft.


    Gruss

    Ulrich

  • artaxerxes : welche hast Du befolgt? Alle sicher nicht, denn die sind meist widersprüchlich.


    Zum Schwarm kommt erstmal außer Mittelwänden oder Anfangsstreifen nix in die Beute.

    Futterwabe erst nach einiger Zeit, wenn das Wetter wirklich elend ist oder gerade Trachtwüste herrscht (zur Schwarmzeit eher unwahrscheinlich).

    Brutwabe ist nicht notwendig, überhaupt nicht.

    Behandeln kann man, bevor die erste Brut verdeckelt wird, am Besten mit Oxalsäuredampf einmalig.

  • Mir erschien am plausibelsten, Mittelwände rein,Flugloch frei, in Ruhe lassen.Behandeln wollte ich mit Milchsäure. Brutwabe lass ich mal drin, FALLS ich die Königin doch nicht erwischt habe, könnte da evtl eine Weisel gezogen werden.

  • Mir erschien am plausibelsten, Mittelwände rein,Flugloch frei, in Ruhe lassen.Behandeln wollte ich mit Milchsäure. Brutwabe lass ich mal drin, FALLS ich die Königin doch nicht erwischt habe, könnte da evtl eine Weisel gezogen werden.

    Nimm Oxalsäure, kann man auch sprühen. Ist deutlich wirksamer. Falls Du die Muddi erwischt hast, vor dem Sprühen raus mit der Brutwabe, weil das nur sinnvoll ist, wenn es keine verdeckelte Brut gibt. Siehst Du ja jetzt sofort, was Sache ist. Viel Erfolg!

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife