Späte Waldtracht

  • Hallo miteinander!
    An anderer Stelle (Bienenhilfsverein) wurde hier in diesem Forum von Völkerverlusten berichtet, weil es noch späte Waldtracht gab und die Bienen nun an Ruhr eingegangen sind.
    Ich bin erst seit einem Jahr Imker und möchte daher fragen:
    Was kann man denn wirklichtun, wenn es so spät im Herbst noch einmal Waldtracht gibt?
    Da hat man doch schon eingefüttert.
    Soll man doch noch abschleudern? Und so spät dann noch einmal auffüttern?
    Ich hatte das Problem im Vorjahr nicht, es würde mich aber als Jungimker (aber schon 57 Jahre alt) interessieren.
    Danke für Eure Antworten!
    Fritz

    Fritz Eder
    (Hobby-Imker mit 4 Carnica-Völkern in DN im Garten - 335 m Seehöhe)

  • Hallo Fritz, was soll man da tun? Genügend Futterwaben in Reserve haben, die man gegen Waben mit Tauhonig austauschen kann, und hoffen, das auf den übrigen Waben eine "gesunde Mischung" mit Blütenhonig/Futterhonig entsteht, auf denen es die Bienen "aushalten" können. Woher diese Reservewaben nehmen? Es gibt meist ein oder mehr Völker, die gesund sein sollten, aber in ihren Eigenschaften nicht befriedigen. Diese nimmt man als "Futtermacher". Man gibt ihnen so viel Futter, bis wirklich nichts mehr reingeht, danach schafft man sie ab. So erhält man Futterwaben, zum Austausch oder im nächsten Jahr für Ableger. Wenn Du allerdings jedes Jahr so eine späte Tautracht hast, kannst Du diese auch ausnutzen, indem Du die Völker während der Tracht vereinigst, so das sie trachtstark bleiben. Dafür mußt Du aber rechtzeitig genügend Jungvölker heranziehen, mit denen Du im nächsten Jahr genauso arbeitest. (siehe Buch:"Imkern mit dem Magazin und der Varroatose" von Karl Pfefferle). V.H.w. Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.