Offtopic kleiner Notfall

  • Klasse, dass das so klappt. Bin ehrlich beeindruckt.

    Hier wurde gesagt, die Spatzen wären bereits flügge. Das stimmt aber nicht, wie die blauen Federtaschen auf den Bildern beweisen. Damit hast Du definitiv alles richtig gemacht. :thumbup:

  • Ich füttere bis zum Anschlag Kehlkopf, knapp alle 90 Minuten. Nachts eine kleine Pause von 6 Stunden.
    Der Schnabel wird leicht bewässert dann öffnen sie in ganz zügig und dann kommt an einem Zahnstocher ein Erbsengroßes Stück Hackfleisch in den Rachen, den schlucken die auch sofort. Knapp 3 Perlen dann ist es leicht erkennbar am Kehlkopf.
    Die sind richtig fit und springen durch die Gegend, einer scheint vom Fall aus dem Nest am linken Flügel etwas zu haben. Sieht komisch aus aber wie gesagt sind sie laut und voller Energie. Hören nicht auf zu zwitschern

  • Bitte melde dich unbedingt auf Facebook in der Gruppe "Wildvogelhilfe-Notfälle" mit deiner PLZ. Sie werden dir sofort Zutritt gewähren und dir einen erfahren Päppler aus der Nähe finden. Spatzen brauchen Insekten, kein Hackfleisch. Viele Tierärzte sind leider nicht vogelkundig und auch wenn es momentan so aussieht, dass sie es vertragen, wird die Entwicklung stark beeinträchtigt. Außerdem müssen die Vögel anständig ausgewildert werden. Sie müssen lernen, sich eigene Nahrung zu beschaffen...Alles Arbeiten, die besser in die Hände von Päpplern gelegt werden sollten.

    Für Finder ist immer der erste Tipp: Vögel ins Handtuchnest stellen. Achte darauf, dass sie nicht unterkühlen. Erstmal nichts zum Fressen oder Trinken geben. Da kann man leider sehr viel falsch machen.

    Ganz viel Erfolg! :)

  • Ich halte euch auf dem laufenden, den Vögeln geht es immer noch gut. Sie haben weder Durchfall noch sonstige Anomalien am Kot was schon mal ein gutes Zeichen ist. Erste Flugversuche und strecken der Flügel scheinen wohl an der Tagesreihe, mal sehen was da in den nächsten tagen noch kommt. Habe einen Wildvogelverein kontaktiert aber bisher keine Rückmeldung.

    Einen kleinen Rückschlag den ich erlitte habe ist aber dass ich Heute Morgen auf dem Balkon einen vierten Jungvogel gefunden habe, leider tot. Vermutlich ist er bereits am spät-Abend vom Nest gefallen und ist dort erfroren.

  • Hallo,


    Ich möchte dir nochmal wärmstens empfehlen, die Pflege-Aufgabe einem erfahrenen Päppler zu überlassen. Ich weiß, wie verführerisch es ist, Jungvögel pflegen zu wollen, aber es kann einfach zu viel schief gehen, was man hätte vermeiden können. Hackfleisch steht definitiv nicht auf der Speisekarte dieser Vögel. Bitte gib dir einen Ruck und melde dich bei der Facebookgruppe, die ich dir oben verlinkt habe. Den Vögeln zu Liebe!


    Liebe Grüße,

    Miriam

  • Das ist nicht die erste Handaufzucht welche erfolgreich ausgewildert wurde. Der Kabal macht das schon sehr gut und ist definitiv erfolgreicher als ich, ohne mich im Internet vorher informiert zu haben, bei Spatzen vermuten konnte. Da im Netz wirklich alles aufgeführt ist, verpasst er bestimmt auch nicht den Punkt der Nahrungsumstellung.:)

  • Danke in das Vertrauen Schillbee!!

    Ich habe Wellensittiche seit Jahren aber tatsächlich "nur" Wellensittiche.

    Oft Jungvögel bekommen und kam damit auch prima zurecht, nur ein Wildvogel ist mir tatsächlich neu.

  • Und hier nochmal einen sehr guten Artikel!

    Da wir sowieso direkt an der Quelle sitzen können wir problemlos die beste Nahrung für einen Spatz Jungvogel besorgen! Für jeden der in diese Situation kommt, ja Bienenlarven sind gutes Futter!


    Gibt es ein Angelgeschäft in der Nähe so bekommt man dort immer Maden, Regenwürmer und manchmal auch Bienenlarven.

    Regenwürmer sind als Futter für Spatzen nicht geeignet.

    Maden und Bienenlarven sind als Futter geeignet, Maden jedoch nicht lebend.

    Bienenlarven können lebend verfüttert werden. Diese kann man auch beim Imker bekommen. Allerdings nicht zu viel von den Bienenlarven geben. Bienenlarven sind als Regelfutter und auch als Notfallfutter geeignet. Bienenlarven gibt es beim Imker in Waben zu kaufen. Diese Waben ins Gefrierfach legen und nur soviel von der Wabe abbrechen wie man für eine Fütterung benötigt. Die Bienenmaden sofort aus der Wabe ziehen bevor sie antaut. Ansonsten hat man Wachsreste an der Made die für den Vogel nicht geeignet sind.