Mein erster Schwarm in meinem Garten

  • Hallo zusammen,


    ich hatte eben einen Schwarm in meinem Garten, den ich gefangen habe. Es sind nicht viele Bienen, ich hab sie nicht gewogen, aber ich vermute, dass sie gut 2 Wabengassen besetzen werden.


    Nun stellt sich mir die Frage, woher der Schwarm kommt, mein Nachbar und ich haben jeweils einen Ableger im Garten stehen, also wäre es ein Schwarm mit unbegatteter Prinzessin. Meine eigentlich Frage ist, soll ich im Ableger nachgucken?


    Ich habe ihn am 03.05. gebildet. Ich habe 3 Rähmchen mit schon verdeckelten Schwarmzellen aus einem Volk entnommen (weil Regenwetter war, sind die wohl noch nicht geschwärmt) und ich habe keine der Zellen später gebrochen, weil ich mal gelesen habe, dass die erste Prinzessin die anderen absticht. Kann es denn Überhaupt ein Schwarm aus meiner Kiste sein? Sagen wir, die Zellen wurden am 03.05. verdeckelt, dann sind die Prinzessinen am 11.05. geschlüpft. Würden die dann 3 Tage später mit einem Schwarm ausziehen?

    Wenn ich jetzt in den Ableger gucke, kann es sein, dass die Prinzessin auffliegt und den Rückweg nicht findet. Daher würde ich lieber noch 2-3 Wochen Warten, bevor ich in die Kiste gucke.


    Ist es überhaupt relevant zu wissen, ob der Schwarm aus dem Ableger kommt?


    Letzte Frage, ich habe den Schwarm jetzt in eine Segeberger Kiste mit einem Ausgebautem Rähmchen und 2 Rähmchen mit Anfangsstreifen gesetzt. Ich wollte mir noch ein Schied bauen und das reinsetzen. Sollte ich den Schwarm füttern, oder können die sich selber versorgen? Es ist nicht mega warm, aber Flugwetter ist, und es blüht auch einiges, da wo ich sie hinstellen will, gibts auch Rosskastanien, die her gerade blühen.


    Beste Grüße


    Paul

  • und ich habe keine der Zellen später gebrochen, weil ich mal gelesen habe, dass die erste Prinzessin die anderen absticht

    Es gibt eben auch die zweite Option: ein Nachschwarm.

    Bei der Größe des Schwarm wird das hier der Fall sein. Alles andere spricht auch dafür.

    Sollte ich den Schwarm füttern, oder können die sich selber versorgen?

    Wenn das Wetter gut ist, versorgt der Schwarm sich selbst. Da er mickrig ist und dieses Jahr damit für die Honigernte ausfällt, kann man sicherheitshalber zufüttern.

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • würde ich lieber noch 2-3 Wochen Warten, bevor ich in die Kiste gucke.

    Gut so!

    Ist es überhaupt relevant zu wissen, ob der Schwarm aus dem Ableger kommt?

    Relevant wäre es nur für die imkerliche Neugier, fachlich nicht. Ggf. sind in 2 Wochen die beiden WZ noch zu sehen. Wenn beide nur in der Kappe offen sind, kannst Du davon ausgehen, daß der Nachschwarm aus diesem Ableger kam. Ist eine davon seitlich offen, hatte die Erstschlüpfende die Konkurrentin noch in ihrer Zelle abgestochen. Mglw. haben die Bienen aber bis dahin die Zellen soweit abgebaut, daß es ihr Geheimnis bleiben wird. Gönne ihnen das.

  • Hallo zusammen!


    Der Schwarm scheint sich gut zu entwickeln, mein Schwiegervater sagt, dass die Bienen viel fliegen, und ich konnte am Sonntag selber beobachten, dass sie vereinzelnd Pollen eintragen. Wie viel Pollen müssen sie denn ranschaffen, damit ich mir Hoffnung auf eine erfolgreiche Begattung der Königin machen kann?


