Königinnenzucht Probleme

  • Werbung

    Hi,

    meine ersten Zuchtversuche dieses Jahr stehen wohl unter keinem guten Stern.

    Ich will nicht sehr viele Königinnen ziehen und mache das wie schon im letzten Jahr in wo es wunderbar funktioniert hat nach der Methode im Honigraum nach Reiner Schwarz.

    Sonntag habe ich zum ersten mal umgelarvt Montag wollte ich das Volk wieder zusammenbauen keine einzige von 12 angenommen.

    Ich habe zwei sehr schöne etwa gleich starke Völker also nochmal umgelarvt und das andere Volk genommen.

    Dienstag habe ich mich gefreut von 12 waren 10 angenommen.

    Heute wollte ich verschulen als ich den Zuchtrahmen rausholte war daraus eine komplette Wabe geworden. nur die Ecken waren noch nicht verbaut.

    Von den 10 Zellen waren 4 soweit ich das durch die Sonne sehen konnte nicht ausgeräumt worden. Die habe ich so gut es ging ausgeschnitten und die Zellschützer rumgefriemelt.

    Was meint Ihr soll ich die verwerfen und neu starten oder kann das noch was werden ?

    Ich habe auch aus den Bruträumen in drei Völkern Brutwaben hochgehängt für die Ablegerbildung und unten Leerwaben zugehängt. Leider haben sie nun im Brutnest bei allen Völkern massiv Pollen und Nektar eingelagert.

    Soll ich die Waben wieder rausnehmen ? oder was soll ich machen ?

  • Hi,

    war denn der Anbrüter wirklich weisellos?? Klingt nicht wirklich so ... Wenn Sie weisellos wären, würden sie in meiner Sicht nicht ausbauen ...

    Sry, Reiner Schwarz sagt mir in dieser Form nichts ...

    Lg

  • Das ist ne Starter-Finisher Methode. Bei starkem Trachtflug wird der Brutraum weggestellt und zwei Honigräume werden auf den alten Boden gestellt. Nach zwei Stunden der Zuchtstoff gegeben. Nach 24 Stunden wird das Volk wieder zusammengebaut und die Zellen Weiselrichtig zuende gepflegt. Ich hab links und rechts jeweils eine gute Brutwabe gehängt wegen der Temperatur.

    Honigräume sind bei mir in Langstroht immer unbebrütet und die Zellen sind ja auch angeblasen worden. Das manche wieder ausgeräumt werden ist ja auch ganz normal. Vieleicht waren es auch mehr die in der Wabe verbaut waren. Es scheint im Moment auch mächtig zu honigen. Raps blüht grade ab aber sie bringen sehr viel grauen Pollen.

  • Ich selbst habe keine Erfahrung mit der Königinnenzucht im Honigraum eines weiselrichtigen Volks. Dennoch will ich mich äußern; was falsch ist, mag berichtigt werden.

    Meines Wissens sollen pro Volk nicht mehr als 6 Zellen gepflegt werden. Das hätte bedeutet, dass die 10 angezogenen Zellen in 2 Völkern hätten gepflegt werden müssen.

    Wenn du in den Honigraum eines weiselrichtigen Volks einen bis auf deine Zellen leeren Rahmen einhängst, dann wäre das eher unnormal, wenn der nicht ausgebaut würde. Um das zu vermeiden, muss der Rahmen ohne Abstandshalter zwischen zwei Waben gegeben werden. Zumindest mache ich das so bei der Pflege im weisellosen Volk.

    Dennoch bauen die Bienen bei Tracht im verkleinerten Zwischenraum nach Verdecklung der Zellen Zungen an die Zellen, aber keine kompletten Waben..

    Das kann man vermeiden, indem man die Zellen nach Verdecklung sofort käfigt. Ich mache das mit Nicot-Käfigen und lass die offen. Die Bienen können dann weiterhin zu den Zellen und bauen ihre Zungen an die Käfige, was nicht stört. Außerden verbauen die Bienen die Zellen mit den Käfigen, was aber auch nicht stört.

