Doppelvölker

  • Hallo zusammen
    Wenn man die schwachen Völker den starken Völkern aufsetzt, wie es Dr. Liebig beschreibt (auch andere), bleibt dann beim Teilen nur das abdrücken einer Königin übrig, oder können beide bestehen bleiben?
    Wenn ja, welches wird verstellt, oder wie muß man vorgehen.
    Mit sonntäglichem Gruß
    Guido

    Das Leben sollte keine Reise sein, mit dem Ziel,attraktiv und mit einem gut erhaltenen Körper an unserem Grab anzukommen.
    Wir sollten lieber seitlich hineinrutschen, Schokolade in einer Hand,Eis in der anderen, unser Körper total verbraucht und schreiend
    "Wow, was für eine Fahrt!"....

  • Hallo Guido,


    Ich verweise auf „Einfach Imkern“ (Dr.Liebig, Eigenverlag, email: immelieb@t-online.de) Seite 98 ff.
    Schwache Völker (Vorraussetzung: gesund, weiselrichtig) die auf 2 – 3 Waben sitzen, können bei gemeinsamen Flugloch einem stärkeren über Absperrgitter(!) aufgesetzt werden. Im oberen Volk Platz schaffen (max. 2 Futterwaben am Rand). Ammenbienen des unteren Volkes pflegen obere Brut mit. Nach etwa 4 – 5 Wochen können die Völker getrennt werden, indem einfach das obere Volk auf einen neuen Boden außerhalb des Flugkreises gestellt wird.
    Alles klar !? Selbstversuch: Habe heute bei meiner ersten Nachschau (Völker meines Schwagers) jeweils 2 schwache Völker auf 2 starke Einzarger gestellt.
    Übrigens passt dein Beitrag nicht besser unter "Betriebsweisen" - "Sonstiges" ?? :-? 


    Gruß Matthias

  • hallo matthias
    hast recht, habe jetzt die betriebsweisen gefunden.
    aber bei 2 beuten übereinander wird man mir doch verzeihen, daß es unter "bienenbeuten " gerutscht ist. :D 
    mit grüßen aus dem saarland
    guido

    Das Leben sollte keine Reise sein, mit dem Ziel,attraktiv und mit einem gut erhaltenen Körper an unserem Grab anzukommen.
    Wir sollten lieber seitlich hineinrutschen, Schokolade in einer Hand,Eis in der anderen, unser Körper total verbraucht und schreiend
    "Wow, was für eine Fahrt!"....

  • [quote='Guido']
    bleibt dann beim Teilen nur das abdrücken einer Königin übrig, oder können beide bestehen bleiben? Hallo Guido, die Arbeit mit Königin raussuchen und abdrücken kannst Du Dir ersparen. Du kannst ruhig nach dem Vereinigen beide Königinnen in den Volksteilen lassen, die Bienen suchen sich schon die für sie bessere Königin aus. V.H.w. Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Hallo, Lothar,
    ich glaube, er meint es etwas anders. Ich hab auch einen "Schwächling" einem starken Volk aufgesetzt, aber sobald genug Bienen und Brut da sind, kommt das wieder runter. Ist nur als Nothilfe für drei oder vier Wochen gedacht. Und das behält natürlich seine alte Königin (die ja so alt noch nicht ist).

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Hallo,
    Wie kommt es eigentlich das die bienen des stärkeren volkes, die königin
    des schwachen volkes nicht abstechen. Normalerweise wird in einem volk
    eine 2 königin nicht geduldet.
    Mit imkerlichem Gruß
    Andreas Hoppe

  • Hallo, ich habe per Mail Herrn Liebig gefragt, wie es sich mit der Trennung der Völker verhält, hier ist die Antwort:


    Es gibt zwei Möglichkeiten.
    1. Nach 4-5 Wochen wird das aufgesetzte Volk abgenommen, auf einen eigenen Boden
    gesetzt und auf einen anderen Platz verstellt, damit es die eingeflogenen Bienen
    nicht verliert. (Man könnte vielleicht auch das untere Volk zu Seite stellen,
    das in der Regel immer noch stärker ist und den Flugbienenverlust besser
    verkraftet. Das habe ich aber noch nicht untersucht.)
    2. Man hält das Doppelvolk bis zum bzw. (besser) vor dem Eintritt der
    Schwarmstimmung. Dann wird es in ein Brutvolk und ein Bienenvolk geteilt (Siehe
    Februarausgaben der Imkerzeitungen). (In 2003 wird als Variante die
    Turbo-Betriebsweise getestet: Das Doppelvolk wird dreigeteilt. Beide Völker
    werden auf einen eigenen Boden abseits gestellt. An dem Platz des
    Doppelvolkes fängt ein Flugling mit etwas offener Brut die Flugbienen beider
    Völker auf. Ich bin gespannt, was daraus wird!)
    Gruß
    Gerhard Liebig



    aufgezeichnet durch StefanR.

  • es ist mir klar, daß ein Absperrgitter zwischen die beiden Volksteile dazwischen kommt, damit die beiden Königinnen nicht aneinander geraten können. (Das wäre sonst die natürliche Auslese!)
    Aber werden die Arbeitsbienen sich nicht auch wg. des unterschiedlichen Stockgeruches etc. als fremd empfinden und versuchen abzustechen?
    Muß man das Absperrgitter mit einer Lage Zeitungspapier auflegen, wie man es beim Vereinigen sonst tun würde?
    Oder Thymian versprühen???


    mit Gruß

  • so, ich habe heute den schwächsten einzargigen Ableger vom letzten Jahr einem anderen starken obenaufgesetzt.
    Dabei noch etwas Thymian Wasser dazwischen gesprüht - damit ich besser schlafen kann !!!


    Genügend Futter hatten beide noch - jetzt bin ich mal gespannt wie das sich in den nächsten 4-5 Wochen entwickelt !


    Die Krokusse sind bei uns noch teilweise am Blühe, die Weiden immer noch nicht, die Cornelkirsche geht jetzt auch erst auf.
    Es ist also alles recht spät in diesem Jahr i.V. zum letzten Jahr.
    Aber das Thermometer soll bei uns die nächsten Tage auch mal über die 10 Grad steigen! Das gibt Hoffnung.
     :wink:

  • der schwächste Ableger, den ich aufgesetzt habe,
    hatte heute 5 Brutwaben und die beiden Nachbarwaben waren in der Höhe des Brutnestes auch schon schön sauber geputzt, so, daß die Königin
    dort wohl demnächst auch anfängt zu stiften.


    Bin bis jetzt sehr zufrieden mit dieser Methode.