    Da der Schwarm recht klein ist, habe ich überlegt, ob ich ihn mit HR-Bienen verstärken kann. Ich wollte am Donnerstag schleudern und es Bienenfluchten auf Leerzargen aufsetzen, da könnte ich auch Bienen entnehmen und damit den Schwarm verstärken.


    Ist das Sinnvoll?

    Wenn ja, wann ist der beste Zeitpunkt dafür? Wenn ich mir sicher sein kann, dass die Begattung geklappt hat, oder ist das egal?

    Wie soll ich die Bienen den Volk hinzufügen? Über Leerzarge und ASG draufschütten, oder über ein Brett einlaufen lassen?


    Besten Dank für Eure Antworten!

  • Hallo PaBa!

    Da der Schwarm recht klein ist, habe ich überlegt, ob ich ihn mit HR-Bienen verstärken kann. Ich wollte am Donnerstag schleudern und es Bienenfluchten auf Leerzargen aufsetzen, da könnte ich auch Bienen entnehmen und damit den Schwarm verstärken.


    Ist das Sinnvoll?

    Wenn ja, wann ist der beste Zeitpunkt dafür? Wenn ich mir sicher sein kann, dass die Begattung geklappt hat, oder ist das egal?

    Wie soll ich die Bienen den Volk hinzufügen? Über Leerzarge und ASG draufschütten, oder über ein Brett einlaufen lassen?

    Bleiben lassen: Schwarm verstärkt!!!


    Es scheint für viel Imker unglaublich reizvoll zu sein, immer wieder an den Völkern zu sein und vieles auszuprobieren... :)

    Ich würde sagen - und in anderen Threads haben das viele auch so geschrieben - setz Dich auf die Hände und warte ab!


    Meiner Meinung nach immer, bis die Königin ein schönes Brutnest angelegt hat. Im Falle eines Schwarms, mit begatteter Königin, bis er die ersten Waben ausgebaut hat, Brutflächen hat und ein wenig Futter. Dann bildet die Königin Pheromone, die Bienen ein Volk und alles ist glatt gelaufen. Aktuell gibt es Tracht, wenn nicht , vorsichtig und wenig dünnflüssig füttern, dabei keine Räuberei auslösen.

    Dann, wenn es Brutflächen gibt, kann man wenn man will mal mit ordenlich Rauch und einer gut besetzten Brutwabe aus einem überquellenden Volk verstärken. Viele lehnen das ab, mit etwas Zusatzfütterung wird aus einem kleinen Schwarm bis zum Herbst immer noch ein einwinterungsfähiges Volk. Sonst kann man dann immer noch vereinigen...

  • Danke für den Link, lese ich mir heute Abend durch. Der Gedanke ist, die Bienen mit vorhandenem "Material" zu unterstützen. Will aber nicht voreilig handeln, daher die Frage.


    Ich hatte noch Futterwaben welche ich im Frühjahr aus einigen Völkern entnommen habe, eine davon habe ich denen gegeben. Wie ich an den Wachs-Krümmeln unter der Beute erkennen kann, haben die das Futter auch angenommen.


    Gut, dann lasse ich sie mal in Ruhe machen, auch wenn es schwer fällt.


    Danke HaroldBerlin

  • Futter ist - wenn der Schwarm sich "festgesetzt" hat - durchaus eine gute Sache! Ich hatte auch noch nie Problem mir wieder ausziehenden Schwärmen. Zu viel Futter in der Beute soll das begünstigen.

    Sie haben jetzt viel zu bauen, Du wirst staunen, wie schnell das geht. Sie brauchen eben jetzt viel Platz für Brut, für Futter.... daher kannst Du Sie auch oft mit wenig flüssigem Futter (Zucker zu Wasser im Verhältnis 1:1 oder 2: 1, einen Liter pro Tag ) füttern. Das soll den Nektarstrom simulieren und ihnen einen zügigen Ausbau der Waben und das Anlegen eines ersten Vorrats erleichtern.

    Aber am Rand und möglichst ohne Störung - bei guter Tracht ist das auch nicht notwendig, die Temperaturen bleiben ja okay udn langer regen ist zumindest hier nicht angesagt!