    Gruß Ralph

  • Wenn du in der vollen Tracht bist und es wie geschildert gemacht hast, dann warst du "obwohl deine Lehrmeinung" es so macht zu früh beim zurücksetzen.

    Die haben die Zellen zwar angeblasen, kamen dann zurück zur Kö. Ich gehe davon aus dass diese ihre Duftstoffe gut verteilt. Dann haben sich deine Bienen ins Boot gesetzt und sind zurück gerudert.

    Somit Zellen ausgeräumt, ihren Job gemacht und Nektar eingetragen.


    Wir brechen zB. keine Weiselzellen und schon gar keine Spielnäpfe. Eine gute Kö regelt dies "intern" und wenn sie wirklich schwärmen will dann wird sie das tun - so oder so!

    Kös die WZ ausbeissen bekommen ein Sternchen ins Hausübungsheft ... 😉

    Entspricht sie nicht der Vorstellung bekommt sie den Daumen - ohne wenn und aber


    Lg

  • Kös die WZ ausbeissen bekommen ein Sternchen ins Hausübungsheft ... 😉

    Und bei 10 Sternderln oder Fleißkarterln das:

    ?u=http%3A%2F%2Fupload.wikimedia.org%2Fwikipedia%2Fcommons%2Fe%2Fe4%2FSie%25C3%259Fen_Hummel_Wandbild.jpg&f=1&nofb=1

    ;)


    (kummt jetzt auf, dass ich a älteres Modell bin? =O)

    HG

    Monika


    Wir sollten immer daran denken: Im wesentlichen sind unsere Bemühungen auf eine vernünftige, fürsorgliche Pflege beschränkt. (Bruder Adam)

  • Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die Starter/Finisher Methode nicht gut bei voller Rapstracht funktioniert.

    Gegen Verbau hilft ein Königinnen Absperrgitter links und rechts auf das Rähmchen genagelt.

  • Ich hab selbst wenig praktische Erfahrung es ist erst mein zweites Honigjahr und auch das zweite Nachzuchtjahr darum bin ich etwas verunsichert. Einen Paten gabs schon letztes Jahr nicht vom Verein Mein Ansatz ist aber wenn dann richtig. Ein Sammelbrutableger oder Adam Starter lohnt sich nicht ich will jetzt nur ein paar Königinnen ziehen und lieber noch eine Serie anziehen wenn meine RZ Königinnen da sind

    Das NachZucht Volk hat Momentan 3 Honigräume Langstroht 2/3 zwei davon voll einer angetragen nächste Woche ist die erste Schleuderung geplant.

    Die zwei Brutwaben Dadant und die Zuchtleiste hängen in der Mitte in den unteren beiden Honigräumen.

    Der dritte Honigraum ist angetragen und in der Mitte ausgebaut an den Seiten sind noch Anfangsstreifen. Platz zum Bauen hatten sie also genug.

    Es stört mich auch nicht das ein paar Zellen ausgeräumt wurden so selektieren sie nochmal die Bienen können das ohnehin besser als ich.

    Sie haben auch an den Näpchen angefangen die Wabe auszuziehen haben sie aber bis auf das Holz ausgebaut oben unten waren es nur große Fahnen aber dort sind fast alle Zellen ausgeräumt worden. Zwei sind mir dummerweise beim ausschneiden abgebrochen... Es war ein paar Tage kühler so etwa 15 Grad bevor ich umgelarvt habe und es gab etwas Regen nach fast 4 Wochen Trockenheit. Mal schauen eigentlich wollte ich mit den hochgehängten Brutwaben und Krabbelzellen Ableger bilden aber ich werde sie wohl schlüpfen lassen bzw schauen ob sie schlüpfen und dann entscheiden ob ich Ableger mit den Königinnen bilde oder sie in Mini + einlogiere. Geplant waren kräftige Ableger mit 2-3 Brutwaben und zusätzlich Bienen aus den Bienenfluchten von der Ernte.

    Letztes Jahr war ich sparsam und hab gemerkt das das nicht der richtige Weg ist. Dann lieber aus dem vollen schöpfen und vitale Ableger mit guten Königinnen die sich selbst versorgen und nicht ausgeraubt werden.

