Rosskastanie?

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    Hallo mitnand,


    meine Mädels fliegen derzeit wie verrückt und kommen mit hübschen, knallroten Höschen heim, oder haben sich schön Rouge aufgelegt. In der Nähe blühen die Rosskastanien.


    Nun habe ich hier schon x threads gesehen "Robinie 2020" - "Raps 2020" ... aber keine Rosskastanie. Wird da kein Sortenhonig gemacht? Wenn ja, was sind die Gründe?


    Was ich hier gefunden habe ist, dass es zu wenig ist. Kann ich mir nicht vorstellen, zumindest in Bayern nicht, wo jeder Ort einen Wirtsgarten oder Biergarten hat und dieser Rosskastanien. Allen mit Rosskastanien gibt es auch, immer noch, trotz dieser Schädlinge. Honigmacher.de sagt, Rosskastanie spende reichlich Nektar.


    Also woher kommt's, dass es zwar Robinie oder Raps gibt, aber keine Rosskastanie?

    HG

    Monika


    Wir sollten immer daran denken: Im wesentlichen sind unsere Bemühungen auf eine vernünftige, fürsorgliche Pflege beschränkt. (Bruder Adam)

  • Der Kastanienhonig den man als Sortenhonig kaufen kann stammt von der Edelkastanie. (wirklich feiner Honig wie ich finde). Aber auch der ist ja schon recht selten, entsprechende Bestände an Tracht rar.


    Ein Biergarten mit zwei Rosskastanie reicht eben nicht um da Sortenhonig in die Gläser zu bekommen. Schon die Bestände sind hier wohl einfach nicht ausreichend. So anders bei den typischen Sortenhonigen.


    Noch dazu honigt die Rosskastanie meist zeitgleich mit anderer Massentracht. So hat man im Frühjahrshonig sicher auch Rosskastanie drin, wenn da welche stehen. Aber dominiert wird er wohl einfach meist von Raps und dem Obst.


    Ich habe schon einmal gelesen, dass bei starkem Bestand und guter Tracht der typische "Kastaniengeschmack" im Frühtrachthonig feststellbar sein soll. Immerhin :)

  • So ist es, bei mir blühen derzeit Raps, Rostkastanie und Weißdorn im Überfluss. Der Pollen Anteil liegt etwa bei 80% Raps, 15% Rostkastanie. Das wird sich in den nächsten Tagen zur Rostkastanie verschieben. Bevor sie abgeblüht ist, fängt die Robinie an. Rostkastanie als Sortenhonig hatte ich noch nie, sie füllt aber oft die Lücke zwischen Raps und Robinie. VG aus dem Raum Magdeburg

  • Ich habe hier bestimmt an die 10 alte Ross Kastanien stehen. Und es brummt früh und abends wie verrückt.. Ziegelroter Pollen wird von dort auch gesammelt.Auf jedenfall ist die Ross Kastanie sehr sehr attraktiv für die Bienen. Da es hier bei mir im kleinen Radius an die 50 Völker gibt , wird nicht viel bei rumkommen. Denke, das bei einer geringen Bienendichte, eine gute Anzahl von Bäumen und ohne Raps in der Nähe,man einen sehr hohen Anteil Ross Kastanie im Honig hat.

  • Auch so eine Spielart des Imkersports. Wie schaffe ich es Kastanienhonig erzeugen zu lassen? In so mancher Ansiedlung gibt es eine Allee aus alten Kastanien innerorts. Da können schon mal 40 - 60 Bäume zusammenkommen. Wie wäre es mit zwei Völkern mit geteiltem Honigraum? Innerorts gibt es zwar viele aber doch nicht so massenhafte Trachten und das nächste Rapsfeld ist jetzt verblüht und außerhalb. Das ist eine nette challenge.

    Viele Grüße

    Wolfgang

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.

  • Wie wäre es mit zwei Völkern mit geteiltem Honigraum?

    Für den, der's mag bestimmt das Höchste. Also, geteilten Honigraum peile ich eh an, wegen Rücken, den ich nicht haben mag ;) Aber mit Sortenhonigen hab ich's nicht, mich hat es nur gewundert, weil doch wegen jedem Pfiff eine Sorte gemacht wird, nur Rosskastanie habe ich echt noch nie gesehen und an sich gibt es ja viele Bäume (bei uns).


    Ich habe gerade gelesen, dass Linden irgendwo bei 500 bis 1000 kg/ha liegen, da kommen die Rosskastanien mit ihren knapp 400 kg/ha wohl nicht so ganz mit :)

    HG

    Monika


    Wir sollten immer daran denken: Im wesentlichen sind unsere Bemühungen auf eine vernünftige, fürsorgliche Pflege beschränkt. (Bruder Adam)

  • nur Rosskastanie habe ich echt noch nie gesehen und an sich gibt es ja viele Bäume (bei uns).


    Ich habe gerade gelesen, dass Linden irgendwo bei 500 bis 1000 kg/ha liegen, da kommen die Rosskastanien mit ihren knapp 400 kg/ha wohl nicht so ganz mit :)

    Die Biergartendichte ist ja bei uns schon hoch, aber des dagibt ja ned gscheid! Leider stehen die Rosskastanien selten in einem solch geschlossenen Bestand wie z.B. Linden in der Isarau.
    Ich habe gerade mal so extrapoliert, wieviel Blütenfläche eine Rosskastanie hat und bin da auf ca. 100 m² gekommen (wenn man den Kegelmantel nimmt). So viel ist das leider nicht. Dennoch habe ich auch gerne den roten Pollen in den Völkern, sieht éinfach krass aus!

  • Die schicke Biene von heute trägt rot (und hat absolut keine Zeit, die Business-Biene, sozusagen):

    Ansonsten schaut bien mal, wer so zu Besuch kommt und dann gibt es noch ET: "À la maisooooooon!" (sorry, war gerade in Frankreich, als der rauskam - wie sagt'n der auf Deutsch?)

  • Die schicke Biene von heute trägt rot (und hat absolut keine Zeit, die Business-Biene, sozusagen):

    ...und die Schicki-micki-Biene trägt Rouge:

    Ich möchte auch so eine Imkersgattin: zum Hinterherputzen, Entdeckeln, Einlöten und Abendessen kochen. Ach ja, vermarkten darf sie gerne auch.

  • Heute morgen beim Spaziergang um den Ort fotografiert. Wir haben hier auch etliche Rosskastanien stehen. Ich bin immer hingerissen von den Blüten. Von nahem sieht das aus, wie millionen kleine Orchideen.


  • Verwechsel das nicht mit der Esskastanie. In Frankreich sehr beliebt. Der Geschmach ist anders, ganz anders und der Geruch erinnert mich immer an die BASF oder billigen Tequila. Aber, wer’s mag.

    Viele Grüße

    Wolfgang

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.