    Das mit dem Absperrgitter werd ich beim nächsten mal versuchen.

  • Von den 10 Zellen waren 4 soweit ich das durch die Sonne sehen konnte nicht ausgeräumt worden. Die habe ich so gut es ging ausgeschnitten und die Zellschützer rumgefriemelt.

    Was meint Ihr soll ich die verwerfen und neu starten oder kann das noch was werden ?

    Deides JA - das heißt es könnte nich etwas werden mit den Zellen, aber verlass Dich nicht darauf, wahrscheinlicher werden die nichts mehr. Daher das zweite Ja, - setz eine neue Seie an.

    (Absperrgitter auf eine Seite wurde schon erwähnt, zusätzlich eine MW rein wäre auch nicht schlecht.)

  • Das kann man vermeiden, indem man die Zellen nach Verdecklung sofort käfigt...

    Richtig, und zwar am besten schon ab dem 4. Tag nachsehen und die Nachzügler am 5. Tag vor Verbau schützen.

    Als Zuchtrahmen am besten zwei Stück ohne Hoffmannseiten direkt schon im Starter links und rechts an die Umlarvwabe, also 3 Leerplätze in der Mitte lassen... auf der Wabe ziehen sie dann keine Zellen, denn die belarvten Näpfchen sind dicht dran und attraktiver.

    Das Maximum, was letzten Endes fertig gebaut wird zeigen dir die Bienen, das kann auch mehr oder weniger als 6 sein...

    Da sie das nach dem Rückbau "freiwillig" tun werden alle Zellen super, ist nur eine Frage der Volksstärke- und Stimmung wie viele das dann sind.

    und unten Leerwaben zugehängt. Leider haben sie nun im Brutnest bei allen Völkern massiv Pollen und Nektar eingelagert.

    Dem Zuchtvolk im Austausch eine Mittelwand geben, keine Leerwabe, die wird meist ausgebaut und sofort bestiftet.

  • Bei ser Starter/Finisher Methode ist dazu aber auch nich massiv zu Unterscheiden zwischen der Endpflege im Honigraum und der Endpflege im speziellen Finisher.


    Beides Funktioniert super, der größte Unterschied ist wie viele Zellen du pro Volk plegen lassen kannst. Einfach im HR sollte man definitiv nicht über 10 Zellen gehen, vorzugsweise nicht über 7. Bei mehr hat man immer wieder Probleme mit schlechter Pflege, selbst bei 10 Pflegen viele Völker eher Schlecht als recht.


    Ein richtiges Finishervolk kann dagegen mehr Pflegen, macht aber auch wesentlich mehr Arbeit.


    Wenn du im offenen Anbrüter, Anbrüten lassen willst, gibt es ein paar Sachen die das ganze leichter machen.

    1. Das Anbrütervolk sollteMöglichst zwei Bruträume haben und nur so viele HR das es alle gut besetzt. Min. 3 Tage vor dem Anbrüten, kommt ein ASG zwischen die zwei Bruträume, nur gucken wo Eier sind, siehst du die Kö zufällig auch gut. Der Brutraum mit Kö kommt an den neuen Platz, ein HR auf den Boden und der zweite BR wird komplett in diesen Abgefegt, genauso alle HR. 2. BR + HR kommt auf den Britraum mit Kö drauf. Dann hast du n guten Anbrüter, jetzt noch ne Pollenwabe einstecken und gut (geht auch ohne, aber ist wesentlich besser mit).


    2. Die Aufstellung der Anbrüter sollte in Einzelaufstellung sein und zwar Links/Rechts gut 2m Platz, besser in dreier Reihe und alle drei gleichzeitig Verstellen und nur aus dem mittleren einen Anbrüter machen. In Reihenaufstellung nicht wundern wenn dein Anbrüter der gestern noch 10 Waben gequetscht besetzt hat, nur noch auf 4 Waben sitzt. Gerade beim Anbrüter darf nicht gespart werden, das vermindert wesentlich die KÖ Qualität.